Montag, 17. Dezember 2018

Jahresrückblick ... Packe deinen Koffer und nimm diese 5 Bücher mit auf die Reise

Das Jahr 2018 neigt sich seinem Ende entgegen.

Das ist ein guter Zeitpunkt, zurückzublicken.
Bisher habe ich 60 Bücher gelesen, ein paar weniger als im letzten Jahr, dafür waren einige seitenstarke Exemplare dabei. Vielleicht erhöht es sich bis Jahresende noch ein bisschen, aber im Grunde ist es unerheblich.

Unter den gelesenen waren 5 Bücher, die eine Leere hinterließen nach dem Lesen der letzten Seite.
Kennst du dieses Gefühl?
Du bist mittendrin in dieser anderen Welt, leidest, bangst, kämpfst, gibst alles und dann ... lösen sich die Probleme, haben die Haupthelden zu sich gefunden - ist die letzte Seite des Buches viel zu schnell erreicht.
Du sitzt und denkst: schade. Das Buch hallt in dir nach, du blätterst noch ein wenig zwischen den Seiten, ehe du es aus der Hand legst natürlich mit dem Vorsatz, es bald erneut zu lesen.

Du glaubst das nicht?
Solltest du an den Feiertagen inklusive dem Jahreswechsel verreisen, dann packe deinen Koffer und nimm diese 5 Bücher mit:

1. Die andere Seite des Himmels - Jeannette Walls

2. Die Reise ans Ende der Welt - Henning Mankell

3. Maze Runner, Die Auserwählten im Labyrinth - James Dashner

4. Was kostet der Tod? - Leslie Parrish

5. Wolf Creek, Höllisches Outback - Greg McLean + Aaron Sterns


Alle 5 Bücher hinterlassen das oben beschriebene Gefühl, sofern du dich auf sie einlässt.
Sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Vom Thriller, über Drama, ein wenig Liebe bis hin zu Jugend/Fantasie ist alles dabei. Viel Spaß beim Lesen!
Die Tage zwischen den Jahren bieten sich an für ein wenig Entspannung, Zeit für die Familie und Ruhe zum Genießen.

Und egal, ob du die Tage zum Jahreswechsel Zuhause oder auf Reisen verbringst:
Ich wünsche dir und deiner Familie besinnliche Weihnachten, eine frohe Zeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2019. Bis zum nächsten Jahr.

Ich bedanke mich bei euch, meinen treuen Lesern, für euer Interesse an meinen Beiträgen und freue mich, wenn ihr auch im neuen Jahr meinen Blog sowie meine Homepage www.silkeboldt.de besucht.




Montag, 10. Dezember 2018

Warum Pia meine Hauptheldin ist und das Meer lächelt ...

Um nicht nahtlos von einem Verbrecher zum nächsten zu jagen, lese ich zwischendurch Bücher anderer Genres.
Auf einem Wühltisch stieß ich auf das Buch Signora Pia und das Lächeln des Meeres von Roberta Gregorio. Die Autorin war mir völlig unbekannt, aber Cover, Titel und Klappentext des Buches machten mich derart neugierig, dass ich das preisreduzierte Mängelexemplar unbedingt haben musste. Ein geringfügiger Schaden an der Rückwand des Covers hat mich noch nie vom Kauf abgehalten.


Was soll ich sagen?
Seitdem ich es gelesen habe, gehört es zu meinen Lieblingsbüchern.
Es liest sich mit der Leichtigkeit eines Sommers in Italien. Das Land mag ich ohnehin und das Meer sowieso. Sonne, Strand und Meer - allein diese drei Faktoren wecken meine Begeisterung. Wenn dann noch Liebe, Verwicklungen und Streit in einer Geschichte hinzukommen, ist der kurzweilige Lesespaß perfekt. Signora Pia mauserte sich zu meinem Liebling. Mit ihr könnte ich mich identifizieren als Hauptheldin des Romans.

Doch wer ist sie? Wie hat sie das geschafft?
Die zauberhafte Pia, die ihre Bedürfnisse stets hinter die der Familie stellt, berührt in ihrem Wunsch nach der Erfüllung ihrer Träume. Nur scheinen die so gar nicht kompatibel mit den Interessen der anderen. Mal nachdenklich, mal heiter, mal geheimnisvoll geht die Protagonistin ihren Weg, der sicher nicht einfach ist, aber am Ende zu sich selbst führt. Der sanfte Spannungsbogen trägt Pia wie auf den Wellen des Meeres, mal auf und mal ab, mit einem Lächeln, welches das Herz berührt.

Inzwischen habe ich dieses Buch erneut gelesen. Es begeisterte mich ein weiteres Mal, weil es mich auf sympathische Weise in eine Welt zieht, die mich für eine Weile ringsum alles vergessen und träumen lässt.
Und wer lässt sich nicht mal gern in eine Traumwelt fallen?











Montag, 3. Dezember 2018

3 Bücher mit verblüffenden Zitaten, die dich garantiert nicht loslassen

Es gibt Bücher, die lassen einen nicht mehr los. Sei es, weil sie besonders spannend, realitätsnah oder eben poetisch sind. Mir gehen 3 Bücher nicht mehr aus dem Kopf. Zugegeben, es gibt da noch mehr, aber ich will mich nur auf die nachfolgenden beschränken.

3 Bücher wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, doch mit zahlreichen bemerkenswerten, poetischen Textstellen versehen. Diese unterliegen zwar meiner persönlichen, subjektiven Ansicht, doch ein auszugsweiser Blick darauf mag ein wenig Verständnis vermitteln. 
Diese besonderen Buchzitate habe ich übrigens mit kleinen Klebezetteln an den entsprechenden Buchseiten gekennzeichnet, so dass diese sofort auffindbar sind. Die Bücher stehen somit reichlich geschmückt in meinem Bücherregal.


Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón stellt in jeder Hinsicht alle meine Bücher in den Schatten. Nicht nur inhaltlich, auch sprachlich ist dieses Buch ein Volltreffer. Neben der Geschichte zogen mich die zahlreichen, besonders stilsicheren Formulierungen in ihren Bann bis zum Schluss. Das Buch ist eine wunderbare Hommage an Bücher und das Lesen und ein Juwel in meinem Bücherregal. 
Zitat:
"Ein bedeutungsloses Leben saust vorbei wie ein Zug, der am eigenen Bahnhof nicht hält."
...
"Ich steckte die Blume in die Manteltasche und ging, unfähig, das Lebewohl auszusprechen, das ich mitgebracht hatte."

Die erschütternd-komische Liebesgeschichte Solange du da bist von Marc Levy stimmt nachdenklich über das Leben, den Tod oder die Zeit dazwischen. Ist man bereit, sich fallen zu lassen in eine fantasievolle Story, wird man als Leser nicht nur in ein Abenteuer mit Sogwirkung entführt, sondern bekommt reichlich Kost an besonderen Buchzitaten serviert. Schmerz und Humor ergänzen sich auf eine wundervolle Weise.
Zitat:
"Denn gerade während man rechnet und das Für und Wider gegeneinander abwägt, geht das Leben an einem vorbei."
...
"Was gestern war ist vergangen, das Morgen ist noch nicht da, was zählt, ist das Heute, die Gegenwart."

Der Roman Stiller Schrei von Shelley Coriell überraschte mich und entwickelte beim Lesen einen immensen Sog. Der Mix aus Krimi, Thriller und Erotik gepaart mit einigen bemerkenswerten Buchzitaten blieb mir nachhaltig im Gedächtnis. Zudem wartet die rasante Story mit überraschenden Wendungen auf. Diese Mischung lädt ein, das Buch erneut zur Hand zu nehmen.
Zitat:
"Ihre Züge waren wie das Wasser mit goldenem Mondlicht besprenkelt ..."
...
"Eine angenehme, tintenschwarze Dunkelheit färbte den Himmel."

