Montag, 12. November 2018

Mehr Zeit für Autorinnen - Beeindruckt von einem Cover

Der Autorenblogger und Schriftsteller Sven Hensel hatte im Mai 2017 eine tolle Aktion ins Leben gerufen, #Autorinnenzeit. Deren Aktualität hat nicht abgenommen, im Gegenteil, Autorinnen sollte wesentlich mehr Beachtung im Literaturbereich geschenkt werden.

"Frauen im Literaturbetrieb werden, trotz der vielen Artikel und Fingerzeige auf das Problem, zu oft belächelt, ihr Schreiben „mit Anspruchslosigkeit gleichgesetzt“ (Autorin Zoë Beck in einem Beitrag der Welt), bei Preisverleihungen übergangen, sofern sie überhaupt einmal nominiert/vorgeschlagen werden, und sie haben weiterhin mit einer gläsernen Decke zu kämpfen, die sie daran hindert, zu ihren männlichen Pendants aufzuschließen, sei es in der gesellschaftlichen Wertschätzung oder auch ihrer Stellung im Literaturbetrieb." (Zitat Autor Sven Hensel)

Die Aktion #Autorinnenzeit ist zwar längst ausgelaufen, doch Autorinnen weiterhin in den Focus der sozialen Netzwerke zu rücken, ist auch mein persönliches Anliegen. So nehme ich den Anstoß zur Überlegung auf und weise in loser Folge explizit auf das Buch/die Bücher einer Autorin aus meinem Bücherregal hin.

Die Reihenfolge der Publikationen entsprechen keiner Wertung. Auch verzichte ich auf die Veröffentlichung von Rezensionen. Diese sind in meiner persönlichen Online-Bibliothek abgelegt.

Vor einiger Zeit las ich das Buch Die Bucht, die im Mondlicht versank von Lucy Clarke.



Das Buch gehört zu jenen Werken, von denen mir zuerst das wunderschöne Cover mit dem Seesternchenmotiv am Beschnitt auffiel. Im Allgemeinen ist das für mich nicht ausschlaggebend für einen Kauf. Doch hier harmonierte das Cover mit dem Titel, der mich zunächst eine Romanze vermuten ließ. Obendrein machte mich der Klappentext neugierig. Die Autorin war mir bis dahin völlig unbekannt. Ich besaß kein einziges Buch von ihr, hatte jedoch von dem Titel bereits gehört. Nun ja, wie das eben so ist in dieser rasanten Zeit. 
Noch in der Buchhandlung las ich die ersten Seiten, die mich allerdings eher verwirrten, als überzeugten. Dennoch kaufte ich das Buch. Zugegeben, meine Affinität zum Meer spielte keine unerhebliche Rolle bei der Kaufentscheidung. Ich sollte sie nicht bereuen.

Die Bucht, die im Mondlicht versank erzählt die mitreißende Geschichte zweier Freundinnen, die alles miteinander teilen: jeden Schmerz, jede Freude, jedes Geheimnis bis die Ereignisse sich überschlagen und sich alles ändert. 

Ich habe mich von einer Story mitreißen lassen, die sich langsam entwickelt und sich derart steigert, dass mich das Buch gar nicht mehr losgelassen hat. So sehr mich der Anfang verwirrte, so sprachlos machte das Ende. Neben der Handlung um Lügen und Wahrheiten zogen mich die bildhaften Beschreibungen der Lokalität rund um die Strandhäuschen und eben jener genannten Bucht im Titel in die Geschichte. Die wechselnden Perspektiven steigerten die Dramatik und den Drang zum Weiterlesen ... immer weiter bis zum Schluss.

Was als Coverkauf begann, entpuppte sich beim Lesen als kurzweilige Lektüre. Es wird nicht das letzte Werk von Lucy Clarke in meinem Bücherregal bleiben. Eine mir bis vor Kurzem unbekannte Autorin hat den Wunsch geweckt, weitere Bücher von ihr zu kaufen. 
Ist es nicht das, was sich jede/r Schreibende wünscht? 







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