Montag, 23. März 2020

Was Corona mit uns macht ...

Letzte Woche stand ich erstmals fassungslos vor einem Einkaufsregal. So eine Situation habe ich nie für möglich gehalten, und ich war nicht die Einzige. Ich habe mich tatsächlich gefragt, wessen Geistes Kind denn bitte solche Leute sind, die derart hamstern, dass ein normal einkaufender Bürger vor leeren Regalen steht?

Was Corona mit uns macht ... Blog Silke BoldtWas Corona mit uns macht ... Blog Silke BoldtWas Corona mit uns macht ... Blog Silke Boldt

Es fehlen einem die Worte. 

Natürlich ist die Lage eine besondere und ernst zu nehmen, natürlich haben Leute Ängste und Sorgen. Die habe ich auch. Trotzdem ist das kein Grund zu horten, dass die eigenen vier Wände zum Warenlager werden. Selbst bei höchster Alarmstufe wird eine Quarantäne mit verbundener Ausgangssperre ja wohl kein halbes Jahr andauern. Über so viel Unvernunft kann man nur mit dem Kopf schütteln. Niemand braucht rollenweise Toilettenpapier pro Woche. Bitte denkt doch auch an die Mitmenschen! Solidarität heißt das Zauberwort.

Es liegt mir fern, andere zu belehren, aber es sind viele ältere Bürger, Kranke, Vorbelastete, Kinder, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Sie vertrauen auf uns. Egoismus ist da fehl am Platz. Ein privater Lieferservice hilft da eher. An dieser Stelle ein riesiges Danke an alle, die für unser Wohl unermüdlich im Einsatz sind. 

In diesen Zeiten zeige ich durch Abstand die Nähe zu meinen Liebsten. Ein dankbares Winken wärmt mir das Herz. Ich gebe zu, dass es mir leid tut, um all die abgesagten Abipartys, Umzüge, Mottowochen und Clubtreffen, welche nun nicht mehr stattfinden. Ich konnte den Teenager davon überzeugen, derzeit die Freunde nur online zu treffen oder zu telefonieren. Er hat es sehr bedauert, doch eingesehen. Gesundheit geht vor! Verzicht tut manchmal weh, aber hey, es ist doch nur vorübergehend.

Angesichts der Situation rückt alles andere in den Hintergrund und verliert an Bedeutung. Die nächsten Wochen sind entscheidend für uns alle. Darum werde ich die Regelmäßigkeit, montags an Blogbeiträgen festzuhalten, kurzzeitig unterbrechen sowie die Social Media Präsenz etwas zurückfahren. Das reale Leben und meine Hilfe haben jetzt Vorrang.

In diesem Sinne bleibt bitte gesund, passt gut auf euch und eure Lieben auf. Ich freue mich, wenn ihr  mir treu bleibt und gelegentlich hier oder auf meiner Homepage www.silkeboldt.de vorbeischaut oder mich auf den Sozialen Netzwerken besucht.

Ich wünsche euch alles Gute. Wir lesen uns bald wieder, versprochen.



Montag, 16. März 2020

Wie du mit Hilfe dieser 3 Links dein Buch korrigierst ...

Dein Text bildet eine Einheit mit der Qualität. Oder etwa nicht?

Immer nach Skriptende stellt sich die Frage nach dem Korrekturlesen. Viele deiner Fehler im Text kannst du selbst bereinigen. Das ersetzt jedoch kein professionelles Korrektorat. Ich habe einige Zeit damit verbracht, mir Tipps rund um das Korrekturlesen herauszusuchen.

Wie du mit Hilfe dieser 3 Links dein Buch korrigierst ... Blog Silke Boldt







Damit du wertvolle Zeit sparst und diese zum Schreiben nutzen kannst, gebe ich 3 wichtige Link-Tipps zu diesem Thema an dich weiter. Sie helfen mir jedes Mal aufs Neue, meinen Schreibprozess zu verbessern.






Es ist mühsam, einen Text zu überarbeiten. Mit Hilfe dieser Checkliste für die Überarbeitung deines Romans von Annika Bühnemann bekommst du eine Übersicht über die Überarbeitungsschritte. Schau mal rein!

Rechtschreibung, Grammatik, Komma- und Zeichensetzung, Buchstabendreher und und und ... das alles fliegt einem Autoren um die Ohren, wenn der Text zum Korrekturlesen bereit liegt.
Die 10 Tipps zum Korrekturlesen von epubli sind ungemein hilfreich, die Qualität deines Textes anzuheben.

In meinem Blogbeitrag  LBM ... Erkenntnisse in der Nachbetrachtung noch immer aktuell bin ich bereits auf das Selbstlektorat für Selfpublisher eingegangen. Im Rahmen der Leipziger Autorenrunde habe ich damals die freie Lektorin Susanne Pavlovic kennengelernt. Sie legte ihr besonderes Augenmerk auf das
10-Punkte-Textlektorat von Andreas Eschbach, welches ich selbst seitdem anwende.