Bücher sind geprägt vom Schreibstil des Autoren, der Erzählperspektive, dem Aufbau der Geschichte und ihrer Aussage. Doch neben diesen und weiteren Elementen zählen eben auch winzige Details: ein Wort, eine Wortgruppe oder ein besonders gelungener Satz. 
Genau diese Zusammensetzung lässt das Lesen zum Erlebnis werden.

Montag, 26. November 2018

6 Wahrheiten, die mich zum Schreiben inspirieren

Vor ein paar Wochen habe ich über die Gründe geschrieben, die mich vom Schreiben ablenken.
Aber was tue ich in meiner Freizeit? Es ist ja nicht so, dass ich nur am PC sitze und schreibe. Ich nehme das Wort Freizeit übrigens wörtlich und widme mich dann ganz meinen Hobbies.

Es gibt 6 Interessen, die ich bewusst genieße. Durch sie tankt mein Geist Energien auf, und ich sammele Kraft für anstehende Projekte.

Das geht jeden Morgen mit 45 Minuten Frühsport los. Ich bin zwar keine Sportskanone, aber es hat sich seit vielen Jahren so ergeben, dass mir morgens bitte niemand in die Quere kommt, da ich mit Gewichtsmanschetten und Sportmatte meinen Tag beginne. Dafür stehe ich vor allen anderen früher auf, um ungestört zu sein.

Auch mache ich kein Geheimnis um meine Liebe zum Lesen. Ich könnte Stunden mit einem Buch verbringen. So oft es die Zeit zulässt, richte ich mich abends gemütlich auf dem Sofa ein. Fernsehen schaue ich fast nie, nur ab und zu ausgewählte Nachrichtensendungen. Lieber stöbere ich in meinem Bücherregal oder schreibe Rezensionen in meine Online-Bibliothek. Aber ein paar Seiten lesen geht immer, zumindest kurz vorm Schlafengehen.




Abwechslung in meinen Autorenalltag bringen lange Spaziergänge am Meer. Hier bin ich so oft wie möglich. Das Meer trägt meine Sehnsucht. Am Meer träume ich mich weg. Den Wellen lauschen, den Sand unter den Füßen spüren oder einfach aufs Wasser gucken, und die Stunden vergehen wie im Flug.






Auch beim Golf vergesse ich schon mal die Zeit. An den Wochenenden, manchmal zwischendurch und auch im Urlaub bin ich regelmäßig auf meinem Heimatplatz Golfclub Warnemünde oder auf anderen Greens anzutreffen.
Seit ich vor knapp drei Jahren die Platzreife erlangt habe, lässt mich das Spiel nicht mehr los. Ich genieße in wunderschöner Umgebung die Luft, den Platz und den Spaß am Spiel. Wenn ich zudem Par oder darunter spiele, ist der Ausgleich perfekt.


Ebenso gern gehe ich zum Fußball. Nein, nein, ich bin selbst nicht aktiv. Ich beschränke mich da mit Fanschal und Fankissen auf das Anfeuern meiner Lieblingsmannschaft des: FC HANSA ROSTOCK.
Mit einer Dauerkarte in der Nordkurve gehöre ich zur Stammbesatzung meines Heimatklubs und bin bei jedem Heimspiel im Ostseestadion dabei.



Nicht weniger gern mag ich Musical- und Konzertbesuche. Dafür reise ich schon mal nach Hamburg, Berlin, Dresden, Stuttgart und und ...


Von Depeche Mode über Udo Lindenberg, Peter Maffay u.a. bis zum Schwaanenseeballett in der Semperoper, Falco, Tarzan, Tanz der Vampire, ABBA und König der Löwen u.v.m. - an Musicals war schon einiges dabei.
Auf das nächste Event im Januar: GHOST - Nachricht von Sam, ein Musical in Hamburg,
freue ich mich schon, und Udo geht 2019 ja auch wieder auf Tour 😃

Zu den 6 und mehr Gründen, die mich vom Schreiben ablenken, kommen also 6 Interessen hinzu, die mich zum Schreiben inspirieren, damit ich meiner Arbeit mit freiem Kopf nachgehen kann.

Montag, 19. November 2018

3 beeindruckende Biografien, 3 starke Persönlichkeiten

Zwar bin ich bekennende Thriller- und Krimileserin, aber darüber hinaus immer aufgeschlossen anderen Genres gegenüber. Deswegen lese ich ebenso Biografien von Leuten, deren Leben, Handlungen oder Werdegang einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben und sei es durch Skandale. Einige dieser Persönlichkeiten sind bereits tot. Dennoch lohnt sich der Blick auf drei Biografien aus meinem Bücherregal.


Es war der Unfalltod des Boxers Graciano Rocchigiani, der mich über die Biografien einzelner Leute in diesen Tagen nachdenken ließ. Seine Autobiografie ROCKY Meine 15 Runden hatte ich erst zu Jahresbeginn gelesen. So dramatisch sein Leben, so tragisch sein unglücklicher Tod.
Natürlich hat "Rocky", wie er immer genannt wurde, seine Autobiografie nicht selbst geschrieben. Genau das ehrlich zu formulieren, hat mir imponiert. Wo andere herumdrucksten, fand er ein offenes Wort.
"Wer einstecken muss, darf auch austeilen!" 
Nicht jeder vermochte mit seinem Motto, seiner großen Klappe umzugehen. Vielleicht kommt gerade deswegen sein Buch so authentisch rüber. Schonungslos wagt er einen Rückblick auf sein turbulentes Leben, auf Erfolge und Misserfolge, Gegner, seine Frauen, die Skandale, ein ständiges Auf und Ab, doch auch einen Ausblick in seine Zukunft, die vor Kurzem schlagartig vorbei war.
Schade Rocky, der Kampf deines Lebens endete viel zu früh.

In dem Buch von Loki Schmidt/Reiner Lehberger: Auf einen Kaffee mit Loki Schmidt ist die Biografie dieser großartigen Frau in einem Interview verpackt, das derart spritzig und kurzweilig ist, dass ich es in einem Zug gelesen habe. Es ist diese spröde, norddeutsche Aura, welche die Frau des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt umgibt. Genau dadurch wirkt sie authentisch und sehr sympathisch. Jede ihrer Antworten setzt pointiert viel Wissenswertes über ihr facettenreiches Leben frei, sei es an der Seite des berühmten Ehemannes oder im Hinblick auf Familie, Werte und persönliche Entwicklung.
Ich mochte schon Helmut Schmidt aufgrund seiner klugen, vorausschauenden Worte, aber seine Loki, diese besondere Frau, zieht durchaus mit ihrem Esprit gleich.

Die Biografie des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton zählt zu den seitenreichsten, die ich besitze.
In Mein Leben weckt er Erinnerungen an eine Zeit, die 1990-ger Jahre, welche mit ihm untrennbar verbunden ist. Er ist Politiker, Präsident, Privatmann, der als junger Mann aus der Provinz das weiße Haus erobert. Das genau dieses Unterfangen nicht immer einfach war, beschreibt er in seiner Biografie. Und nein, ich habe es nicht wegen des Skandals um ihn und eine Praktikantin gekauft.
Er ist und bleibt einer der faszinierendsten Männer unserer Zeit, auch dann oder gerade deshalb, weil einige seiner Handlungen für immer ein Rätsel bleiben.

Heutzutage drängen viele Leute ihr Leben in die Zeilen eines Buches. Nicht immer spiegeln diese eine starke Persönlichkeit wider oder sind gar Ausdruck einer stilsicheren Schreibe, vielmehr verbergen sich ein Geschäft oder Kommerz in einer kurzlebigen Zeit dahinter. Eine authentische Biografie erzählt mir von dem Menschen hinter den Kulissen.
Genau diese Bücher werden immer einen Platz in meinem Bücherregal finden.



Montag, 12. November 2018

Mehr Zeit für Autorinnen - Beeindruckt von einem Cover

Der Autorenblogger und Schriftsteller Sven Hensel hatte im Mai 2017 eine tolle Aktion ins Leben gerufen, #Autorinnenzeit. Deren Aktualität hat nicht abgenommen, im Gegenteil, Autorinnen sollte wesentlich mehr Beachtung im Literaturbereich geschenkt werden.

