Montag, 23. Dezember 2019

Wie das so ist mit den Weihnachtswünschen ...

Der 4. Advent ist Vergangenheit. Vor uns liegen (hoffentlich) ein paar ruhige und besinnliche Feiertage. Weihnachten - das Fest der Liebe, der Familie, der Geborgenheit, und vielleicht dürfen wir ein paar Geschenke auspacken.

Aber sind die wirklich wichtig?
Es gibt Geschenke, die kann man nicht verpacken. Die gibt es gratis und bereits vor Weihnachten.

Die Geschenke des Lebens brauchen keine Schleife. (Click-to-Tweet)

Weihnachten, Wünsche, Gefühle, Glück, Geschenke



Zwischen Aufstehen und Frühstück fragte mich der zerstreut wirkende Siebzehnjährige, der vordergründig alles im Kopf hat, nur nicht seine Mutter: "Was wünschst du dir zu Weihnachten?"


Ich machte ein ernsthaftes Gesicht, als sei ich am Überlegen. Dabei wusste ich die Antwort schon im Voraus, zögerte noch ein wenig und sagte: "Ein Lächeln, Zufriedenheit, Zeit und Liebe."




Vor mir stand der hochgewachsene Teenager, unschlüssig mit sich ringend, ob er mich nun unter seinem morgendlichen Sprich-mich-nicht-an-Blick schrumpfen und noch kleiner werden lässt, als ich ohnehin schon bin, oder ... und nun folgte mein innerlicher Triumph yes, denn ... sein Blick löste sich unter seinem Lächeln! 
Er beugte sich zu mir hinab, umarmte mich kurz und seufzte: "Ach, Mama."

Überwältigt von meinem Gefühl hob ich einen Arm, meine Hand wollte sein Gesicht streicheln. Ich besann mich im letzten Moment, noch ehe es ihm peinlich würde und freute mich über das plötzliche vorweihnachtliche Geschenk.
Die Zeit voller Liebe, die uns begegnet, ist kostbar. (Click-to-Tweet)

Schon im nächsten Augenblick wandte sich der junge Mann ab und verschwand in seinem Zimmer. Ich hörte ihn noch murmeln: "Ich überlege mir selbst eine Kleinigkeit für dich zu Weihnachten."

Ich blieb zufrieden zurück, hatte bereits alles, was ich wollte, denn für einen Moment war ich dem Zeichen seiner Liebe begegnet und hatte sein Lächeln aufgefangen. Was soll ich mir denn da noch wünschen?

Es sind die winzigen Gesten im Alltag, die große Gefühle auslösen. (Click-to-Tweet)

Natürlich macht es glücklich, ein mit Liebe verpacktes Geschenk am Weihnachtsabend auswickeln zu dürfen. Aber im Laufe der Zeit ist mir das Leuchten in den Augen der anderen wichtiger geworden. Und am schönsten leuchten die voller Liebe.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten sowie einen guten Rutsch ins Jahr 2020!

Passt bitte gut auf euch auf, bleibt gesund und meinem Blog treu 😃 Ich bedanke mich für euer Interesse und freue mich auf euch. Wir lesen uns wieder am ersten Montag im neuen Jahr.











Montag, 16. Dezember 2019

Wie viele Bücher hast du 2019 gelesen? Welche sind deine Favoriten?

Das Jahr 2019 nähert sich dem Ende. Es wird Zeit für eine Lese-Bilanz.
Bisher habe ich 70 Bücher gelesen, mein bestes Ergebnis seit Beginn der persönlichen Aufzeichnungen. Dabei zog sich mein Leseinteresse quer durch einige Genre.

1. Thriller: 20 / Romance Thriller: 4 / Krimi: 4
2. Frauen/Drama: 12
3. Gesellschaftsroman: 9
4. Historischer Roman: 3
5. Frauen/Urban Fantasy: 3

Die übrigen Bücher verteilen sich auf die Genre: Jugend/Fantasy, Biografien, Humor und Kurzgeschichten.

