Donnerstag, 23. Januar 2014

Eine Frage des Ausdrucks


Jeder Autor eines Textes gelangt bei der Überarbeitung desselben an die folgenden Fragen:

Gibt es vermeidbare Wiederholungen?
- Manchmal sind diese unumgänglich, sogar notwendig.

Haben sich Ausdrucksfehler eingeschlichen?
- Nach besonderen Ausdrücken zu suchen, lohnt sich.

Drücken die Sätze meine Gedanken genau aus?
- Faustregel: Ein Gedanke in einem Satz formulieren.
Aber ein Text, der nur aus einfachen Sätzen besteht, wird schnell langweilig. Die richtige Abwechslung steigert den Ausdruckswert.

Müssen Modewörter gestrichen werden?
- "Grand Finale" ist ein typisches Beispiel.

Erschweren eingefügte Klischees das Verständnis?
- "lässige Jeans" , "in den Griff bekommen", "schick"
Diese und viele weitere Phrasen klingen abgedroschen, sollte ein Autor vermeiden.

Sind Fremd- oder Fachwörter notwendig und richtig eingesetzt?
-Mit diesen Begrifflichkeiten sorgsam umgehen. Ein Text muss für den Leser verständlich sein.

Wie steht es mit Füllwörtern?
-"Irgendwie" kann ich "doch" "wohl" "eigentlich" auf diese Wörter "völlig" verzichten "sozusagen".
Ich kann auf diese Wörter verzichten.

... und so überarbeite ich meinen 2. Krimi um Kriminalhauptkommissar Heinrich List unter Berücksichtigung der vorgenannten Fragen. Letzen Endes vermag nur ein ansprechendes Ergebnis, meine Leser zu fesseln.
Wer nicht so lange warten will, schmökert in meinem 1. Krimi "Im Zauber der Madonna".
Das Buch ist als Hardcover, Taschenbuch und E-Book im Buchhandel oder online erhältlich.




Viel Vergnügen!



Montag, 13. Januar 2014

Das Gefühl der Gelassenheit


Es ist nur kurze Zeit her, dass ich zurück bin aus meinem Urlaub. Ich verbrachte die Weihnachtsfeiertage sowie den Jahreswechsel in Florida. Gern wäre ich länger dort geblieben. Stattdessen rief mich die Pflicht zurück nach Deutschland. Neben einigen bleibenden Erinnerungen versuchte ich, ein glückliches Gefühl mit nach Hause zu bringen.

Das Gefühl der Gelassenheit. 

Dieses zu bewahren, hatte ich mir einfacher vorgestellt.
Die an Oberflächlichkeit grenzende Gelassenheit der Amerikaner fasziniert mich jedes Mal, wenn ich die Vereinigten Staaten besuche. Dabei ist das Leben der Menschen dort keineswegs einfacher. Doch scheinen sie um ein Vielfaches glücklicher. Woran mag das liegen?
Sie müssen ebenso ihren Alltag organisieren, definieren, umdisponieren und, und, und ...
Dabei bleiben sie freundlich mit einem offenen Ohr für ihre Mitmenschen, mit einem wachsamen Blick für ihre Umgebung und netten Worten für ihre Nächsten. Ehrlich gesagt, mir ist ein oberflächlich freundlicher Mensch viel lieber als ein tiefgründiger Miesepeter.

Es gibt sicher verschiedenste Gründe, nicht dauernd mit einem strahlenden Lächeln herumzulaufen. Doch sind diese Gründe oft unbegründet. Vermeintliche Dinge, die gegen uns stoßen, ziehen die Ecken unserer Mundwinkel nach unten. Statt gelassen fühlen wir uns schnell groggy, zerschlagen oder gar ausgepowert und unser Gesicht gleicht trübem Regenwetter.

Übrigens der Begriff groggy stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie angeschlagen oder wackelig auf den Beinen sein. Hintergrund des Wortes ist ein winterliches Aufwärmgetränk namens Grog, ursprünglich ein Matrosengetränk. Und als groggy wurde derjenige bezeichnet, der zu viel davon genossen hatte, folglich also betrunken war.

Dann doch lieber gelassen.
Dieser Zustand gefällt mir eindeutig besser. Aber wie erhalte ich mir diesen?
Zwischendurch schaue ich mir die Urlaubsbilder auf meinem PC an, erinnere mich an das Rauschen des Meeres, sehe vor meinem geistigen Auge die Delfine im Wasser vorüberschwimmen, dekoriere den feinsandigen, weißen Strandsand von Clearwater in mein winterliches Windlicht oder versuche, vermeintlich kniffligen Dingen mit einer gehörigen Portion Humor zu begegnen. Bis jetzt klappt das.
Ich will sie mir bewahren - die Gelassenheit und sei es nur ... für einige Momente.



Die sind es wert, um glücklicher zu leben. Versuchen Sie es selbst!