"Frauen im Literaturbetrieb werden, trotz der vielen Artikel und Fingerzeige auf das Problem, zu oft belächelt, ihr Schreiben „mit Anspruchslosigkeit gleichgesetzt“ (Autorin Zoë Beck in einem Beitrag der Welt), bei Preisverleihungen übergangen, sofern sie überhaupt einmal nominiert/vorgeschlagen werden, und sie haben weiterhin mit einer gläsernen Decke zu kämpfen, die sie daran hindert, zu ihren männlichen Pendants aufzuschließen, sei es in der gesellschaftlichen Wertschätzung oder auch ihrer Stellung im Literaturbetrieb." (Zitat Autor Sven Hensel)

Die Aktion #Autorinnenzeit ist zwar längst ausgelaufen, doch Autorinnen weiterhin in den Focus der sozialen Netzwerke zu rücken, ist auch mein persönliches Anliegen. So nehme ich den Anstoß zur Überlegung auf und weise in loser Folge explizit auf das Buch/die Bücher einer Autorin aus meinem Bücherregal hin.

Die Reihenfolge der Publikationen entsprechen keiner Wertung. Auch verzichte ich auf die Veröffentlichung von Rezensionen. Diese sind in meiner persönlichen Online-Bibliothek abgelegt.

Vor einiger Zeit las ich das Buch Die Bucht, die im Mondlicht versank von Lucy Clarke.



Das Buch gehört zu jenen Werken, von denen mir zuerst das wunderschöne Cover mit dem Seesternchenmotiv am Beschnitt auffiel. Im Allgemeinen ist das für mich nicht ausschlaggebend für einen Kauf. Doch hier harmonierte das Cover mit dem Titel, der mich zunächst eine Romanze vermuten ließ. Obendrein machte mich der Klappentext neugierig. Die Autorin war mir bis dahin völlig unbekannt. Ich besaß kein einziges Buch von ihr, hatte jedoch von dem Titel bereits gehört. Nun ja, wie das eben so ist in dieser rasanten Zeit. 
Noch in der Buchhandlung las ich die ersten Seiten, die mich allerdings eher verwirrten, als überzeugten. Dennoch kaufte ich das Buch. Zugegeben, meine Affinität zum Meer spielte keine unerhebliche Rolle bei der Kaufentscheidung. Ich sollte sie nicht bereuen.

Die Bucht, die im Mondlicht versank erzählt die mitreißende Geschichte zweier Freundinnen, die alles miteinander teilen: jeden Schmerz, jede Freude, jedes Geheimnis bis die Ereignisse sich überschlagen und sich alles ändert. 

Ich habe mich von einer Story mitreißen lassen, die sich langsam entwickelt und sich derart steigert, dass mich das Buch gar nicht mehr losgelassen hat. So sehr mich der Anfang verwirrte, so sprachlos machte das Ende. Neben der Handlung um Lügen und Wahrheiten zogen mich die bildhaften Beschreibungen der Lokalität rund um die Strandhäuschen und eben jener genannten Bucht im Titel in die Geschichte. Die wechselnden Perspektiven steigerten die Dramatik und den Drang zum Weiterlesen ... immer weiter bis zum Schluss.

Was als Coverkauf begann, entpuppte sich beim Lesen als kurzweilige Lektüre. Es wird nicht das letzte Werk von Lucy Clarke in meinem Bücherregal bleiben. Eine mir bis vor Kurzem unbekannte Autorin hat den Wunsch geweckt, weitere Bücher von ihr zu kaufen. 
Ist es nicht das, was sich jede/r Schreibende wünscht? 







Montag, 5. November 2018

10+ mehr Wege des Buchmarketing für mich entdeckt

Da nun zwei fertige Manuskripte und mehrere Kurzgeschichten in der berühmten Schublade, oder vielmehr auf meiner externen Festplatte, schlummern, komme ich nicht umhin, die Frage, wie es damit weitergeht, zu beantworten.

Daher überlege ich mir vor Veröffentlichung, ohne mir Druck zu machen, die Möglichkeiten des Buchmarketing. Sämtliche Checklisten für eine eBook-/Buchveröffentlichung habe ich aus der Versenkung geholt. Auf keinen Fall will ich die Publikationen überstürzen. Hochgeladen sind die Bücher schnell, doch muss nachhaltiges Buchmarketing betrieben werden. Das beansprucht meines Erachtens viel mehr Zeit als der Schreibprozess selbst. Dass beides zur gleichen Zeit nicht funktioniert, weiß ich aus Erfahrung. Um so entschlossener bin ich, zuvor meinen 2. Krimi auf die Zielgerade zu bringen.

Ein Rückblick auf den Marketingmix zu meinem Buch IM ZAUBER DER MADONNA erlaube ich mir dennoch. Ich erinnere mich gern an den überschäumenden Augenblick, da ich das gedruckte Buch endlich in den Händen hielt. Ab dem Zeitpunkt überrollten mich die Dinge und zum Schreiben blieb kaum Zeit.

Eine chronologische Aufstellung verdeutlicht das:

Ich sprach bei der örtlichen Zeitung vor und tatsächlich bat mich die Redakteurin kurz darauf um ein Interview. Der abgedruckte Artikel im Wochenspiegel über mich und mein Buch ließ meinen Bekanntheitsgrad in meinem damaligen Wohnort Mahlow/Brandenburg enorm ansteigen. Die Geschichte meines Krimis spielt in dem Ort.

Kurz darauf erhielt ich die erste Anfrage für eine Lesung in meinem Wohngebiet. Ich war so happy, aufgeregt und überrascht zugleich. Im Namen der Krimibuchhandlung Miss Marple durfte mein KHK List in Mahlow-Waldblick ermitteln. Die Lesung wurde zu einem vollen Erfolg. Der Raum war bis auf den letzten Platz belegt.

Über Twitter bekam ich ziemlich bald nach der Veröffentlichung die Möglichkeit, mich im Rahmen eines umfangreichen Autoreninterviews, an dem Buchprojekt 100 Autoren über die Schulter geschaut des Herausgebers André Kröckel zu beteiligen. Im Bemühen um einen Bekanntheitsgrad außerhalb des Ortes nutzte ich das Angebot gern.  

Der Buchmarkt ist hart umkämpft. Es braucht schon einen langen Atem, mitunter eine Kampfansage, um zwischen all den Neuerscheinungen heraus zu stechen. Ich bastelte ständig an meinem Bekanntheitsgrad und stieß schließlich auf das Plakat als Marketinginstrument. Mich selbst neben dem Buch auf einem Plakat zu sehen, erfüllte mich schon mit Stolz, und ich habe es 2x getan. Rund um Nikolaus hing meine persönliche Außenwerbung vor dem örtlichen Kaufland. Infolge dessen bin ich im Ort oft angesprochen worden.

Selbstverständlich war ich mit meinem Krimi auch auf den Buchmessen vertreten. Auf der FBM 2013 war es auf zwei Ständen ausgestellt, beim Verlag tredition und bei Papyrus Autor.

Nach meiner Plakat-Aktion bekam ich die Anfrage von der Augusta Presse für ein Interview. In der Broschüre Blankenfelde-Mahlow kompakt erschien der mehrseitige Artikel Mord und Totschlag in Mahlow . Ab dem Tag waren ich und mein Buch regional in aller Munde.

Das war schon ein aufregendes Jahr damals. Danach ließ ich die Marketingaktionen ruhiger an, da ich zum Schreiben immer weniger Zeit hatte. Auch stand privat eine tiefgreifende Veränderung an.

Um der Vergessenheit entgegen zu wirken, probierte ich daher einen Trailer und stellte Die bildliche Geschichte meines Krimis bei YouTube ein. So konnte ich dem Leser eine visuelle Vorstellung rund um den Tatort meines Buches vermitteln.