Meine 6 seitenstärksten Buchexemplare waren:

746 Seiten - Flammen des Himmels von Iny Lorentz
639 Seiten - Jimmy ging zum Regenbogen von Johannes Mario Simmel
532 Seiten - Die letzten Tage von Pompeji von Edward Bulwer-Lytton
544 Seiten - Liebe ist nur ein Wort von Johannes Mario Simmel
551 Seiten - Blutige Fesseln von Karin Slaughter
504 Seiten - Wer einmal aus dem Fressnapf frisst  von Hans Fallada

Je 2 Bücher las ich von Lucy Clarke, Guillaume Musso, James Patterson, Johannes Mario Simmel und Karin Slaughter.

Meine 5 Lese-Favoriten waren folgende Bücher:

Bücher lesen 2019
Der Sommer, in dem es zu schneien begann von Lucy Clarke
Kalt ist der Abendhauch von Ingrid Noll
Harry Potter und der Stein der Weisen von Joanne K. Rowling
Liebe ist nur ein Wort von Johannes Mario Simmel
Der Gefangene des Himmels von Carlos Ruiz Zafón


Und der Vollständigkeit halber - mein größter Flop:
Die Rache trägt Prada. Der Teufel kehrt zurück von Lauren Weisberger


Neben den Favoriten möchte ich euch meine Überraschungen des Jahres nicht vorenthalten:

Eine himmlische Begegnung und Wirst du da sein? von Guillome Musso - 
Beide Bücher siedeln im Genre Urban Fantasy. Ich habe sie verschlungen. Der Autor war mir bisher nicht geläufig. Weitere Titel von Musso liegen bereits auf meinem SuB.

Wer einmal aus dem Fressnapf frisst von Hans Fallada - 
Der dialogreiche Klassiker war verständlich geschrieben und somit besser als erwartet. Mich überraschte die feinsinnige Story der 1920ger Jahre, die an Aktualität bis heute nichts verloren hat - spannend, tiefgründig, empfehlenswert.

Septagon von Richard Montanari - 
Der hochspannende Thriller entwickelte einen Lesesog, dem ich nicht widerstehen konnte. Montanari hat ein Werk geschaffen, das gleichzeitig Einblicke gibt in die Welt des Mörders und der Ermittler - genial.

Und wie sind die Aussichten auf kommende Lesewunder?

Derzeit lese ich : Schlafe still von Luana Lewis.
Danach liegt oben auf meinem SuB: Es sei Friede! von Karl May.

Was ich danach lese, wird sich zeigen, denn:

"Bücher sind einzigartige, tragbare Magie." (Stephen King) #zitat (Click-to-Tweet)

Auf jeden Fall stehen spannende Zeilen bevor, und das Lese-Jahr 2019 ist ja auch noch nicht zu Ende 📚
Da geht noch etwas 😉😉

Wie viele Bücher hast du 2019 gelesen? Welche sind deine Favoriten?








Montag, 9. Dezember 2019

Wovon träumst du?

Stelle dir vor, du hättest drei Wünsche frei.
Als Kinder haben wir uns das oft gefragt. Fast immer lautete die Antwort: Frieden, Gesundheit und Glück.
Diese drei Wünsche sind immer noch so fest in meinem Inneren verankert, dass ich an dieser Stelle bereits meinen Beitrag beenden könnte.

Daher lasse ich diese Wünsche jetzt außen vor und widme mich ganz den verträumten, den fast unrealisierbaren und unverschämten. Du hast keine?
Das kann ich mir kaum vorstellen. Jeder Mensch hegt in seinem Inneren Wünsche, die niemand bisher erfahren hat, die er/sie lieber für sich behält, denen er/sie sich (noch) nicht gestellt hat.
Es ist nichts dabei, zu sagen, was man will oder nicht will.

"Träume so groß, dass sie Dich für verrückt erklären." (Verfasser unbekannt) 
Traum, Grenze, Wünsche, Glück, Familie

Bei näherer Betrachtung gibt es durchaus drei Dinge, die ich mir vorstellen kann.

1. Ich liebe das Meer. Das weiß jeder, der mich kennt. Wen wundert es da, dass ich von einem Haus direkt am Meer träume? Um das Haus läuft eine Veranda. Ich sitze in einem Schaukelstuhl, lausche dem Rauschen des Meeres und genieße die weite Unendlichkeit. Dieses Haus ist mein Rückzugsort, meine Oase des Glücks, wo ich die Zeit trauter Zweisamkeit und die mit der Familie genieße. Womit ich schon bei meinem nächsten Wunsch wäre.