Nach deiner ersten Korrektur schadet es nicht, den Text von jemandem anderen, möglichst keinem Familienmitglied oder dem/der besten Freund*in, gegenlesen zu lassen. So bekommst du ein erstes Feedback und löst dich von deinem inneren Blick als Autor*in.

"Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will." 
(William Faulkner)

Ich habe aber auch schon erlebt, dass das erste Gegenlesen einige Verwirrung stiftet. Probier es aus, wie du am besten die Korrektur deines Textes voranbringst.

Am Ende zählt nur die Begeisterung des Lesers für dein Buch 📕 Ich wünsche dir maximalen Erfolg.




Montag, 9. März 2020

Wie ich mich gegen den Druck wehre ... ein Update

Diese Woche sollte in Leipzig wieder die Buchmesse stattfinden. Bekanntlich wurde sie abgesagt. Ausgerechnet dieses Mal hatte ich mich mit dem Gedanken getragen, mal wieder dabei zu sein, um mich weiterzubilden, Autorenkollegen, Leser und Interessenten zu treffen oder die Neuigkeiten aus dem Literaturbetrieb zu erkunden. Nun denn, die nächste LBM kommt bestimmt.

Die Absage der LBM ist sicherlich ärgerlich oder bedauerlich, je nachdem, für jene Autoren, die mit der Veranstaltung die Neuvorstellung ihrer Bücher verbinden. Die Messe ist eben eine ausgezeichnete Möglichkeit, das eigene Buch an den/die Leser*in zu bringen.
Ich persönlich wehre mich gegen den Druck, zu jeder Buchmesse ein neues Werk vorstellen zu müssen. Ich muss gar nichts, sondern gehe die Dinge lieber langsam an. Ich will mich nicht mehr selbst in Bedrängnis bringen. Das schafft nur unnötige Spannungen und macht unzufrieden.

"Zufriedenheit ist ein stiller Garten, in dem man sich ausruhen kann." (Ernst Ferstl)
Natürlich bin ich weit entfernt davon, mich auf den Lorbeeren auszuruhen. 

Wie ich mich gegen den Druck wehre ... ein Update - Blog Silke Boldt




Eigentlich ist ja die Winterzeit geradezu ideal, seine Projekte voranzutreiben, aber im Augenblick habe ich Schwierigkeiten, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Alle Wege scheinen von Dornen besetzt. Zudem schwirrt mir der Kopf um Themen, die nicht das Schreiben betreffen. Deshalb komme ich nur sehr mühsam voran mit meinen Projekten, viel mehr arbeite ich an meinem Blog, der Homepage, beschäftige mich mit Social Media und anderen Dingen.





Wenn ich schreibe, dann an meinem 3. Krimi. Der List 3 lässt mich nicht los. Der 2. steckt immer noch in der Korrektur. Das laute Vorlesen unterlasse ich weiterhin, da ich meine Stimmbänder seit der Kehlkopfentzündung Ende letzten Jahres schonen muss. Ich denke über andere Korrekturmöglichkeiten nach. Immer wieder werfen mich irgendwelche Angelegenheiten im Tagesgeschäft zurück, bremsen mich ein und am Ende habe ich mein Tagesziel verfehlt. Unter die Enttäuschung mischt sich mitunter das Gefühl der Überforderung. Ich kämpfe dagegen an und stecke mir kürzere Ziele. Die Einteilung in kleinere Abschnitte macht mir Mut an gewissen Abläufen festzuhalten.

"Die größten Enttäuschungen haben ihren Ursprung in zu großen Erwartungen." (Ernst Ferstl)

Ich setze mich also gerade mit einigen Widersprüchlichkeiten auseinander, brüte über meine Ausrichtung und arbeite an einer Strategie, meine Bücher zu veröffentlichen. Ich weiß noch nicht, wie die Sache ausgeht, aber eines ist gewiss, ich schreibe weiter und lasse mir die Zuversicht nicht nehmen.





Montag, 2. März 2020

Wenn Du wüsstest, wie wertvoll leben ist ...

... hast Du mich einst gefragt.

Damals wusste ich keine Antwort darauf, ich lebte eine glückliche Kindheit. Und ehrlich: das Glück blieb mir bisher größtenteils treu im Leben, bis auf ein paar Ausnahmen. Die kennst Du bestimmt, auch wenn Du nicht mehr bei mir bist.

Selbst nach vielen Jahren erinnere ich mich an die Einzelheiten eines unserer letzten Gespräche.

Die Verzweiflung stand Dir ins Gesicht geschrieben. Die Aussicht auf eine Spenderleber war denkbar schlecht, mehrere Jahre Wartezeit hieß es. Doch wollten wir die Hoffnung nicht vorschnell aufgeben.
Immerhin war Dir schon ein Mal Zeit geschenkt worden, Zeit, in der Du erkannt hattest, wie wertvoll leben ist.

"Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden." (Mark Twain) #zitat

Oft dachten wir an den jungen Motorradfahrer. Durch ein Unglück verlor er sein Leben und rettete Dir das Deine mit einer Niere. Wir feierten damals das Glück, als Dein Körper das fremde Organ angenommen hatte. Seit jenem Tag hattest Du zwei Mal im Jahr Geburtstag. 13 Jahre wurden Dir geschenkt. 13 Jahre, in denen Du mit uns weiterleben durftest. 13 Jahre, die im Laufe der Zeit immer wertvoller wurden, besonders für Dich.

Wenn Du wüsstest, wie wertvoll leben ist ... Blog schreiben Silke Boldt

"Siehe jeden Tag an wie ein Blatt im Wanderbuch Deines Lebens. Sorge dann dafür, dass auf jedem Blatt etwas Gutes aufgezeigt wird." (Alban Stolz) #zitat

Es hatte nicht geklappt mit der Spenderleber für Dich. Doppeltes Glück war Dir nicht vergönnt.

Seit dem Tag, an dem Du mit dem Schiff Deine letzte Reise angetreten hast, trage ich einen Organspenderausweis bei mir. Du hast mich einst gefragt, ob ich wüsste, wie wertvoll leben ist.
Seit dem Tag, da Du nicht mehr bei mir bist, weiß ich es.


Montag, 24. Februar 2020

Was Leser fragen zum Zauber der Madonna und zum Schreiben

Immer wieder gern stelle ich mich den Fragen meiner Leser*innen. Ich freue mich über das große Interesse an meiner Arbeit und bedanke mich bei allen Unterstützern.

Woher kam die Idee für den Krimi IM ZAUBER DER MADONNA?
Mich inspirierte mein damaliger Wohnort mit seinen facettenreichen Charakteren. Es genügte, mit offenen Augen durch die Straßen zu gehen.

Welchen Schritt hast du für die Umsetzung des Kriminalromans zuerst in Angriff genommen?
Ich notierte mir in groben Zügen das Handlungsgerüst und legte stichpunktartig die Eigenschaften meines Titelhelden fest?

Gibt es ein Exposé?
Zuerst glaubte ich, ohne auskommen zu können. Meine Meinung änderte ich zügig. Ja, es gibt ein Exposé.


Wie lautet die Zusammenfassung deines Buches?
Im Mittelpunkt steht der Mord an einem vermögenden Kunstsammler. 
Die Story wird durch mehrere Wendungen, der bewegenden Vergangenheit des Opfers sowie der Entwicklung des zuständigen Hauptkommissars und seiner Konfrontation mit privaten Unzulänglichkeiten inszeniert.

Sind weitere Teile der List-Reihe geplant?
Ja. Der zweite, komplett überarbeitete Teil steckt in der Korrektur. Warum der 2. Krimi bisher nicht erschien und welche Schwierigkeiten ich mit dem Schreiben hatte, lest ihr hier: Warum mein 2. Krimi mich selbst verfolgte, und wie ich damit umging. Für den 3. Krimi steht das Handlungsgerüst und die ersten 30 Seiten sind geschrieben.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Vom Tagebuch, über Kurzgeschichten und nach einem Fernstudium fühlte ich mich zum Bücherschreiben berufen.

Wie sieht dein Schreib-Alltag aus?
Unspektakulär, aber diszipliniert, arbeite ich vormittags in meinem Büro an der Umsetzung meiner Ideen. Neben dem Schreiben, recherchiere ich und sichte News und E-Mails. Dazu überlege ich mir sinnvolle Marketingmaßnahmen und Strategien, um mein Buch und mich als Autorin bekannter zu machen.

Welcher Teil des Schreibprozesses ist der schönste?
Den letzten Satz eines Manuskriptes zu schreiben.

Welcher Teil ist der schwierigste?
Der erste Satz. An dem kann ich mir schon mal die Zähne ausbeißen.

Was tust du gegen Schreibblockaden?
Die kenne ich nicht. Sollte es einmal weniger gut laufen, bietet mein Garten stets eine willkommene Abwechslung, oder ich unternehme einen ausgedehnten Spaziergang am Meer.

Welches Genre liest du am liebsten?
Thriller und Kriminalromane, in denen der Held nicht mit actionreichem Draufgängertum, sondern mit dem Einsatz seiner ‚grauen‘ Zellen besticht, denn:

"Schreiben heißt, sich selber lesen." (Max Frisch) #zitat

Wie stellst du dir deine Zukunft als Autorin vor?
Ich schreibe Bücher und Bücher und Bücher. Diese sind von den Lesern begehrt und in allen Buchhandlungen sowie Online-Shops erhältlich.

Wo finden dich die Leser im Internet?
Auf meiner Homepage: www.silkeboldt.de und meinem Blog: http://silkesblog0803.blogspot.de  

Welchen Tipp gibst du anderen Autoren?
Schreiben und Schreiben, immer weiter, und nie den Glauben an sich selbst verlieren ...

"Glauben - das heißt: nicht zweifeln!" (Dag Hammarskjöld) #zitat

... auch dann nicht, wenn es schwerfällt, denn irgendwann werden Disziplin, Fleiß und Durchhaltevermögen belohnt.