Ins Gespräch mit meinen Lesern kam ich auf dem Sommerfest in Mahlow. Der Kultursommertag sollte einen dauerhaften Platz in der Kulturszene des Ortes einnehmen. Neben einem Interview und einer Lesung bekam ich die Möglichkeit, mich in dem Rahmen als Autorin vorzustellen und mein Buch zu verkaufen.

Die Verbindung Foto und Emotion meines Krimis hatte ich zwar gestartet und - ehrlicherweise - gerade erst wiederentdeckt. Die Aktion ist mir irgendwie durchgerutscht. Im Sinn hatte ich einst kurze Textstellen meines Krimis bildlich zu unterlegen und zu veröffentlichen. Ich denke darüber nach, ob ich diese Sache wieder aufleben lasse.

Im Stadtpark von Warnemünde steht die Bücherbüxe. Es ist ein Geben und Nehmen der Buchliebhaber und ein hervorragender Treffpunkt mit Bücherfreunden ins Gespräch zu kommen. Auch meinen Krimi habe ich dort hineingestellt mit einer persönlichen Widmung und einem amazon-Gutschein und der Hoffnung, dass das Buch möglichst rege ausgeliehen wird und viele Leser erreicht.

Um Antworten auf Fragen zum erfolgreichen Buchmarketing zu erhalten, fahre ich regelmäßig auf die LBM. Die Leipziger Buchmesse sagt mir persönlich mehr zu, da sie örtlich erreichbarer, kleiner, übersichtlicher und vor allem autorenfreundlicher ist. Nicht selten traf ich vor Ort Autoren-Kollegen in den weiterbildenden Foren und Veranstaltungen.

An dieser Stelle weise ich gern auf den jährlich  stattfindenden Self-Publishing-Day hin, an dem ich ebenfalls bereits teilgenommen habe. Der Tag für Self-Publisher voller Spannung und Informationen steht ganz im Zeichen der Anregungen, des Austausches und der Diskussion. Spätestens hier bekommst du das Gefühl, unter Gleichgesinnten und als Autorin anerkannt zu sein. In lockeren Gesprächen hast du zahlreiche Möglichkeiten, dich und dein/e Buch/Bücher vorzustellen.

Vorder- und Rückseite




Die Anregung von selbst hergestellten Lesezeichen nahm ich von der Frankfurter Buchmesse mit. Am Stand von Thalia ließ ich mich als Autorin dafür ablichten und fertigte zurück zu Hause gleich selbst welche an.







In regelmäßigen Abständen führt meine liebe Autorenkollegin Lina Mortensen mit ausgewählten Autoren und Autorinnen Interviews durch, welche sie auf ihrer Website veröffentlicht. Als ich im Sommer ihre Anfrage zum Autoreninterview erhielt, freute ich mich über ihr Interesse an mir und meiner Arbeit. Herausgekommen ist ein Interview mit mir, welches mein ICH widerspiegelt. Vielen Dank, liebe Lina!

Natürlich bin ich in zahlreichen Sozialen Netzwerken vertreten. Die regelmäßige Social Media Präsenz halte ich nicht nur für wichtig, um auf mich und meine Arbeit aufmerksam zu machen, sondern auch, um euch meinen lieben Lesern und Interessenten, den Menschen (mich) hinter der Fassade vorzustellen und euch Einblicke in meine Liebe zum Schreiben und Lesen zu geben.

Nun ist mein Rückblick recht umfangreich geworden. Ich bin selbst erstaunt. Einige Punkte, vor allem die der älteren Interviews, sehe ich heute etwas anders, andere wiederum überraschen mich.

Fazit: Es bedarf einiger Überlegungen im Vorfeld, wie und wann ich die nächsten Buchveröffentlichungen starte. Vor allem muss ich mir selbst erstmal im Klaren darüber sein, welchen Weg des Buchmarketing ich einschlagen möchte, denn bei allem Erfolg steht die Freude am Schreiben für mich an erster Stelle.









Montag, 29. Oktober 2018

Mein Autorensteckbrief - 12 kurze Fragen, 12 einfache Antworten

1. In welchem Genre schreibe ich?

Krimi, Subgenre: zwischen Regional- und Noir Krimi
Liebe, Subgenre: Contemporary Romance
Urban Fantasy

2. Mein aktuelles Projekt?

Krimi Nr. 2

3. Bin ich ein Plotter?

Ja, roter Faden muss sein.

4. Wann schreibe ich am liebsten?

morgens

5. Wie sieht mein Schreibtisch aus?

So →→→→→→→→

6. Schreibe ich mit Musik?

Nein, ich brauche absolute Stille.

7. Wo liegen meine Autoren-Stärken?

Ausdauer und Disziplin

8. Und meine Schwächen?

Ich verliere mich viel zu oft in der Überarbeitungsfalle.

9. Was würde ich gern schreiben?

Das, was ich am liebsten lese: Psychothriller.

10. Wann veröffentliche ich mein nächstes Werk?

nach Fertigstellung meines 2. Krimis

11. Geht das genauer?

voraussichtlich 2019, Bitte nicht festnageln!

12. Was sollten Autoren sich nicht so zu Herzen nehmen?

Kritik, wenn sie nicht konstruktiv ist.

Es war mir eine Freude, den Autorensteckbrief zu beantworten. Du willst mehr über mich wissen?
Dann schau doch mal auf meiner Website vorbei → www.silkeboldt.de.


Montag, 22. Oktober 2018

Meine Bibliothek ... Schritt für Schritt zu einem wahren Traum

Als Vielleserin stehe ich von Zeit zu Zeit vor der entscheidenden Frage: wohin mit all den Büchern?

Meinen Umzug vor ein paar Jahren zurück an die Ostsee setzte ich damals gleich mit einem Neuanfang zur Sortierung meines Bücherregals.
Voller Euphorie begann ich sogleich damit, die vorhandenen Regale zu befüllen. Alles, was kein Buch war, wurde streng aussortiert. Bis zur hauseigenen Bibliothek hatte ich mir die Regenbogenvariante vorgestellt und ... stieß schnell wegen Platzmangels erneut an meine Grenzen.
Dazu kam die quälende Entscheidung, welche Bücher stelle ich überhaupt in die Regale? Welche belasse ich im Karton? Welche kommen wohin? Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder Schlafzimmer? In dem sind meine Bücher übrigens bis heute strikt sortiert nach rotem und weißem Cover, farblich angepasst an die Möbel. Diogenes fügte sich da prima ein 😃

In der Realität mussten viele meiner Leseschätze tatsächlich in Umzugskartons verbleiben. Von denen, welche auf den Dachboden verbannt wurden, rede ich gar nicht erst. Da blutet mir das Herz. Die Exemplare dort oben sind allerdings durchgängig ältere Ausgaben, ein winziger Trost. Hier hat letztlich die Vernunft gesiegt.

So platzte mein schöner Traum von der Regenbogensortierung schneller als ausgeführt, weil sich die vorhandenen Regale füllten und füllten.

Silkes Traum

Auszug aus Silkes Wirklichkeit







Kurzzeitig standen die Werke wohlgeordnet nebeneinander, dann stapelten die ersten aufeinander und nun lagern sie zudem hintereinander.





Kein Wunder, dass so manches gute Buch ins Hintertreffen geriet, und ich mittels Leseplan jetzt zumindest dem Vergessen entgegenwirke.

