Montag, 19. August 2019

Wieso mein Sommer voller Eindrücke steckt ...

Das Boot ist voll, Leute überall an Bord.
Es legt ab und nimmt den direkten Kurs auf die Wasserfälle. In einem blauen Regencape stehe ich am Bug des Schiffes und lehne mich etwas über die Reling. Gischt spritzt mir ins Gesicht. Ich kann es kaum erwarten, die Niagarafälle zu erleben.


Die Sonne brennt. In jedem Wassertropfen spiegelt sie sich wider. Es sind Millionen.
Das Schiff hält nahe der tosenden Wassermassen, welche in die Tiefe stürzen. Der Anblick ist atemberaubend. Wasser von allen Seiten, regenbogenfarben, und ich mittendrin. Das erfrischende Nass perlt über mein Gesicht, läuft in Rinnsalen meinen Rücken hinab. Ich bin durchweicht vom Kopf bis zu den Zehen, lache. Die Sonne brennt weiter. Der Skipper dreht bei, irgendwann fährt er zurück zum Steg. Dort angekommen, nickt er freundlich den erregten Gesichtern zu, die sein Boot verlassen.

Ausdrücke vollendeter Steigerungen gehen mir nicht aus dem Kopf: höher, schneller, weiter. Sie stehen für meinen Urlaub diesen Sommer in den USA und versinnbildlichen Impressionen meiner Amerikareise.
Wie heißt es doch: Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen 🌎 

Skyline New York



Die Hochhäuser in Boston, Washington oder New York sind höher als in Deutschland und meist wahre Glaspaläste. Das gefällt nicht jedem, aber mir. Die Wellen des Atlantik sind wesentlich höher als die der Ostsee.  In Ocean City hast du mit einem Waveboard puren Badespaß.






Der Verkehr auf den Autobahnen verläuft schneller, viel reibungsloser als bei uns - trotz aller Geschwindigkeitsbegrenzungen und der meist vier-, oft sechs- oder gar achtspurigen Straßen, bereichert um Brücken und gewundene Hochbahnen. Bei über 2.400 Meilen Fahrtweg habe ich nicht einen Unfall gesehen. Kaum zurück auf unserer Autobahn A 20 verhielt es sich gleich gegenteilig.

Und last but not least - Amerika ist weiter als Deutschland, was den Netzausbau betrifft. Es gab keinen Ort auf meiner Route ohne Mobilfunkanbindung, freies WLAN in allen Hotels, selbst in  den noch so abgelegenen, dazu öffentlicher Zugang in den Städten. Ich erinnere mich an frühere Reisen, in denen ein Telefonat noch über den Operator angemeldet werden musste. Haben uns hier die Amerikaner etwa wie andere europäische Staaten überholt oder gar abgehängt? 

Besonders auffällig jedoch sind die überall hängenden US-Fahnen. Gehisste Flaggen wohin man schaut, gleichermaßen in Städten, Dörfern, an einzelnen Gehöften, an öffentlichen sowie privaten Gebäuden. Aus Gesprächen mit den Amerikanern, die Menschen dort sind sehr aufgeschlossen,  erfuhr ich von dem Stolz auf ihr Land, ihre Nation, ihre Geschichte. Das vermittelten mir sowohl Schwarze, Weiße, Latinos und und und ... sie alle verkörpern Amerika.

Natürlich war nicht alles Gold, was glänzte und nichts sollte überbewertet werden, doch lohnte sich ein Blick ins Landesinnere, um wiederholt eigene Erfahrungen zu machen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. 

"Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon." (Augustinus Aurelius) #zitat

Irgendwann kehre ich dorthin zurück, weil ich wissen will, wie es hinter dem Horizont weitergeht.








Montag, 22. Juli 2019

Entdecke mich auf den sozialen Netzwerken

Sommerzeit ist Urlaubszeit. 
Zeit für die Familie, Zeit, um Nachzudenken, Kraft zu tanken für neue bevorstehende Aufgaben. 
Trotz einer kurzen Blogpause musst du nicht auf meine Anwesenheit im Netzwerk verzichten. 

Stöbere einfach auf meinen Portalen. Es gibt Bilder, Beiträge oder Interessantes zu entdecken.
Es ist Ein einfacher Weg, wie du mich sicher im sicher im sozialen Netzwerk findest.




Auf meiner Homepage Silke Boldt findest du Ateliernotizen, Bildzitate und Humor, Schreibnotizen und Details rund um mein Buch IM ZAUBER DER MADONNA.

Du möchtest mehr entdecken?
Dann schau auf meinem Facebook-Profil Silke Boldt oder bei Twitter BoldtSilke vorbei.

