Montag, 8. Dezember 2014

Ein Gespräch über Texte


Immer wieder stoße ich bei Recherchen zu einem meiner Projekte auf interessante Beiträge, Artikel oder Interviews.
Lesen Sie einmal in Auszügen das Gespräch Mechthild Bauschs von Lufthansa exclusive mit Michael Krüger, einem Lektor und Verleger und dem heutigen Präsidenten der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

"Sie galten immer als besonders empathischer Verleger ...
Ich habe mich sehr um die Autoren gekümmert, weil ich verstanden habe, dass sie gewissermaßen von der ganzen Kondition her neurotisch veranlagt sein müssen. Sonst würden sie nicht drei Jahre lang hintereinander jeden Tag an einem Roman arbeiten, der von einer bösen Mutter, einem verlorenen Vater, einer trinkenden Schwester und einem inzestuösen Onkel handelt.
Das macht man nur, wenn man vollständig davon überzeugt ist, dass nur dieser eine Text die Welt retten kann. Außerdem schreibt jeder Autor immer an seinem letzten Buch, denn es muss schließlich so gut werden, dass es alle anderen Bücher schlägt.
...
Wie kann man heute die junge Generation mit Büchern erreichen?
Sehr schwer.
...
Sehen Sie ein Ende der guten Literatur in Deutschland?
Nein, das Ende sehe ich nicht. Ich sehe nur, dass die Fähigkeit, einen komplizierten Text zu lesen, immer mehr abnimmt, weil die Leute an kurze Dinge gewöhnt sind ... Wirklich vorhersehbar ist heute gar nichts mehr.
...
Was würden Sie denn machen, wenn Sie nur noch fünf Minuten zu leben hätten?
Ich würde in den Himmel gucken. Fünf Minuten lang. Und keinen Text mehr lesen."
(Quelle: Zeitschrift Lufthansa exclusive)

Ich würde fünf Minuten lang ... dem Vorlese-Text meines Sohnes lauschen, um sicher zu gehen, die Liebe zum Lesen vererbt zu haben.




Und was würden Sie tun, wenn Sie nur noch fünf Minuten zu leben hätten?



Montag, 1. Dezember 2014

Im Zauber der Madonna zum Sonderpreis

Die Sonderedition meines Krimis IM ZAUBER DER MADONNA habe ich um diverses Bonusmaterial erweitert, überarbeitet und mit neuem Cover versehen.

Das ebook ist jetzt zum Sonderpreis für nur 0,99 € exklusiv bei amazon erhältlich. 




              

Ich wünsche spannendes Lesevergnügen.



Dienstag, 11. November 2014

Gänsehaut wie vor 25 Jahren

Vor einem Vierteljahrhundert fiel die Mauer.

Jedes Jahr im November denke ich zurück an jene schicksalhafte Stunden, die mein Leben grundlegend veränderten. Damals bildete der CHECKPOINT CHARLIE meine erste Anlaufstation und der herzliche Empfang der umstehenden Leute übertraf meine kühnsten Erwartungen - ein überwältigender Gänsehautmoment.

Den erlebte ich wieder in diesen geschichtsträchtigen Tagen. Die Lichtgrenze entlang der ehemaligen Mauer erstrahlte bei Nacht wie die Gesichter der Leute und war auch am Tag imposant anzusehen. Das starke Gefühl der Freiheit erlebte ich allgegenwärtig.
Schauen Sie selbst!


Ich - an der Bornholmer Straße.

Bornholmer Straße

Lichtgrenze zwischen Bornholmer und Bernauer Straße

Lichtgrenze in Kreuzberg

Lichtgrenze am Engelbecken

Selbst dieser Baum schmückte sich mit schwarz-rot-goldenen Farben an der Lichtgrenze.

Checkpoint Charlie

Ich freue mich, dabei gewesen zu sein - damals und in diesen Tagen - und bin sicher, Sie erinnern sich ebenso gern jener Zeit mit unvergesslichen Momenten.





Montag, 22. September 2014

Nur fünf Schritte ...

Im Zusammenhang mit der Korrektur meiner Texte steht immer jener enggeführte Aufbau, der alles auf die Spitze treibt, was gesagt werden muss.
Die Übung an dichten Dialogen feuert neben meiner Sprache - meine Arbeit, meine Beobachtungen, aber auch die Wahrnehmung meiner eigenen Persönlichkeit an.