2. Tatsächlich hätte ich gern eine große Familie gehabt, eine, die mich auffängt, die vor Leben sprüht mit einigen Kindern, die durchs Haus lärmen. Dazu leben bei uns ein Hund sowie eine Katze. In der Familie ergänzen sich alt und jung, herrscht Verständnis für die andere Generation und haben altkluge Ratschläge und Desinteresse keinen Platz. In meinen Träumen sorgt sich die Familie weder um die Zukunft noch ums Geld. Unter diesem Aspekt kommt mein dritter Wunsch ins Spiel.

3. Ich habe sie gefunden - die nie versiegende Geldquelle, erwirtschaft durch einen Beruf, der Spaß macht und vielen Leuten Freude beschert, der berufliche Traum einer Autorin. Bücher schreiben am laufenden Band, ohne zeitlichen, gesellschaftlichen oder familiären Druck. Schreiben und verkaufen, was einem gefällt, ungeachtet aller Zwänge, Marktdaten oder Analysen. Als Autorin immer gefragt und immer gefeiert, im Mittelpunkt der Geschehnisse.

So, jetzt sind sie heraus, meine drei Wünsche. Alles übertrieben? Ja natürlich, aber träumen darf erlaubt sein, und wenn ich ernsthaft über alles nachdenke, relativiere ich mich.
Sind diese drei Träume denn wirklich das, was ich mir wünsche?

"Glücklich ist nicht der, der alles hat, was er will, 
sondern der, der zu schätzen weiß, was er hat."
(Verfasser unbekannt) #zitat

An dieser Stelle kehre ich zu meinen Wünschen aus der Kindheit zurück : Frieden, Gesundheit und Glück. Das sind die Grundlagen, auf die ich baue. 
Wo letzten Endes das Haus steht, die Wohnung liegt, ist doch unwichtig, Hauptsache es ist ein gemütliches Zuhause. Viele Kinder sind mir nicht beschieden - nur eins. Aber das macht mich glücklich. Mein Haustier hatte Flügel. Immerhin wurde das putzige Kerlchen, ein sonnengelber Wellensittich, bei uns zu Hause biblische 13 Jahre alt. An dem dritten Wunsch arbeite ich, und hier schließt sich der Kreis. Zwar steckt in jedem Traum ein Körnchen Wahrheit, das den inneren Wünschen recht nahe kommt, aber reicht das aus zum Glück?

Nicht viel Geld macht glücklich, sondern die Zufriedenheit. 

Was nützt aller Reichtum, wenn man unglücklich oder sogar krank ist?
Ich habe darüber nachgedacht, ob ich wirklich das zu schätzen weiß, was ich (erreicht) habe. Spätestens jetzt bin ich froh, dass mein Leben so ist, wie es ist und die Wünsche meiner Kindertage noch immer aktuell sind: Frieden, Gesundheit und Glück.

Und wovon träumst du? Verrätst du es?













Montag, 2. Dezember 2019

Warum mein 2. Krimi mich selbst verfolgte, und wie ich damit umging

Schon vor sechs Jahren hatte ich meinen 2. Krimi mit dem Arbeitstitel VERDRÄNGTE WAHRHEIT fertig geschrieben. Voller Freude überreichte ich das Manuskript einigen Testlesern. Was danach folgte, stürzte mich fast! in einen Abgrund.
Anstatt mein Werk lobend zu erwähnen, erntete ich ausreichend Kritik. Die tat weh, sehr sogar. 
Was hatte ich getan? Welche Punkte waren verbesserungswürdig?
  • Der Krimi war zu durchsichtig.
  • Den Täter erfasste der Leser recht bald in der Story.
  • Der Spannungsbogen klappte damit frühzeitig zusammen.
  • Die Lektüre hielt meinen Leser nicht bis zum Schluss in Atem.
So und ähnlich lauteten die niederschmetternden Kritiken. Ich mag mir gar nicht vorstellen, welche unerwähnt geblieben waren, um mich nicht persönlich zu beleidigen und mein Buch gänzlich herabzuwürdigen. Es gab auch etliche positive Ansätze, die mich zwar aufrichteten, aber Enttäuschung und Kritik blieben haften. Nach tiefgreifenden Überlegungen und einigem Schmollen war ich nach Wochen soweit, endlich zuzugeben, dass meine Testleser mit ihren Äußerungen nicht unrecht hatten. Ich war ihnen sogar dankbar, dass sie mir vor der verfrühten Publikation abgeraten hatten. Was war passiert?

Je mehr die Schleier vor meinen Augen zerrissen, desto mehr lichtete sich der Vorhang. 
Mein Blick auf die Mängel war nun frei, doch wie sollte ich das Werk so abändern, dass es letztlich den Leser erreichte, ihn mitnahm auf die Reise durch mein Buch? Ich war völlig ratlos, fühlte mich in meiner eigenen Story gefangen.

Ein steiniger Weg bis zum Erfolg









Lange Zeit fiel mir keine oder nur eine halbherzige Lösung ein. Ich begann das Buch umzuschreiben, verhedderte mich bereits nach wenigen Ansätzen. Die Figuren verfolgten mich bis in meine Träume, die Geschichte raubte mir bisweilen den Schlaf. Ich suchte nach Wegen und fand nur Steine. Wie sollten die mich vorwärts tragen?







Die schlimmste Erfahrung, die ich aus diesen Wochen mitnahm, war der zunehmende Frust. Ich stellte alles infrage. Sämtliches Geschriebenes, alle angefangenen Werke, die künftigen Projekte und nicht zuletzt die Profession. Meine Motivation landete im Keller, und ich war abgrundtief verzweifelt. Was sollte ich tun?

Noch bevor sich die Ideenlosigkeit, die das Abändern dieses 2. Krimis mit sich brachte, auf meine anderen Arbeiten ausbreitete, zog ich die Reißleine. Ich schob das ganze Projekt Krimi auf Eis, obwohl ich bereits mit dem 3. Krimi begonnen hatte, und widmete mich völlig anderen Projekten. Nebenher entdeckte ich meine Liebe für Thriller und härtere Krimis neu. Ich las, was ich in diesem Genre kriegen konnte.

Irgendwo schnappte ich den passenden Satz auf:

Ein Autor muss das Genre lesen und lieben, in dem er/sie schreiben will. (Click-to-Tweet)

Ich hoffte, mit dem Lesen entwickelten sich neue Ideen. Ich las die Bücher aufmerksamer, suchte nach den Kriterien, wie andere Autoren ihre Stories aufbauten, durchforstete die Bücher nach Elementen, die mich als Leser fesselten, sortierte die Werke nach gelungenen Spannungsbögen und eher flachen Geschichten. Ich stellte gravierende Unterschiede fest.

Allein die Idee zum Umbau meines eigenen Krimis blieb aus, bis ...

... ich eines Tages, nach etwa fünf Jahren, inzwischen zwei fertigen Manuskripten, etlichen Kurzgeschichten, intensiver Arbeit an meinem Blog und ständiger Weiterbildung, die Lösung fand - ausgerechnet auf einem holprigen Weg entlang der Steilküste. Ich fand das bezeichnend.
Ab dem Tag ging es aufwärts.

Auf einmal wusste ich, wie ich das Werk verändern musste. Was soll ich sagen? 
Nachdem ich mich total festgefahren hatte, brauchte ich eben eine lange Zeit, mich von der ersten Fassung zu lösen. Die zweite weicht nun komplett von der ersten ab. Ich habe nicht umgeschrieben sondern neu geschrieben. Das machte Spaß und klappte wesentlich besser, als das vorhandene Manuskript zu überarbeiten. 

Manchmal ist es besser, einen Neuanfang zu wagen, als auf alten Pfaden weiterzugehen. 

Als ich das für mich erkannt hatte, ging es vorwärts.
Inzwischen ist mein Krimi fertig geschrieben. Die eigentliche Arbeit geht natürlich weiter. Überarbeitung, Cover, Titel, Klappentext, Korrektur, Lektorat, Testleser und so vieles mehr fehlen noch. Doch das Grundgerüst steht. Das macht mich sehr stolz. Ein Mal mehr habe ich es geschafft, mich aus einer verfahrenen Situation herauszuarbeiten.

Selbstverständlich halte ich euch auf dem Laufenden, wie die Verfolgung meines 2. Krimis weitergeht. Aber ab sofort nehme ich die selbst in die Hand.