Dennoch rufen meine Bücher alle paar Wochen nach einer Neuordnung, weil hinzugekommene Werke wieder mal jede Reihe sprengen. Dann sortiere ich erneut schweren Herzens gelesene Exemplare in Kartons 😢

Das Einfachste wäre ja, sich von einigen Büchern zu trennen, was zugegebenermaßen für mich nie infrage kommt, oder sich eben ein paar neue Regale anzuschaffen, um letztlich alle Bücher einzusortieren. Aber in unserem Zuhause mit mehreren Personen beraten wir gemeinsam, stimmen ab und kaufen dann. Was an sich eine feine Sache ist, stellt sich als ausführlicher Diskussionspunkt heraus mit vielen verschiedenen Varianten. Bis zur Entscheidung bleibt der Zustand wie er ist, und ich stapele weiter. Letztlich ist es eine Frage der Zeit und der Geduld.
Ich habe beides 😊 und irgendwann wird der Traum meiner geordneten Hausbibliothek wahr 📚

Montag, 8. Oktober 2018

Ein einfacher Weg nach Florida

Urlaub, Ferien, Holiday - ich kann mich glücklich schätzen. Diese Woche ist es wieder soweit.
Wo geht es hin? Was machst du?

Nein, ich fliege weder ins Ausland, noch plane ich eine weite Reise.
Dieses Mal bleibe ich an der wunderschönen Ostsee. Ich wohne schließlich dort, wo andere Urlaub machen, was ja ganz praktisch ist. Nur manchmal überfällt mich ein bisschen Fernweh. In diesen Augenblicken könnte ich schon wieder die Koffer packen. Aber ständig verreisen, geht ja auch nicht.
Dann helfen ganz einfach Aufzeichnungen, die Sehnsucht bis zur nächsten Reise zu überbrücken.
Es ist schon einige Jahre her, dass ich für ein Internet-Portal die nachfolgende Reisebeschreibung über Florida geschrieben habe, die bis heute keineswegs an Aktualität verloren hat.

Florida ist immer eine Reise wert

Spätestens, wenn in Europa die kühle Jahreszeit Einzug hält, neigen viele Menschen dazu, die Sonne Floridas zu genießen, um gelassen unendliche Räume neu zu entdecken oder in der Kunst des Lebens zu verweilen. Florida bietet neben dem ganzjährigen milden Klima zahlreiche bekannte Attraktionen.
Doch für Florida braucht man vor allem eins - Zeit.
Nichts schmälert die kostbaren Momente des Genießens wie zu wenig davon.

Mit dem Auto lassen sich die faszinierende Natur und die kontrastreichen Metropolen des Sonnenstaates gründlich erkunden. Aber mit dem Wohnmobil spürt man vertrauliche Nähe an den eindrucksvollsten und markantesten Plätzen. Eine Vielzahl Motels und Campingplätze liegen dicht verstreut an den beliebtesten Stellen oder romantisch an den entlegeneren. Der Reisende selbst entscheidet nach seiner Fasson und seinem Geldbeutel.


Neben quirligen Städten wie Daytona oder Miami brillieren die Florida Keys, welche über eine beeindruckende, kilometerlange, im Meer befestigte, Autobahn mit endlos vielen Brücken, erreichbar sind. Jeder Besucher sollte auf Key West am Sunset Point sitzen, eine Frozen Margarita trinken, dem Sonnenuntergang zusehen und anschließend in Sloppy Joe´s Bar auf den Spuren Hemingways wandeln. Zwischen Künstlern, Aussteigern, Rastlosen und Reisenden entbrennen nicht selten die Gemüter über den schönsten Ort Floridas.

Der kann ebenso Sunshine Skyway Bridge heißen. Dieses einzigartige Bauwerk erreicht man nur, indem man nach Verlassen von St. Petersburg die Interstate-Autobahn 275 nimmt. Ein bautechnisches Musterwerk, das den Betrachter gleichsam berührt wie die Everglades.

Das tropische Naturparadies überzeugt mit bewachsenen Grasflächen, undurchschaubaren Sümpfen und verschlungenen Mangrovenbäumen. Aussichtsplattformen, über einfache Holzpfade erreichbar, bilden atemberaubende Anlaufpunkte. Zahlreiche Bootsanbieter, Exkursionsführer und Freizeitskipper buhlen um die Gunst der Besucher. Eine Fahrt mit dem Luftkissenboot kann das absolute Highlight werden, sollte sich der Bootsführer auf einen abenteuerlichen Ritt einlassen. Freischwimmende Krokodile im grün schimmernden Sumpf bilden einen zusätzlichen Anreiz. 

Florida verbindet Abenteuer in der Natur mit Spaß in zahlreichen Freizeit- und Themenparks rund um Orlando sowie Ruhe an den endlosen weißen Stränden entlang der westlichen Küste. Geschichtsträchtige Orte, wie St. Augustine, bilden genauso sehenswerte Mittelpunkte wie Cape Canaveral, als hochtechnologische Basis zahlreicher Space Shuttle Missionen.

Florida ist eine Mischung verschiedenster Kulturen und immer eine Reise wert.

Ich würde lügen, zu behaupten, ich wollte diese Woche nicht dort sein. Doch sehe ich das gelassen. Der Tag wird kommen, die Erinnerungen aufzufrischen 😃
Übrigens über das Gefühl der Gelassenheit und einem Jahreswechsel in Florida habe ich bereits auf meinem Blog geschrieben. Stöbert mal hier: Das Gefühl der Gelassenheit.

Im Leben geht es manchmal anders, als man es wünscht. Ich genieße meinen Urlaub, denn die Ostsee ist ja auch ganz schön.

Montag, 1. Oktober 2018

Das Geheimnis um meinen literarischen Lieblingsverbrecher

Die eine oder andere böswillige Buchfigur geht mir nicht mehr aus dem Kopf. 
Meine Buchlieblinge sind eben Bösewichte mit dem Hang zum Psychopathen, die auf grausame oder durchtriebene Weise ihre Opfer einschüchtern und die Ermittler immer um einen Schritt voraus narren, um letzten Endes eines erbärmlichen Todes zu sterben - zu recht. 

Trotz aller Zwiespältigkeit hat es einer dieser Schurken geschafft, dass ich ihn trotz seiner verbrecherischen Handlungsweise auch noch sympathisch finde - James Elroy Chandler.

Wer das ist? Der Hauptheld des Buches Ich gestehe alles von Johannes Mario Simmel.
Ich besitze eine ältere, geerbte Buchausgabe. Dass sich genau dieses Werk zu einem meiner Lieblingsbücher entpuppen sollte, ahnte ich zum Zeitpunkt der Besitzübernahme natürlich nicht.



Ich mache kein Geheimnis darum, aber Simmel ist einer meiner Lieblingsautoren. Ich mag seinen Schreibstil. In diesem Buch schildert er eindrucksvoll die Veränderung eines Menschen, eben des James Elroy Chandlers, in einer ausweglosen Situation. Das gelingt ihm durch besonders spritzige Dialoge, überraschende Wendungen in der Handlung sowie bemerkenswerten Textstellen wie diesen hier:

"In jedem Leben kam der Tag, an dem man stehenbleiben musste, um, gegen die Wand gelehnt, zu kämpfen." 
"Denn den Erwachsenen gehört die Gegenwart und das Gestern. Den Kindern aber, den Erwachsenen von morgen, gehört die Zukunft dieser Welt."

Aber warum mag ich James Elroy Chandler, einen Bösewicht, wie er im Buche steht?

Dafür sei nur so viel verraten:
In einer Zeit, da Chandler von beruflichen Intrigen umsponnen wird und dessen Ehe zerrüttet ist,  einem außerehelichen Verhältnis nachgeht, erfährt, dass er nur noch ein Jahr zu leben hat. Nur noch ein Jahr!
Was dann in dieser kurzen Zeitspanne geschieht, hat Simmel in einer mitreißenden Story ohne überflüssige Schnörkel dargelegt. 
James Elroy Chandler gleitet ab in ein völlig ungehemmtes Leben, was ich durchaus nachvollziehen kann. Er wird zum Betrüger, Lügner und Mörder. Auf der untersten Stufe des freien Falls erkennt er schließlich, welche Hoffnung ihn trägt. Am Ende der Geschichte findet er zu sich selbst zurück und als Leser neige ich dazu, ihm seine Verbrechen zu verzeihen.

Für mich ist genau diese Erkenntnis ein erstaunliches Fazit um die Story eines ungewöhnlichen Verbrechers.