Dabei gehe ich in fünf Schritten vor:

  1. Zuerst unternehme ich einen Streichungsdurchgang durch meinen Text. Dem fallen sämtliche Abläufe und Worte zum Opfer, die nichts zu sagen haben.
  2. Ich schaffe Lücken, die der Leser, die Leserin ausfüllen darf - so genannte produktive Leerstellen.
  3. In einem weiteren Durchgang versuche ich, Informationen eng zusammenzuschieben, sie zu verdichten. Ich kürze Nebensätze oder wandle diese um z.B. Eine Frage, die sie sich schon öfters gestellt hat ... wird zu Eine ewige Frage für sie ... oder noch kürzer Ihre Urfrage ...
  4. Ich achte darauf, eine Sache nicht mehrfach hintereinander darzustellen. Das Konkrete reicht (Sie musste sich übergeben ...). Das noch einmal wenig später im Text abstrakt darzulegen, ist unnötig (Sie konnte sich nicht länger beherrschen ...).
  5. In einem weiteren Durchgang unternehme ich den Versuch, besondere Wörter und sprachliche Wendungen einzubringen (Vom Suchen und Finden besonderer Textstellen erzählt ein vorangegangener Blogartikel) und achte auf meinen persönlichen Ton, meinen eigenen Stil.



Ganz gleich, wie Ihre Vorgehensweise zur Verdichtung eines  Textes aussieht - Ziel des dichterischen Schreibens ist doch:
In einen Satz mit wenigen Worten möglichst viel Information, Aussage und Atmosphäre zu bringen.

Ich wünsche Ihnen Gutes Gelingen!

Samstag, 6. September 2014

Für einen Seemann

Tiefblau und seiden -
so schimmert das Meer.
Ich weiß Dich dort draußen,
Du kommst nie wieder her.
Einst gingen wir im Leben-
gemeinsam ein Stück.
Du hast mir gegeben -
viel mehr als nur Glück.
Was bleibt, sind Gedanken -
die Erinnerung an Dich.
Ich sehe immer nach vorn -
Du wärest stolz auf mich.



Und Alban Stolz sagte einmal:
"Siehe jeden Tag an wie ein Blatt im Wanderbuch deines Lebens. Sorge dann dafür, dass auf jedem Blatt etwas Gutes aufgezeigt wird."

Ich gebe mein Bestes - jeden Tag.
 

Mittwoch, 3. September 2014

Kultursommertag in Mahlow

Nun ist er vorbei - der 1. Mahlower Kultursommertag, der zukünftig einen dauerhaften Platz in der Kulturszene meines Wohnortes einnehmen soll.

Aufbau im Lesezelt
Mit meinem Buch konnte auch ich ein paar kulturelle Zeichen setzen. Von unserer Ortvorsteherin angekündigt und interviewt freute ich mich über den Andrang der Leute und das rege Interesse.

Im Interview mit unserer Ortsvorsteherin
Die positive Resonanz auf mein Werk war überwältigend. Auch überraschte mich die Vielzahl der Personen, die das Gespräch mit mir suchten, weil sie mich und mein Buch bereits kannten. Jeder bestärkte mich, meinen Weg weiter zu gehen.
An dieser Stelle möchte ich anmerken: mein Hauptkommissar hat in seinem 2. Fall ermittelt und ist dem 3. bereits auf der Spur. Lieben Dank den vielen Interessenten für die Geduld.
Ich hatte mich bewusst entschieden, öffentlich weniger aktiv zu sein. Einerseits haderte ich mit gesundheitlichen Problemen, andererseits nutzte ich die Ruhe, um künftige Strategien meines Protagonisten sowie meine eigenen zu überdenken. Jetzt gehe ich die anstehenden Aufgaben mit vollem Elan an. Meine Leserinnen und Leser danken es mir, wie man sieht.

Im Lesezelt herrschte Spannung.

Ausschnitt meiner Lesung
Ein schönes Gefühl ist es, wenn Leser an Leser mein Buch weiterempfehlen. Das bemerkte ich sofort im Abverkauf. Jeder Interessent, der es wollte - und es wollte jeder - bekam eine persönliche Widmung in das Kaufexemplar geschrieben. Ein Lesezeichen vergab ich gratis dazu.

Buchverkauf
Ein gelungener kultureller Höhepunkt in unserer Gemeinde. Gern bin ich im nächsten Jahr wieder dabei - Krimiautorin Silke Boldt und ihr Werk "Im Zauber der Madonna".

Konnten auch Sie in Ihrer Gemeinde bereits Ihr Buch präsentieren? Noch nicht? - Regen Sie doch einmal den Kultursommertag (Kulturwintertag tut es auch) an Ihrem Wohnort an!

Der bringt Spaß und nette Begegnungen. Viel Glück!