Du magst Bilder? 
Mein Instagram Profil und mein Pinterest-Account bieten eine vielzählige Auswahl.




Ich wünsche dir einen unvergesslichen Sommer mit tollen Entdeckungen, viel Spaß und Sonnenschein.
In Kürze lesen wir uns wieder 👀 Bis dahin wünsche ich dir eine erholsame Zeit! Bis bald 😎😎😎😎😎😎


Montag, 15. Juli 2019

4 Buchempfehlungen für deinen Lesesommer

Urlaub + Sommer = Lesezeit, so einfach lautet die Formel.

Du weißt nicht, was du lesen sollst?
Ich lese gern verschiedene Genre. Darum empfehle ich 4 Bücher, wie sie unterschiedlicher nicht sein können -
2x Thriller und 2x große Gefühle. Achtung: Taschentücher bereithalten 😊


📕 Es ist kein Geheimnis, dass Nicholas Sparks Romane schreibt, die das Herz berühren.
Mit dem Buch "Mit dir an meiner Seite" verhält es sich genauso.
Liebe ist das wichtigste Gefühl und die erste so wie so unvergesslich. Wenn dann noch Neider, eine Familientragödie und zwischenmenschliche Konflikte hinzukommen, ist das die perfekte Mischung für eine emotionale Story.

Ronnie ist entsetzt. Sie soll die gesamten Sommerferien bei ihrem Vater verbringen, der getrennt von der Familie im langweiligen North Carolina lebt. Die 17-Jährige lässt ihn den Zorn deutlich spüren. Dann trifft sie Will und verliebt sich zum ersten Mal wirklich. Die beiden verleben eine wunderbare Zeit. Gleichzeitig nähert sich Ronnie ihrem Vater wieder. Doch ein schreckliches Geheimnis droht ihr Glück zu zerstören ...

Eine sich langsam entwickelnde Story lässt tolle Bilder im Kopf entstehen. (Click-to-Tweet)

📗 "Karin Slaughter ist definitiv eine der besten Thriller-Autorinnen unserer Zeit." (Gillian Flynn) #zitat (Click-to-Tweet)

Es gibt so Stichworte: atemberaubend, düster, spannend, raffiniert. Sie alle treffen auf ihr Buch "Pretty Girls" zu.
Wechselnde Erzählperspektiven steigern den Nervenkitzel um ein Familiendrama, wie es rasanter kaum sein kann.

März 1991. Nach einer Party kehrt die 19-Jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die halbherzig geführten Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden.
Vierundzwanzig Jahre später erschüttert eine brutale Mordserie den amerikanischen Bundesstaat Geogia. Die frisch verwitwete Claire findet im Nachlass ihres Mannes Filmmaterial, in dem Frauen vor laufender Kamera auf grausame Weise ermordet werden. Was hat Paul damit zu tun? Claire begibt sich auf Spurensuche. Die unfassbare Wahrheit bringt sie an den eigenen Abgrund ...

... und lässt dich aufgrund der dramatischen Spannung bis zum Ende schockgefrieren.

📙 David Baldacci war mir eher geläufig als Thrillerautor.
Um so mehr überraschte mich sein Roman "Das Glück eines Sommers".

Cover und Klappentext machten mich so neugierig, dass ich dieses Buch unbedingt haben musste. Ich wurde nicht enttäuscht. Großartige Gefühle, Sommer, Meer und Glück miteinander kombiniert ließen dieses Buch lange Zeit in mir nachklingen. Das Ende machte nachdenklich, froh und melancholisch zugleich. Ich habe die Story genossen.

Jack Armstrong sollte glücklich sein, hat er doch gerade erst eine tödliche Krankheit besiegt. Wunderheilung, sagen die Ärzte. Doch kann er sich nicht darüber freuen, zu tief sitzt die Trauer um seine kürzlich verstorbene Frau Lizzie, die Liebe seines Lebens. Alles, was er jetzt noch hat, sind seine drei Kinder. Doch diese wollen nichts mehr von ihm wissen. Zur Rettung des Familienglücks beschließt Jack mit ihnen den Sommer an der Küste von South Carolina zu verbringen - so, wie Lizzie es sich immer gewünscht hatte. Dort macht er die Erfahrung, dass einige Wunden nur langsam heilen und manche nie ...

Ein Sommer voller Gefühle lässt manche Träne rollen. (Click-to-Tweet)

📘 Packende Spannung von der ersten bis zur letzten Seite garantiert Michael Robotham mit seinem Psychothriller "Sag, es tut dir leid".
Mit einer Steigerung fast bis zur Unerträglichkeit wirst du durch diese Story getrieben, deren Titel sich aus dem Inhalt erschließt.

Zwei vermisste Mädchen, zwei furchtbare Morde und ein grausames Geheimnis. Der Psychologe Joe O'Loughlin soll helfen, den Täter zu finden. Denn der ist in seinem Wahn zu allem fähig ...

Den flüssigen Schreibstil Robothams unterstreichen einige bemerkenswerte Textstellen. Die in einem Thriller zu entdecken, hat mich genauso überrascht wie die verschmelzenden Erzählperspektiven. Mehr will ich nicht verraten.

Fazit: 4x Lesestoff für deinen Sommer versprechen Kurzweiligkeit, wenn du dich darauf einlässt. Viel Spaß beim Lesen!








Montag, 8. Juli 2019

Was die Presse über mich und meinen Krimi berichtete ...

Nach Veröffentlichung meines Krimis IM ZAUBER DER MADONNA gab ich der Augusta-Presse ein Interview, das in einem Beitrag veröffentlicht wurde. Es war schon ein beeindruckendes Gefühl, einem Reporter gegenüber zu sitzen, seine zahllosen Fragen zu beantworten und anschließend einen Artikel über sich und das eigene Werk in der Zeitschrift wiederzufinden. Der Artikel hat nichts an Aktualität eingebüßt und ist immer wieder lesenswert. Er ist ein gelungener Abriss über mich und mein Buch.

Viel Spaß beim Lesen!

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Mord und Totschlag in Mahlow


Kommunalpolitik in Blankenfelde-Mahlow hat oftmals das Zeug zu einem Krimi. Während woanders die Gemeindevertreter zusammenwirken, um ein attraktives Lebensumfeld für die Bürger zu schaffen, gibt es im Ort oftmals ein Stechen und Hauen, das in dieser Härte und Fülle von persönlichen Angriffen einzigartig ist. 

Silke Boldt hat diese Vorgänge nun in einem Krimi aufgenommen!  
Sie hat es geschafft, mit ihrem Erstlingswerk „Im Zauber derMadonna – Ein Fall für Heinrich List“, einen spannenden und höchst ideenreichen Krimi zu verfassen, den man als Bewohner von  Blankenfelde-Mahlow einfach gelesen haben muss.     


Wahlkampf im Visier
Die Handlung spielt an exakt beschriebenen Original-Schauplätzen in der Gemeinde, die man nach der Lektüre dieses Buchs bestimmt in einem ganz neuen Licht sehen wird. Ausgerechnet die  Nebenhandlungen sind ungewöhnlich interessant getroffen. So spielt der Bürgermeister-Wahlkampf in dem Roman eine wichtige Rolle. Einer der handelnden Personen ist der Herausforderer des  amtierenden Rathaus-Chefs, und der erscheint in einem sehr spannenden Licht, wo sogar Eheprobleme nicht ausgespart werden. Hat die Autorin hier also einen ganz besonders intimen Blick hinter die Kulissen der in Blankenfelde-Mahlow  handelnden Personen gemacht? Als „Zuzüglerin“, die es von Rostock über Baden-Württemberg nach Mahlow brachte, hat sie ja dazu eventuell die Distanz, die den direkt Beteiligten fehlt? Natürlich beteuert die Autorin: „Alles ist fiktiv, ich hatte keine der handelnden Personen als Vorbild, wusste gar nicht, dass es in der Kommunalpolitik im Ort wirklich so zugeht!“ 
Kann man das glauben, bei der detailreichen Beschreibung?

Managerin wurde Autorin
Silke Boldt hat Textiltechnik studiert, war dann im schönen Schwarzwald, wo sie die rechte Hand des Chefs in einer mittelständischen Baumaterial-Firma war. Doch ihr Herz schlug immer fürs Schreiben. Als die berufliche Veränderung nach Berlin ins Haus stand, war dies für die Autorin das Signal zu einem Schnitt, der ihr Leben verändern sollte: „Ich schlug das Angebot aus, für meine bisherige Firma in Berlin tätig zu werden und entschied mich für meinen Traumberuf als Autorin.“ 
Das Handwerkszeug dazu verschaffte sie sich per Fernstudium. Da die Familie nicht im Gewimmel der Hauptstadt leben wollte, entschied sie sich für Mahlow. Dort landeten sie in einem Mehrfamilienhaus. Und genau dieses ist Schauplatz der spannend-unterhaltsamen Kriminalgeschichte. „Natürlich hat mich die Wohnsituation und das Umfeld zu meinen Romanfiguren angeregt“, gibt sie zu.    

Anti-Held
Der altmodische Kommissar Heinrich List, immer schlecht aufgelegt, von der Lebensgefährtin verlassen und vom jungen wichtigtuerischen Kollegen, der ihm aufs Auge gedrückt wird, dauer-genervt, erinnert nur wenig an „Miss Marple“, die schrullige Romanheldin von Agatha Christie, die Silke Boldt als Vorbild nennt.
Heinrich List ist schon eher ein eigenwilliger Anti-Held, wie man ihn aus amerikanischen „Film Noir“-Streifen kennt. Er ist eine Person, wie ihn das heutige Leben zeichnet. Doch würde man ihn so im Polizeipräsidium Potsdam, Abteilung für Tötungsdelikte, erwarten? Wer dort wohl dafür als Vorbild diente? Jedenfalls, das schwule Paar, das in dem Haus wohnte, das gab es wirklich, lässt sich Silke Boldt weiter entlocken. Und wer ist dann der dubiose aufdringliche Reporter?  

Spannung aus der Gemeinde
„Im Zauber der Madonna“ liest sich für alle interessant. Für die Bewohner der Gemeinde hat jede Seite in dem Buch ihren ganz besonderen Reiz. Das entsteht durch den unmittelbaren Vergleich mit Vorgängen und Schauplätzen im Ort, die man einfach kennt. Fußball-Fans kommen ebenfalls nicht zu kurz, denn der Roman nimmt das „nationale Fieber“ während der „WM im eigenen Land“ auf, manchmal mit durchaus zwinkerndem Auge.

Mahlow in aller Munde?
Für die Gemeinde hat das Wirken von Kommissar List einen erfreulichen Nebeneffekt: Autorin Silke Boldt ist mit dem Werk auf international wichtigen Messen wie der Leipziger und Frankfurter  Buchmesse präsent. Dadurch werden Leser international auf die aufstrebende Gemeinde im Schatten des ungeliebten Flughafens aufmerksam. Erfreulich ist, dass bereits die nächsten beiden Bände in Vorbereitung sind. Ein gewandelter Kommissar List wird wieder im Privatleben von Menschen herumschnüffeln, da ist mehr als schnöde Spannung vorprogrammiert. 

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Die ursprüngliche Fassung des Artikels habe ich in Format und Text minimal angepasst und um das Bildmaterial ergänzt. 
Da ich vor einiger Zeit in meine Heimatstadt Rostock zurückgezogen bin, ermittelt mein Kommissar  List ab dem 2. Krimi an der wunderschönen Ostsee und in der Umgebung. Den Wechsel zum Polizeipräsidium Rostock verbindet er privat mit der Hoffnung, seine neue Beziehung zu leben. Doch die ungewohnte Nähe stellt diese auf eine harte Probe. 



Montag, 1. Juli 2019

Wieso du dir als Autor Zeit zum Lesen nehmen solltest ...

"Seitdem ich schreibe, bleibt keine Zeit zum Lesen!" 
FALSCH! Diesen Satz kannst du als Autor auf keinen Fall ernst meinen.

"Wer die Zeit hat zu lesen, der kann auch Schriftsteller werden." #zitat (Stephen King)

Wie willst du andere für Bücher begeistern, wenn du nicht selbst ein begeisterter Leser bist?



Aus eigener Erfahrung kenne ich jedoch die Aussage des einführenden Satzes.
Nachdem ich mein erstes Buch veröffentlicht habe, kümmerte ich mich um Lesungen, Marketing, Internetauftritt, kurzum um alles Mögliche. Zudem begann ich meinen 2. Krimi zu schreiben. Ich schrieb drauflos, nebenher beschäftigte ich mich mit Nachhilfe für Schüler, verfasste Kurzartikel und baute Netzwerke aus - alles wichtig, doch für das Lesen blieb schlichtweg keine Zeit mehr.


Ich war schwer beschäftigt, bis mir ein Interview des Heyne Verlages mit Nicholas Sparks in die Hände fiel. (Damals besaß ich gerade mal ein Buch von ihm.)

Dieses Gespräch regte mich zum Nachdenken an. Als erfolgreicher Autor unterhaltsamer Bücher las er selbst 125 Bücher im Jahr. Wow, dachte ich begeistert, denn ich selbst war weit entfernt davon.

"Das Ziel des Schreibens ist, andere sehen zu machen." #zitat (Joseph Conrad) (Click-to-Tweet)

Spätestens ab dem Zeitpunkt einer kleinen Schreibkrise wusste ich, dass ich es anders machen m u s s t e.
Ich wollte unbedingt "Sehen", Neues entdecken, den Stil anderer Autoren begreifen, ihre Wortwahl erkunden. Also stellte ich um, entwarf einen rigorosen Zeitplan, entledigte mich der Erwartungen anderer und begann wieder - erst wenig, dann mehr, heute umfangreich - zu lesen, Bücher jedes Genres. Ich schnappte den Satz auf:

"Read 1000 books and your words will flow!" #zitat (unbekannt) (Click-to-Tweet)

Seitdem verschlinge ich die Buchstaben, Seiten und Bücher. Ich markiere Sätze, notiere Wörter, rezensiere Bücher (unveröffentlicht) und lerne aus ihnen. So konnte ich zahlreiche Anregungen für mein Schreiben entdecken.
Die Ideen sprudelten, ich habe verfasst und bereits drei weitere unveröffentlichte Manuskripte in der berühmten Schublade. Ich arbeite täglich an den sprachlichen Feinheiten meiner Projekte. Erst wenn ich zufrieden bin, gehe ich den nächsten Schritt.

"Das Amt des Dichters ist nicht das Zeigen der Wege, sondern vor allem das Wecken der Sehnsucht." #zitat (Hermann Hesse) (Click-to-Tweet)

Inzwischen ist es unwichtig, wie viele Bücher ich im Jahr lese. Selbst mit einigen Seiten pro Tag bin ich zufrieden, denn als Autor und Leser weiß ich gleichermaßen:

Bücher versetzen dich in eine fantastische Welt und lassen Träume erwachen. (Click-to-Tweet)






Montag, 24. Juni 2019

5 nützliche Links rund ums Schreiben

Du liebst das Schreiben, möchtest irgendwann dein eigenes Werk in den Händen halten und in den Regalen der Buchhandlungen stehen sehen? 

Es ist ein langer Weg zum Erfolg, doch sollte dich diese Tatsache nicht entmutigen. 






Ich habe viel Zeit im Internet verbracht, mir Tipps rund ums Schreiben, die Spannung, zu Stil und Grammatik, Marketing, Social Media u.v.m. herauszusuchen. Damit du wertvolle Zeit sparst und diese zum Schreiben nutzen kannst, werde ich in loser Folge die wichtigsten Link-Tipps zu diesen Themen an dich weitergeben. Sie haben mir geholfen, meinen Schreibprozess zu finden und zu verbessern.

Jede Story benötigt eine gute Vorbereitung. (Click-to-Tweet)



Bevor du loslegst, solltest du dir darüber im Klaren sein, in welchem Genre du dein Buch ansiedeln willst. Ist es ein Thriller, Krimi, Liebesroman, eine Fantasy-Geschichte oder gar ein Mix? Da dein Werk die Erwartungen deiner Leser erfüllen und nicht deren Zeit verschwenden soll, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Genres und Subgenres von Büchern. 

Du hast bestimmt schon einmal etwas vom Plotten gehört und fragst dich, ob du das wirklich brauchst. 
Natürlich entstehen wunderbare Geschichten, wenn man einfach drauflos schreibt. Aber führt dein Faden auch zu einem schlüssigen Ende? Womöglich geht dir vorher die Luft aus. Spätestens dann benötigt deine Story eine Richtung, einen Plot. Die Plot-FAQ der Autorenwelt bietet Antworten auf die Fragen zum Plotten.

Wer schreibt, schreibt für einen Leser. (Click-to-Tweet)

Du weißt nun in welchem Genre du schreiben willst, hast dir eine Marschroute erarbeitet, aber es fallen dir keine passenden Namen für deine Charaktere ein.  Am besten verschaffst du dir einen Überblick über die häufigsten Vornamen und Nachnamen in Deutschland und ihre Bedeutung

Aber wie verhält es sich mit der Verwendung von Marken- und Firmennamen? 
Hans Peter Roentgen weiß alles über Marken und Namen im Roman.

Auch in kleinen Schritten treibst du deinen Roman voran. (Click-to-Tweet)

Doch überlege dir vorab die Blickrichtung für deinen Text. Die Erzählperspektive ist ausschlaggebend für den Erfolg deines Buches. Sven Hensel erklärt, welche Erzählperspektive ist die Beste.

Zu den Vorbereitungen gehören auch eine umfangreiche Recherche, das Anlegen einer Figurenkartei und eventuell ein Handlungsgerüst. Finde einfach heraus, wie du am besten arbeitest, um ein gutes Buch zu schreiben. 

Schreib eine Geschichte, die du selber gerne liest. (Click-to-Tweet)

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg bei der Erfüllung deines Traumes vom eigenen Buch.





Montag, 3. Juni 2019

Wie du meinen Hafen zur Welt an nur einem Tag entdeckst

Auf dem Schreibtisch vor mir liegen die ausgedruckten Ergebnisse meiner Freizeitträume. Ich schiebe sie unentschlossen hin und her. Eine Freundin markiert die Resultate auf dem Stadtplan von Rostock, eine andere nickt mir anerkennend zu. Mit wenigen Strichen kennzeichne ich die Punkte zwischen den einzelnen Zielen: Steintor, Rathaus, St. Marien, Kröpeliner Tor. Ich sehe meine Überlegungen bestätigt, dennoch wandert mein Blick zurück zur Küste. 