Montag, 24. September 2018

Warum Worte der Liebe immer beeindrucken


Diese Woche jährt sich der Tag des Liebesbriefchens. 

Briefe zwischen Liebenden spielen immer eine besondere Rolle. Lange nach ihrer Niederschrift sind sie noch Zeugen einer vergangenen Zeit. Sie überdauern diese, selbst wenn die Liebenden nicht mehr da sind. Liebesbriefe stimmen glücklich, traurig, nachdenklich oder euphorisch. Sie bereichern, manchmal zerstören sie, ein anderes Mal sind wir von ihn besessen.

Doch was ist die Liebe?

"Liebe kann alles - nur nicht entsagen", schrieb einst Marie von Ebner-Eschenbach.
Liebe ist ein Zauberwort. Mit ihr scheint die Sonne, leuchtet der Mond und werden die Sterne angezündet. Sie ist für uns extrem wichtig.
US-Forscher fanden sogar Erstaunliches heraus: Liebe kann Schmerzen lindernDie Forscher haben Testpersonen leichte Schmerzen an den Händen zugefügt und ihnen dabei das Foto eines geliebten Menschen gezeigt. Das Schmerzempfinden der getesteten Personen sank um fast 40 Prozent.

Das Lexikon definiert die Liebe so:
"Liebe ist im engeren Sinn die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen zu empfinden fähig ist. Der Erwiderung bedarf sie nicht."

Aber genau das wünschen wir uns für das vollkommene Glück.
Leider kommt es nach drei Jahren der innigen Liebe oft zu einer Krise, meint Rüdiger Opelt, ein Buchautor. "Nach dieser Zeit lässt meist die Verliebtheit nach und Alltagsgeschichten müssen geregelt werden."
Stellt sich die Frage nach der großen, der einzig wahren Liebe.
Eine Umfrage unter Mädchen hat ergeben, dass vier von fünf an die große Liebe glauben, obwohl in den vergangenen Jahren die Tendenz der Scheidungsrate zunahm.

Und wie wirkt sich die Liebe auf die Zufriedenheit aus?

Athur Aron, ein US-Psychologe hat erforscht, dass Paare, die Aufregendes miteinander erleben, viel zufriedener sind. Zufriedene Paare leben im Durchschnitt vier Jahre länger als unzufriedene. 
Aber wo beginnt die Zufriedenheit? Details zu ergründen, liegt im Ermessen eines jeden Paares.
Ein Liebesbrief kann Teil dieser Zufriedenheit sein, drückt er doch die geheimsten Sehnsüchte des Herzens aus. 
Ich erinnere mich an zahllose zusammengeknüllte Seiten, ehe die passenden Worte aufs Papier geflossen sind. Und ja, auch ich durfte einst geschriebenes Glück in den Händen halten und habe darüber gelegentlich einige Tränen verloren.

"Zu zweit die Welt vergessen, um zu zweit an ihr zu bauen, das ist die Dynamik der Liebe."
Ingrid Koller

Ein Hoch auf die Liebe und den Liebesbrief 💘



Montag, 17. September 2018

3 Bücher, 3 Gründe für meine Liebe zum Lesen

Ich lese regelmäßig und alle Genre, ob Vergangenheit, Gegenwart oder Klassiker.  Dabei spielt die Quantität des Lesestoffes eine zweitrangige Rolle.
Aufgrund der Vielzahl und mangels Platz steht eine erhebliche Anzahl meiner Bücher nicht wohlgeordnet im Regal, sondern liegen, stehen, stapeln sich an verschiedenen Orten im Haus, leider bis hin zur Lagerung in Bücherkisten. Damit kein Buch mehr an irgendeiner Stelle in Vergessenheit gerät, aus Erfahrung wird Frau klug, lese ich die Werke seit einiger Zeit nach einem bestimmten System, deren Abfolge ich auf meinem Tablet gespeichert habe. Ein weiterer, nicht unwichtiger, Grund diese Reihenfolge auch einzuhalten, ist meine Vorliebe für Thriller und Krimis. Ich würde tatsächlich immer vorrangig nach meinem Lieblingsgenre greifen.
Diszipliniert wie ich bin, halte ich mich nun an meine selbstauferlegte Vorgabe. 😃
Nur im Urlaub gestatte ich mir Ausnahmen.


Letzten Endes bin ich froh über diese Verfahrensweise, denn so manches Buchjuwel wäre mir womöglich bis zu einem unbestimmten Tag verborgen geblieben, wie das Buch Wir heißen euch hoffen von Johannes Mario Simmel.
Obwohl ich die Bücher des Autoren sehr gern lese, habe ich den Lesestart dieser etwas älteren Ausgabe, ein Erbstück, mit immerhin 638 Seiten immer wieder verschoben. Dabei greift Simmel ein hochinteressantes, sehr komplexes Thema auf, das noch heute aktuell ist - der Kampf gegen Drogen, speziell Heroin. Das großartige Buch prägt ein herausragender Protagonist, der alle Höhen und Tiefen eines bewegenden Lebens durchlebt. Neben diesem faszinierenden Charakter hat Simmel ein Buch geschaffen, dessen Irrungen und Wendungen den Leser bis zum Ende in Atem halten. Da freue ich mich auf einen nächsten Simmel aus meiner hauseigenen Bibliothek.

Wer von euch ab und zu einen Blick auf meinen Blog wirft, kann anhand des Tools von LovelyBooks meine aktuelle Leselektüre und den Lesestand verfolgen.
Zur Zeit lese ich den Erotik-Thriller Kill Girl - Tödliches Verlangen von A.R. Torre.
Dieses Buch ist fast ein Exot in meinem Bücherregal. Ich bin eher ein Leseanfänger dieses Genres, aber lesefreudig genug, um mir angekündigte gefährliche Abgründe gemäß Klappentext nicht entgehen zu lassen. Nur so viel sei verraten, der Anfang liest sich vielversprechend.

Für die absehbare Zukunft habe ich mir bereits Die erste Nacht von Marc Levy aus meinem Bücherregal vorgemerkt.
Sein Buch Solange du da bist war für mich ein absolutes Lese-Highlight. Ich habe es schon mehrere Male gelesen. Zahlreiche Klebezettelchen verzieren dessen Rand aufgrund der vielen bemerkenswerten Textstellen. Ich bin ein Fan des Werkes und daher super gespannt auf das nächste fantastische Buch von Levy auf meiner Bücherliste.

Drei Bücher, drei verschiedene Genre und es darf gern so weiter gehen. 📖
Doch wenn ich mir meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) anschaue, frage ich mich, wann ich die alle lesen will, zumal fortlaufend neue Exemplare hinzukommen. Ich kann eben nicht aus meiner Haut und komme an keinem Buchladen oder Bücherstapel vorbei. Dankbar nehme ich sowieso jedes Buchgeschenk an.

So ist das eben mit meiner Liebe zu Büchern. Ein Tag ohne Lesen ist für mich undenkbar.








Montag, 10. September 2018

Die Wahrheit über 6 Gründe und mehr, die mich vom Schreiben ablenken

Mit den Ablenkungen ist das so eine Sache.
Schreiben kannst du doch jederzeit. Du kannst es dir ja einteilen. Diese Aussagen flogen mir schon des Öfteren um die Ohren.
Im Grunde ist es auch so, doch habe ich festgestellt, dass ich abends nicht gerade meine kreativste Phase habe. Also integriere ich meine Schreibgewohnheiten gütlich in meinen Tagesablauf. Doch genau daran scheitert es mitunter. Zwar versuche ich Störfaktoren auszublenden, doch klappt das nicht immer. Treten die Ablenkungen, ob notwendige und/oder selbstgemachte, an mehreren Tagen hintereinander auf, werde ich schon mal ungeduldig bis unzufrieden und manchmal sogar ungehalten meinen Mitmenschen gegenüber.
Man möge mir das verzeihen☺

Termine
Es gibt so Tage, an denen lässt sich beispielsweise ein Arzttermin nicht umgehen oder ein notwendiger Handwerker kündigt sich an. Diese Spezialisten arbeiten meistens vormittags und manchmal mit einem langen Atem. Der Tag trödelt so dahin, es wird Nachmittag, und ich habe gefühlt nichts geschafft, schon gar nicht am Schreibtisch. Ehe ich mich versehe, kündigt sich die nächste Ablenkung an.