Dienstag, 26. August 2014

... wenn Sternschnuppen vom Himmel fallen

... verbinden wir diese Ereignisse gern mit unseren Wünschen. Ich bilde da keine Ausnahme. Im Gegenteil, jedes Jahr im August - wenn der so genannte Perseiden-Strom auftritt, hoffe ich darauf, besonders viele Exemplare beobachten zu können.

In diesem Jahr hatte ich Glück!
Von meiner wunderbaren Urlaubsterrasse aus bot sich mir ein bemerkenswerter Blick auf den nächtlichen Sternenhimmel von Teneriffa. Am frühen Abend schon hatte ich mich in Position gesetzt und ... wurde belohnt.

Zwei Sternschnuppen sah ich verglühen in einer Nacht - ausgerechnet in der vom 09. auf den 10. August.

Die Perseiden werden übrigens auch Laurentius-Tränen genannt. Jener Märtyrer soll am 10. August 258 nach Christus in Rom auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert worden sein. Tragisch oder? Wie dem auch sei: während Fachleute einhundert Sternschnuppen pro Stunde erwarteten, gab ich mich mit den beiden gesichteten zufrieden.
Die mussten meine Wünsche aushalten.
Stürzten sie deshalb so rasant unserem Planeten entgegen?




Zurück aus dem Urlaub arbeite ich an der Umsetzung meiner Träume. Schließlich sollen diese wahr werden und nicht mit den Perseiden in der Finsternis verglühen.

Sind auch für Sie diesen Sommer Sternschnuppen vom Himmel gefallen? Und haben Sie denen Ihre Wünsche mitgegeben? Viel Glück!

Mittwoch, 26. März 2014

Die bildliche Geschichte meines Krimis - Ein Trailer


Manche/r hat ihn schon gesehen - meinen Trailer.
Ich habe etliche Stunden auf der Suche nach den passenden Bildern verbracht. Diese ausgewählt, überarbeitet, neu zusammen- und fertiggestellt. Nun präsentiere ich mein erstes Video zu meinem Buch.


Es ist eine Exkursion, eine bildliche Darstellung rund um meinen Krimi "Im Zauber der Madonna".



Viel Spaß beim Zusehen!


















Dienstag, 18. März 2014

LBM2014 - Meine Nachbetrachtung


Rasant zog die Zeit während der 2. Leipziger Autorenrunde im Rahmen der LBM14 vorüber.














Es war ein Tag voller Begegnungen, Gespräche und Diskussionen. Von der Qual meiner Wahl hatte ich im Vorfeld berichtet.
Letzten Endes entschied ich mich für die nachstehenden Tischgespräche:



"Über die Gestaltung des Bösewichts im Spannungsroman"

David Gray gab Hinweise zur positiven Einführung des Helden. Der Krimi- und Thrillerbuchautor bevorzugt den langsamen Aufbau einer Geschichte, in der auch ein Schurke positive Eigenschaften besitzt. Daneben müssen Motivation, Familienhintergrund, Ziele und die gesellschaftliche Stellung des Helden klar herausgearbeitet werden. Als beispielgebenden Roman nannte er "Die Hexen von Eastwick" von John Updike. Ein Buch, welches ebenfalls sehr erfolgreich verfilmt wurde.

"Buch-PR für Profis"

Gabriele Borgmann wies auf die notwendige Pressemitteilung nach einer Buchveröffentlichung hin und wie eine solche verfasst werden sollte. Natürlich schreibe ich über mich selbst als Autor stets in der 3. Person. Eine Pressemitteilung sollte zwischen 1.600 und 2.000 Zeichen haben und dem Leser generieren, warum mein Buch wichtig für ihn/sie ist. Was ist anders an meinem Buch? Des weiteren empfahl Frau Borgmann das Bibliothekenmarketing nicht zu vernachlässigen, was auch bedeuten kann, die Bibliothek im Heimatort oder in der nächsten Umgebung anzusteuern, um ihnen mein Buch anzubieten.

"Schreiben unter Pseudonym"

Hier habe ich erst einmal gelernt, dass ich unterscheiden muss zwischen dem offenen und geschlossenen Ps. Warum man ein Ps. als Autor braucht, hatten wir an unserer Tischrunde ziemlich schnell ausgemacht. Welche Vor- und Nachteile die beiden Arten des Ps. beinhalten, wurde uns im Laufe der Diskussion mit Zoe Beck klar. Als Autor muss man folglich genau entscheiden, will ich mich bekennen, früher oder später? Will ich völlig anonym bleiben? