Montag, 28. Januar 2013

Jetzt bauen - Eine Meldung in einem Gedicht



Der Chef der Firma rät es wohl,

jetzt sollte man ein Haus bauen oder kaufen.

Die Preise fallen voraussichtlich nicht mehr weiter,

doch das,

stimmt einen Armen auch nicht heiter.

Letztendlich muss dieser sich die Haare raufen.

Wovon soll er denn ein Haus bauen oder kaufen?






Freitag, 25. Januar 2013

Über das Entstehen meiner Figuren

Jeder Autor hat seine bestimmte Art, Figuren entstehen zu lassen. (Click-to-Tweet)

Nachdem nun meine Gedanken ständig um Recherche, Stil und Ausdruck gekreist waren, schoben sich derweil die handelnden Charaktere zusammen. Noch schwammen sie etwas undurchsichtig vor meinem geistigen Auge. Es wurde Zeit für mich konkret vorzugehen.
Zunächst schrieb ich alle beteiligten Personen auf ein Blatt Papier. Ich ordnete sie nach wichtig und weniger wichtig, übertrug sie auf ein großes DIN A 3 Blatt und verband die Namen scheinbar wahllos miteinander. Das so entstandene Bild sah aus wie ein Fragequiz.

Meine Familie schaute mir übrigens mit einer Mischung aus Mitleid und Unverständnis über die Schulter. Nun, sie mussten meine Ausführungen nicht verstehen, noch nicht. Zu diesem Zeitpunkt war ich sowieso nicht zu erläuternden Erklärungen bereit.

Ich konzentrierte mich also fest auf meine Figuren, arbeitete mich energisch durch sie hindurch.
Wer stand wie zu wem? Ich ließ Verbindungen entstehen und löste sie manchmal wieder, wenn sie mir unlogisch erschienen. Ich zeichnete, radierte, erschuf neu.

Eine wirkliche Schlüsselfrage stellte sich zu meiner Hauptfigur. (Click-to-Tweet)

Womöglich brauchte ich eine weitere? Ich zerbrach mir den Kopf und entschied mich letztlich nur für eine, meinen Kommissar. Aber wer war sein Gegenspieler? Und wie sollte sich meine Hauptfigur entwickeln? Mir schwebten mehrere Wendungen im Roman vor, mit denen er kämpfen sollte. Wie konnte ich alle Details zusammen plausibel verpacken? Schließlich sollte mein Hauptkommissar Heinrich List, wenigstens sein Name stand frühzeitig für mich fest, am Ende des Buches kein völlig anderer Mensch sein. Nur innerlich reifen, das sollte er schon. Doch wie weit würde er dafür gehen?
Es dauerte eine Weile bis ich sicher wusste, wie seine ganz persönliche Wandlung laufen musste.
Basierend auf dem Schatz meiner Erfahrungen und Beobachtungen legte ich bis dahin penibel genau die Charaktere und Besonderheiten jeder einzelnen Person fest. Welche Macken beherbergten sie? Was waren ihre Stärken, Schwächen oder Vorlieben? Gab es dunkle Seiten? 

Sorgfältig gab ich jeder Buchfigur ihre eigene Biografie. (Click-to-Tweet)

Es entstanden einzigartige Charaktere, die nur in winzigen Ansätzen mit der einen oder anderen Beobachtung übereinstimmten.

Ich habe etliche Seiten meines Computers mit den Eigenschaften meiner Helden gefüttert. 

Jeder einzelne Charakter meines Buches hat neben einem Gesicht ein unverwechselbares Profil bekommen. (Click-to-Tweet)

Jeder einzelne hat seine Vergangenheit, seinen Wohnort und vor allem seine Gefühle und Gedankengänge erhalten.
Alle Verbindungen standen klar und deutlich fest. Es hat mich einige Mühen gekostet.

Am Ende war ich mächtig stolz auf mich. Eine weitere Etappe meines großen Vorhabens war geschafft.
Nun, da jede Person meines Buches charakterlich feststand, erkannte ich verblüfft am schriftlichen Ausmaß meiner Figurenkartei, dass die eigentliche Arbeit nun erst richtig losgehen würde. Das aussagekräftige Exposé, ein logisches Handlungsgerüst und die Darstellung der charakterlichen Wandlung meiner Hauptfigur List riefen förmlich nach schriftlicher Abfassung.
Für einen Moment war ich tatsächlich geneigt, diese schriftstellerischen Hilfsmittel zu umgehen und meinem innersten Wunsch zu folgen. Ich wollte endlich mit dem Schreiben meines Buches beginnen.

Schließlich widerstand ich der aufkeimenden Versuchung und stürzte mich voller Inbrunst auf das leere, weiße Blatt Papier, welches bald mein Exposé werden sollte.

Montag, 21. Januar 2013

Mein kleines Wassergedicht



Fontänen hoch im Sonnenschein,   
          
worin die weißen Wolken fliehen.

Wasserspiele glänzen allein,

dem möchte ich mich nicht entziehen.

Der Himmel schaut von oben dran,

spritzende Tropfen machen nass.

Sommer in Blau schaut lieblich an,


Kinder lachen und haben Spaß.




Montag, 14. Januar 2013

Die Sache mit der Recherche

Die Recherche zu meinem Buch nahm einen großen Teil meiner Zeit in Anspruch. (Click-to-Tweet)

Jeder Information bin ich sorgfältig nachgegangen.

Was ich gemacht habe?

Nachdem ich das Thema, die Handlung und die Figuren meines Werkes grob sondiert hatte, sammelte ich, was ich bekommen konnte. Ich legte mir einen Ordner an, in dem ich jeden Artikel, jede Übersicht oder jede Anmerkung abheftete. Stundenlang durchforstete ich das Internet nach verwertbarem Material. Ich beschäftigte mich intensiv mit einzelnen Todesarten, den Aufgaben der Spurensicherung und möglichen Folgen einer kriminellen Straftat. Auf den Seiten der Internetwache Brandenburg verschaffte ich mir einen Überblick über Dienstgrade, Aufstiegsmöglichkeiten und Zuständigkeiten der Polizei. Unterstützung fand ich auch in nachbarlicher Umgebung. Eine ortsansässige Polizistin unterstützte mich mit umfangreichem Fachwissen. Weiteres eignete ich mir aus Büchern der örtlichen Bibliothek an. Dort griff ich gern zu Kindersachbüchern, die informativ und präzise jeden noch so komplizierten Vorgang übersichtlich erläutern.

Recherche vor Ort

Ich las und las und las. Dabei wollte ich doch selber schreiben.
Aber ich erfuhr von Hintergründen, die mir bis dahin verborgen geblieben waren. Manchmal schockierten mich die detaillierten Ausführungen wahrer Begebenheiten. In jenen Momenten verlagerte ich meine Recherche lieber auf die Örtlichkeiten, und so bin ich an allen erwähnten Orten meines Buches gewesen.

Und nun?

Durch Bücher erschlossen sich mir neue Fachgebiete. (Click-to-Tweet)

Das Eindringen in die fremde Materie beeinflusste zudem meine Figuren und Charaktere. Plötzlich wusste ich um die Dringlichkeit einer detaillierten Figurenkartei, die mir einige Überlegungen abverlangte, aber darüber schreibe ich ein anderes Mal.

Dorfkirche Mahlow

Freitag, 11. Januar 2013

Am Anfang war der Stil

Wie kam ich darauf, ein Buch zu schreiben?
Eine Frage, welche mir immer wieder gestellt wurde und noch wird.

Die Idee für das Buch hatte ich lange vor dessen Veröffentlichung. Im Grunde war das anfangs gar kein Buch, eher eine Geschichte, also lange nicht so umfangreich. Diese sogenannte Geschichte bildete im Rahmen meines Fernstudiums eine zu erbringende Teilaufgabe, welche bewertet wurde. Angespornt durch die Fürsprache der Mentoren überarbeitete ich mein Geschriebenes, weitete die Handlung aus, strich durch und schrieb das Ganze so um, dass ich mich letzten Endes selbst über die Veränderungen wunderte.

Das erging mir so manches Mal beim Schreiben. Die Figuren schienen sich zu verselbständigen, ohne Änderung ihrer Charaktere. Im Gegenteil, diese vertiefte ich mehr und mehr. Neigte ich vorab dazu, die Seiten meiner Akteure nur flüchtig zu notieren, nahm ich mir ziemlich zu Beginn meines Werkes schon die Zeit, sie genau zu skizzieren. Wer tat was? Wo? Zu welcher Zeit? Warum?
Diese Notizen schmierte ich mir aufs Papier. Im wahrsten Sinne der Worte. Spätestens zu dem Zeitpunkt, da ich meine eigene Schrift nicht mehr entziffern konnte, übertrug ich alles in meinen PC. Hätte ich das doch gleich getan! Das galt zudem für Handlungsstrang, Plot und Thematikline. Die Frage nach dem Exposé stellte ich mir natürlich auch. Brauchte ich das oder nicht? Wo lag der Unterschied zwischen Handlungsstrang und Exposé? Brauchte ich beides? Warum umständlich, wenn es auch einfach geht? Schließlich wollte ich schnellstmöglich loslegen und alle meine Gedanken zu Papier bringen. Da hielt mich ein Exposé bloß auf. Dachte ich. Ziemlich schnell revidierte ich meine Ansicht und überarbeitete meine Arbeitsweise. Ich brauchte beides und alles bitte ausführlich.

Heute arbeite ich gleich anders.

Jeder macht seine Erfahrungen, den eigenen Stil zu finden. (Click-to-Tweet)

Und dann wäre da noch die Sache mit der Recherche.


Mittwoch, 9. Januar 2013

Du

Du bist mein Stern, mein Schlüssel zum Glück
und bist du auch fern, es bleibt immer ein Stück.
Du bist mein Tag nach finsterer Nacht,
du hast die Sonne in mein Leben gebracht.
Nun gebe ich dir von der Wärme zurück,
von Träumen und Liebe und meiner Vorstellung vom Glück.
Und sieh' nur nach vorn, ein neues Jahr beginnt.

Die Zeit scheint verloren, sei glücklich - ehe sie verrinnt. (Click-to-Tweet)