Familie und Freunde
Das Problem mit dem Home-Office sind die Erwartungen meiner Lieben. Da komme ich zurück auf meine Eingangssätze. Alle sind der Meinung, wenn du schon zu Hause arbeitest, kannst du noch Dies und Das erledigen, besorgen und einkaufen und der Haushalt macht sich fast von allein. Mit Hilfe von Maschinen, Putzroboter & Co ist alles kein Thema. Ach ja, wir müssten uns mal wieder zum Kaffee, Essen oder Bummeln treffen.
Mal bin ich mit Freude dabei, ein anderes Mal lehne ich freundlich, aber diszipliniert ab. Meine Familie kennt zudem das Schild der wenigen Worte. Es hängt fast täglich an der Arbeitszimmertür: BITTE NICHT STÖREN! Mit dieser Situation umzugehen, ist für alle Beteiligten nicht immer einfach.




Soziales Netzwerk
Wer überall dabei ist, sollte sein Netzwerk auch pflegen. An sich eine schöne Sache, zu schön, denn sie verbraucht einen Teil meiner Zeit und lädt ständig zur Ablenkung ein. Nur eben ein Blick aufs Handy, weil doch schon wieder etliche Icons angezeigt werden.
Was ist los bei Facebook? Und ja, ein paar Tweets, die paar Zeichen sind schnell geschrieben. Auf Instagram die neuesten Likes und Abonnenten checken und ... hängenbleiben. Es gab so manche Stunde, die ich so zugebracht habe. Hinterher ärgere ich mich schon mal ob der vergangenen Zeit. Ich schalte daher seit Neuestem öfter mein Telefon auf stumm und lege es bewusst außerhalb meines Sichtfeldes.

Bilder, Homepage, Blog und Planung
Natürlich müssen viele Dinge auch vorbereitet werden. Nur leider verzettele ich mich manchmal dabei. Da bleibe ich an meinen Bildern für die Netzwerke kleben, bereite sie vor, probiere Filter aus, bearbeite sie und und und ... eine oder mehr Stunden sind um. Oder noch schnell die Homepage aktualisieren, bevor ich beginne zu schreiben. Nur, dass das manchmal eben nicht so schnell funktioniert, wie ich es mir vorstelle, wieder ist wertvolle Zeit um.
Die Arbeit an meinem Blog betrachte ich da als Ausnahme. Hierfür schreibe ich schließlich Beiträge, und die nicht minder gern, als das Schreiben an meinen Projekten.
Die Planung aller Posts für mein Netzwerk nehme ich anhand einer Excel-Tabelle vor. Das bedeutet viel Arbeit, aber nur so behalte ich den Überblick. Seitdem die Tabelle steht, geht es wenigstens zügiger von der Hand. Einen großen Teil bilden überhaupt die Überlegungen, was stelle ich wann, wo und wie ein. Ohne meine Planung läuft eben nichts. Dafür ist sie ständig aktuell.

Garten & Spaziergänge
Besonders an sonnigen Tagen lasse ich mich gern hinreißen, den Schreibtisch zu ignorieren. Im Garten gibt es schließlich immer etwas zu tun, und wenn die Sonne lacht, und das blaue Meer ruft ... bin ich weg.
Diese Art der Ablenkung sehe ich aber positiv. Immerhin tanke ich meine kreativen Speicher auf, lasse meinen Gedanken freien Lauf, entwickele an der frischen Luft Ideen oder power mich schon mal richtig aus, um den Kopf frei zu bekommen. Die Zeit draußen in der Natur vergeht immer zügig. Ehe ich mich versehe, sind ein paar Stunden um, ohne eine einzige Zeile geschrieben zu haben. Das Schreiben am Abend kann ich dann auch vergessen, weil zu Hause aufgestaute Dinge abgearbeitet werden müssen. Mein schlechtes Gewissen kompensiere ich mit dem guten Gefühl, an diesem Tag etwas für meine Gesundheit getan zu haben.

Banken, E-Mail-Check, Google
Last but not least, der tägliche Banken- und E-Mail-Check, weil man ja immer den Überblick behalten will. Das sollte zügig erledigt sein, wären da nicht diese E-Mails, deren Bearbeitungen sofort erforderlich sind. Nun ja, müssen manche Antworten tatsächlich sofort erledigt werden? Kommt es wirklich auf 2-3 Stunden an? Wenn es nur dabei bliebe, ginge es noch. Hinzu gesellt sich oft ein Ich-muss-mal-eben-Dies-und Das-googeln. Ja, und das kann schon mal länger dauern. Von einem Detail google ich ins nächste und schon ist eine Stunde um. Na sowas!

Und mein Fazit?
Da verfahre ich seit Jahren nach dem Motto: Alles ist eine Frage der Organisation.
Doch wie ihr seht, gibt es Tage, da hebele ich das aus und verzettele mich. Selbst schuld! Das mir das nicht allein so ergeht, habe ich bereits von Kollegen gehört, tröstet mich jedoch wenig. Letzten Endes ist es also eher eine Frage der Disziplin, die jeder für sich selbst beantworten muss.
Aber tut es nicht manchmal gut, dem inneren Teufelchen einfach nachzugeben? 😈

Montag, 3. September 2018

Schweigeminute ... weil Du niemals wirklich gehst

Ein Mal im Jahr feiere ich Deinen Tag - seit vielen Jahren ohne Dich.
Du bist fort, nur Deine Spuren sind mir geblieben.
Nie wieder kehrst Du zurück.
Doch will ich nicht traurig sein an Deinem Tag.
Siehst Du die Luftballons in den Himmel steigen?

An diesem Tag siegt die Erinnerung.
Sie rollt heran wie das wogende Meer, welches Du so geliebt hast.
Die Wellen plätschern an den Strand, umspülen meine Füße.
Du bist dort draußen. Ich spüre Deine Gegenwart.
Gibt es für uns ein Wiedersehen?


Die Möwen schreien, wenn ich stumm bleibe.
Die Sonne lacht, wenn ich weine.
Ich gehe am Strand entlang bis die Nacht hereinbricht.
Die Sterne leuchten am Firmament.
Die Zeit heilt alle Wunden?

Nein, das tut sie nicht!
Zwar schließen sich die Wunden, doch zurück bleiben Narben.
Ich trage sie auf meiner Seele. In meinem Herzen trage ich Dich.
Ich laufe weiter jeden Tag. Du wärst stolz auf mich.
Was ist schon eine Stunde in einem erfüllten Dasein?

Die Liebe zu Dir und zum Meer, beides bleibt für immer.

"Was wir die Wirklichkeit nennen, ist eine bestimmte Beziehung zwischen Empfindungen und Erinnerungen." (Marcel Proust)

Montag, 27. August 2018

Ellas Autoreninterview mit mir

In regelmäßigen Abständen führt meine liebe Autorenkollegin Ella Larssen auf ihrer Website interessante Interviews mit ausgewählten Autoren und Autorinnen.

Auch ich erhielt von ihr die Anfrage, ob ich nicht dabei sein wolle. Und ob! Ich war Feuer und Flamme und freute mich über ihr Interesse an mir und meiner Arbeit.

Ihre Fragen gaben mir den Anstoß, genauer über meinen schriftstellerischen Werdegang sowie die zukünftigen Projekte nachzudenken und meine Überlegungen in Worte zu fassen. So gründlich hatte ich noch nie über alles nachgedacht. Doch es hat sich gelohnt. Herausgekommen ist ein Interview, welches hunderprozentig mein ICH widerspiegelt. 