Dieser muss voller Sehnsucht sein, denn meine Freundin schiebt sämtliche Ausdrucke beiseite.
"Du hast gewonnen", erklärt sie. "Wir starten am OSTSEELAND." (Hotel und Ausflugsgaststätte in Warnemünde/Diedrichshagen: Keine Werbung, nur zur Erklärung für Außenstehende)

Mein Herz hüpft vor Freude, wenn ich an das Meer denke. (Click-to-Tweet)

Zwar bin ich in Rostock geboren und aufgewachsen und mancher meint, ich müsse jeden Winkel der Stadt kennen und vom Wasser genug haben ... weit gefehlt. 
Eines geht immer ... Meer. (Click-to-Tweet)

Die Stadt und das Umland haben sich während der langen Zeit meiner Abwesenheit vielerorts verändert. Zahlreiche Neuerungen gibt es zu entdecken. Aber der schönste Teil Rostocks liegt am Wasser. 

Bist du je in Warnemünde gewesen?                                                 






Nein?
Dann hast du den breitesten, feinsandigen Strand Deutschlands bei romantischem Sonnenuntergang bisher verpasst.

Nach einem Spaziergang auf der Mole und durch den Fischerort, dem Verweilen am lebendigen Hafen mit den Kreuzfahrtschiffen und der Einkehr in eine der zahlreichen Strandbars suchst du dir am Abend ein ruhiges Plätzchen am Strand oder einen Strandkorb. Warte dort bis die Sonne ins Meer eintaucht und genieße die Stille des Farbenspiels. Für mich ist das unvergleichlich.
Das sind die Augenblicke, in denen ich eine tiefe Verbundenheit mit der Region fühle und die ich fest in meinem Herzen verschließe für Momente, wenn ich fern des Meeres bin. 

Jede Stunde am Meer birgt mehrfaches Glück. (Click-to-Tweet)

Wenn berufliche und private Anforderungen mich stressen oder fortführen vom Meer, ist es mir wichtig zu wissen, wo mein Heimathafen ist. In den vergangenen Jahren hat mich das in der Ferne getragen und angespornt. Der Spagat zwischen Pflicht und Heimweh verlangte alles ab. 

Inzwischen hat sich Einiges geändert. Die anfängliche Skepsis gegenüber der Rückkehr nach MV sind einer Leidenschaft und  der einstigen Liebe zu Warnemünde und dem Meer gewichen. Sie sind der Garant für meine innere Zufriedenheit. 
Schließe die Augen und lausche dem Meer. (Click-to-Tweet)

Dieser Satz ist von besonderer Bedeutung. Lass dich darauf ein und er funktioniert.

Ich genieße mein Glück, dort zu leben, wo andere Urlaub machen, bin eng mit dem Meer verbunden und dennoch beruflichen oder privaten Veränderungen aufgeschlossen. Niemand weiß, was die Zukunft bringt. 

Die Ungewissheit birgt immer Risiken. (Click-to-Tweet)

Aber was auch kommt, ich kehre immer wieder zurück ans Meer und sei es für wenige Stunden. Es ist mein Ausgangspunkt und mein Hafen zur Welt. Es vermittelt Sicherheit auch bei Sturm, weil es fest verankert in meinem Herzen liegt. 

Die Wogen des Meeres gleichen dem Auf und Ab des Lebens und den Veränderungen in uns selbst. 
(Click-to-Tweet)






Montag, 27. Mai 2019

Warum diese wahre Geschichte das Herz berührt ...

Es kommt selten vor, aber manchmal packt mich das Filmfieber. In solchen Momenten durchsuche ich meine DVD/Blue-Ray-Sammlung und lande doch immer bei meinen Lieblingsfilmen. 
Neben "Die Brücken am Fluss", "Jenseits von Afrika" zählt dazu "Die Maske".

Diesen Film mit Cher, Sam Elliott und Eric Stoltz in den Hauptrollen habe ich bereits unzählige Male gesehen. Ich kenne fast jede Reaktion der Helden, ihre Dialoge und Mimiken, und doch kann ich nie genug davon bekommen. Es ist keiner der amerikanischen Actionfilme und auch kein Thriller, sondern eine einfühlsame Story um eine Mutter (Cher), die mit ihrer kompromisslosen Liebe zu ihrem Sohn das Herz erreicht.

Du kennst diesen außergewöhnlichen Film nicht?


Er basiert auf einer wahren Geschichte. 
Der Teenager Rocky Dennis leidet an einer furchtbaren Krankheit, die sein Gesicht entstellt, welches an eine Maske erinnert. Rocky wird ausgegrenzt, erträgt Schmerz und Einsamkeit. Dank der Liebe seiner Mutter Rusty (Cher), die mit sich selbst und Drogen zu kämpfen hat, und ihrer Entschlossenheit überwindet er seinen ganzen Kummer und entwickelt sich zu einem beeindruckenden jungen Mann. Charakterlich gefestigt, tritt er allen Vorurteilen entgegen und inspiriert als Klassenbester seine Mitschüler und Lehrer. Eine tolle schauspielerische Leistung von Eric Stoltz.

Bei Cher und Sam Elliott gerate ich nicht nur wegen ihres Äußeren ins Schwärmen. Die Liebe dieser beiden Filmhelden mit allen Höhen und Tiefen kommt so unfassbar ehrlich rüber, dass man es praktisch hinter dem starken Soundtrack knistern hört. Zusammen mit ihrer Rockerclique gehen sie entwaffnend offen mit Rockys Krankheit um. Zum Ende des Films nimmt die Geschichte eine Wendung. Mehr sei nicht verraten. Sie passt jedoch zum Handlungsbogen und lässt einen nachdenklichen Zuschauer zurück. 

Grandios, wie Gefühle miteinander streiten. (Click-to-Tweet)

Spätestens an diesem Punkt angekommen, möchte ich sofort zurück auf Anfang spulen, um mich erneut zurückzulehnen und mitzufühlen mit den Helden. 











Montag, 20. Mai 2019

Was eine aufregende Reise ans Ende der Welt auslöst ...

Immer wieder lese ich Bücher, die mich inhaltlich überraschen und nachdenklich stimmen. 
Ich verschlinge die Buchstaben, lese zügig bis zum Ende, und wenn ich die letzte Zeile erreicht habe, bin ich traurig, dass es so schnell vorbei ist. Zurück bleiben verschiedenste Gefühle, von Frohsinn über Melancholie, Sehnsucht, Verlorenheit bis hin zur Anteilnahme. 

Ein Buch, das mich in jeder Hinsicht gefesselt hat, ist Die Reise ans Ende der Welt von Henning Mankell. Der Autor verstand es, die gesamte Bandbreite meiner Gefühle anzusprechen, was selten jemandem gelingt.





Das Buch, welches so lesenswert und als Jugendbuch deklariert ist, besticht durch die gefühlvolle Story um einen sympathischen Protagonisten.
Die Handlung ist zwar angesiedelt in den 1950 ger Jahren, doch ebenso könnte sie in der heutigen Zeit spielen. Der Botschaft des Werkes tut dies keinen Abbruch.







Kurzbeschreibung des Inhalts:
Der fünfzehnjährige Joel, als Kleinkind von der Mutter verlassen, lebt mit seinem Vater Samuel, einem wortkargen Holzfäller und früherem Seemann, in einem gottverlassenen Nest hoch oben im Norden Schwedens.
Joel hat lange überlegt, ob er nach den Prüfungen mit der Schule weitermachen oder erst mal mit dem Leben beginnen soll. Er entscheidet sich für Letzteres und träumt von der Seefahrt und entfernten Ländern. Das richtige Leben beginnt für ihn mit einer Reise in das weit entfernte Stockholm. Diese Stadt ist zwar nicht das Ende der Welt, aber dem ein gewaltiges Stück näher. Die Strecke, die er zusammen mit Samuel dorthin zurückgelegt, ist mehr als die Bewältigung der geografischen Entfernung, denn in Stockholm lebt Jenny, seine Mutter, und Joel hat viele Fragen. Für ihn ist die Reise eine innere Reise ins Land der Erwachsenen. 
Wird er am Ende Antworten auf alle seine Fragen bekommen und seine Träume verwirklichen?

Ich verrate nichts, nur so viel sei gesagt, Mankell zeichnet Joels inneren Konflikt grandios. Als Leser durchlebt man mit dem Protagonisten eine bemerkenswerte Entwicklung. Zurecht wurde das Buch mit dem August-Preis, dem bedeutendsten Literaturpreis Schwedens, ausgezeichnet. Anfangs stand ich dem Lob skeptisch gegenüber.

Was anderen gefällt, mag längst nicht auf mich zutreffen. (Click-to-Tweet)

Doch ich flog in einem Rutsch durch die Zeilen. Cover und Titel ergeben sich perfekt aus dem Inhalt und sind in Kombination mit dem Klappentext absolut stimmig. Dieses Buch habe ich ungern aus der Hand gelegt und gewiss nicht zum letzten Mal gelesen. Die Sogwirkung war riesig. Bitte mehr davon!