Das Interview mit Ella, wichtige Links zu meinen Social Media Kanälen sowie eine Kurzvorstellung meines Krimis IM ZAUBER DER MADONNA findest du auf meiner Website.



Das Autoreninterview mit mir findest du hier: Interview mit der Autorin Silke Boldt


Auf der Website der Autorin Ella Larssen kannst du neben dem Interview mit Silke Boldt zahlreiche weitere entdecken. Darüber hinaus findest du bei Ella interessante Artikel, Bücherneuheiten sowie Leseproben. An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal herzlich bei Ella für ihre Mühe und Unterstützung. 

Die Vernetzung mit den Kollegen ist Teil des Rückgrats eines jeden Autoren. (Click-to-Tweet)

Meinen Lesern und Interessenten wünsche ich viel Spaß beim Lesen des Interviews und beim Stöbern auf den Websites 👀

Montag, 20. August 2018

3 Urlaubsorte, diesen Sommer neu entdeckt

Dieses Jahr verbrachte ich meinen Sommerurlaub in Ungarn und Österreich. Nach vielen Jahren habe ich erstmals wieder Budapest und Wien besucht.

Ein paar Tage genoss ich das Leben ohne Internet, gewann neue Eindrücke und Ausblicke. Ohne Stress hatte ich endlich genügend Zeit zum Nachdenken über das eigene Ich, die Arbeit, die Ausrichtung und die Zukunft.
Hurra, geht doch! Aber ... der Urlaub war viel zu kurz. Die Stunden eilten viel zu schnell vorbei.

Ich schlenderte durch Budapest, sog das quirlige Stadtbild, welches geprägt durch eine Vielzahl junger Leute war, tief in mir auf. Täglich fuhren die Fährschiffe auf der Donau mit bunten Lichtern bis spät in die Nacht, Cafés und Restaurants waren bis auf den letzten Platz besetzt, Lachen und Fröhlichkeit in einer Großstadt im Herzen Europas.
Ein berührender Anblick waren die ca. 60 Paar Schuhe aus Metall südlich des Parlamentsgebäudes. Still erinnern sie an die Hinrichtung der verfolgten Juden in Budapest, welche einst an der Donau erschossen wurden.

Doch mitten in die Gedanken an all die Unschuldigen quetschte sich auch das erhebende Gefühl jener Freiheit, die einst zum Symbol neuer Perspektiven mutierte. Ich möchte es niemals missen.
Danke Budapest und deinen freundlichen Einwohnern!



Neue Wege und ganz viel Zeit zum Lesen fand ich am Balaton. In dösiger Hitze schrieb ich keine einzige Zeile, wenn ich meine Reiseaufzeichnungen einmal außer Acht lasse. Dafür sammelte ich neue Ideen, stellte manch Vorhandene infrage. Vielleicht sollte ich künftig mehr meinem inneren Ich lauschen.

Ich fühlte mich selten so erholt. Auf Wiedersehen am Balaton!


Volksgarten Wien mit Blick auf das Rathaus

Last but not least, verliebt in Wien, wie ist das möglich.
Es genügen nur ein paar Worte: die Stadt faszinierte mich.
Sie trägt zu Recht den Titel der lebenswertesten Stadt. Jedes Highlight habe ich abgelaufen. Ich wollte alles in kurzer Zeit. Meine Füße haben das gespürt. Doch was bedeutet schon der physische Schmerz gegen den eines sich verzehrenden Herzens angesichts der geballten Schönheit dieser Stadt?

Eines Tages kehre ich dorthin zurück, so viel ist sicher. Vielleicht für länger - wer weiß. Vielleicht für ein paar Momente, und seien es nur Augenblicke, um diese City mit jeder Faser zu genießen.

Ohne Frage wäre ich gern länger in Wien geblieben, doch die Pflicht ließ sich nicht abschütteln.

Kleiner Tipp: Das 5*Hotel Topazz steht mitten in der Innenstadt, in der Nähe des Stephansdoms, und bietet oft günstige Angebote zur Übernachtung. Die "Bullaugenfenster" des Hotels erinnern an die eines Schiffes.

Inzwischen hat mich der Alltag wieder fest im Griff, aber die Erinnerungen an wunderschöne Urlaubstage begleiten mich fortan. Allen, denen der Urlaub noch bevorsteht, wünsche ich eine unbeschwerte freie Zeit!


Montag, 23. Juli 2018

Wie du jetzt 5x deinen Lesesommer neu entdeckst

Sommerzeit ist Lesezeit - in Büchern, Zeitschriften oder eben auf Blogs.
5 meiner Beiträge habe ich für deinen Lesesommer zusammengestellt. Viel Spaß beim Stöbern!

Eine sommerliche Reise an meine Lieblings-Lese-Orte
Unumstritten ist das Lesen Teil meiner Lieblingsbeschäftigungen.
Doch wo liest es sich am besten?


                         

... Ich habe ... einige viel besuchte Orte für mich neu entdeckt. 
Ganz wunderbare Leseplätze außer Haus, die ich gern und immer wieder aufgesucht habe. 
Du findest sie hier: Eine sommerliche Reise an meine Lieblings-Lese-Orte.

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Zwischen Traum und Fantasie

Immer, wenn ich ein neues Schreibprojekt starte, ging dem ein Traum voraus 
oder die Fantasie mit mir durch. 


Wie ist das mit der Fantasie, 
mit dieser Fähigkeit, sich Dinge ausdenken 
und vorstellen zu können? 
Mir widerfährt mitunter nur ein Satz, 
ein Wort, eine Person oder eine Situation, 
manchmal ein Traum, und schon regt sich 
meine Fantasie um einen künstlerischen 
Einfall. 
Es ist das Leben, das mir die Zutaten reicht. 
Lies mal, wie ich mich zwischen 
Traum und Fantasie wiederfinde.

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Empfehlenswerte Lesefavoriten
Von den gelesenen Büchern 2017 waren die nachfolgenden meine Favoriten, weil sie sich durch 
sprachlich besondere Textstellen, kurzweilige Plots, spritzige Dialoge, überraschende Wendungen,
gefühlvolle oder mitreißende Stories, markante Charaktere oder interessantem Hintergrundwissen 
ausgezeichnet haben.


Ein fantastischer Lesespass, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.
Weitere LeseFavoriten, die mir besonders gefallen haben, findest du hier.

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Wie ich das Geheimnis vom Schreiben für mich entdeckte
Bereits während der Schulzeit begann ich Stimmungen, Träume, Sehnsüchte und Ängste 
festzuhalten. Es entstanden viele beschriebene Seiten in meinem Tagebuch - natürlich alles streng
geheim. Irgendwann kamen kleinere Geschichten hinzu, später längere. 
Beruflich und familiär bedingt, geriet das Schreiben zunächst in den Hintergrund, doch in 
Gedanken trug ich stets den Traum von eigenen Büchern mit mir herum. 

                                                                     

Und ein Erlebnis beflügelte mich, in meinem Wunsch zu schreiben. 
Oder legte es gar den Grundstein? Davon erzähle ich hier.

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5 beeindruckende Lese-Plätze garantieren Glück


Da Reisen und Bücher genial zusammenpassen, habe ich neben örtlichen Highlights auch 
traumhafte Leseplätze im Ausland für mich entdeckt. 

Von all diesen Orten fiel mir einst die Trennung schwer, denn ihnen wohnte ein besonderer 
Zauber inne.


Natürlich gibt es weitere Plätze, die Glücksgefühle versprechen, aber alle aufgeführten Orte 
strahlten eine Magie aus, von der ich wochenlang gezehrt habe. Lies mal hier.

                            😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎😎

Was für ein Lesesommer - das Wetter spielt mit, die Sonne strahlt und bald geht es los ...
Der Sommer wird heiß. Ich jedenfalls wünsche euch glückliche Tage, unvergessliche Momente
und eine Wahnsinns-Lesezeit. Bis bald! Wir lesen uns wieder 👀 😉