Montag, 13. Mai 2019

Wie eine Zwangspause mir zu ungeahnten Kenntnissen verhalf und neue Begeisterung weckte ...

Manchmal geschehen Dinge unfreiwillig und unvorhergesehen.
Es ist keine vierzehn Tage her, da sich mein PC verabschiedet hat. So völlig aus dem Nichts war das Aufladen auf einmal nicht mehr möglich. Am Tag des Geschehens hatte ich noch an dem guten Stück gearbeitet, abends wollte ich nur noch eine Kleinigkeit ausdrucken, als sich das Ausmaß des Malheurs offenbarte. Die verbliebene Akkulaufzeit: 1 Stunde. Nicht auszudenken, wenn ich das erst am nächsten Morgen bemerkt hätte.

Ihr könnt euch vorstellen, wie ich in Panik geriet mit Sicht auf die zu speichernden Dateien. Besonders meine Manuskripte sah ich hochgradig gefährdet. Das Glück im Unglück hatte es allerdings so gewollt, dass ich mir ausgerechnet an diesem Tag eine neue externe Festplatte zugelegt hatte. Der Zufall hätte nicht größer sein können.

Trotzdem verfiel ich in Hektik und lud auf dieses externe Speichermedium, was die Zeit hergab. Neben sämtlichen Manuskripten und den dazugehörigen Aufzeichnungen speicherte ich Bilder, Grafiken, Dokumente und meinen Schreibkalender.
Heute weiß ich, dass mein Redaktionsplan dem letzten Atemzug meines alten PCs zum Opfer fiel. Der Plan existiert nur noch als Gerüst, wenigstens etwas. Ich fange eben von vorne an. Warum bloß hatte ich es versäumt, diesen Plan, wie alle anderen Dateien, regelmäßig auf einer zweiten Festplatte extern zu speichern? Shit happens!

 👧 Hinterher ist man immer schlauer. (Click-to-Tweet)

Jedenfalls musste nach dem ganzen Jammer ein neuer PC her. Leichter gesagt, als getan.
Das Modell, welches ich mir ausgesucht hatte, ein HP Laptop Pavilion, war nicht vorrätig, außerdem kam ein Feiertag, der 1. Mai, dazwischen und ja, schneller ging die Bestellung eben nicht.

Ich war buchstäblich außer Gefecht gesetzt. In den letzten Jahren gab es kaum einen Tag, an dem ich nicht am PC gearbeitet hatte. Für mich war das schlicht gesagt: unvorstellbar.

"Freue dich doch über die Pause", riet mir meine Familie. Ja, als ob eine Zwangspause so toll sei. Nachdem ich den ersten Schock überwunden, und mich gefasst hatte, beschloss ich:

     Mach das Beste daraus. (Click-to-Tweet) 

Nutze die Zeit zum Lesen und aktualisiere deine Online-Bibliothek auf dem Handy! Ich scannte, listete, trug ein und vervollständigte, was das Zeug hielt und bin weit voran gekommen. Bei über 800 Büchern dauert das Ganze eine Weile. Der nächste Buchkauf wird jedenfalls ein Kinderspiel. Den entsprechenden Autoren-/Buchnamen suche ich in meiner App und vermeide so den unglücklichen Doppelkauf. Ich schreibe das aus Erfahrung.

Nach einer Woche des Wartens hatte ich endlich meinen neuen HP und es kam die Zeit, ihn einzurichten. Ja, nun ich bin kein Computerspezialist und an manchen Dingen habe ich mich schwer getan. Mir schwirrt noch immer der Kopf von Begriffen wie Browser, Konto, Sicherheit, Firewall und und und ..., aber jetzt läuft er :-)


Alle Daten sind, wie oben geschrieben, vorhanden. Ich habe überspielt, aufgeräumt und gespeichert, fast eine Woche. Am meisten freue ich mich, mein Schreibprogramm Papyrus wieder vollständig zum Laufen gebracht zu haben. Manchmal der Verzweiflung nah bin ich letztendlich über mich hinaus gewachsen und habe eine Menge hinzugelernt. Die eingeblendete Zeit zeigt es: seit Freitag 08:49 Uhr kann ich an meinem HP uneingeschränkt arbeiten. Ein klitzekleines Bisschen bin ich stolz auf meine neu erworbenen PC-Kenntnisse und stürze mich begeistert auf die liegengebliebene Arbeit. Es gibt eine Menge aufzuholen, aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut. 

Manchmal geschehen Dinge eben völlig unfreiwillig. (Click-to-Tweet)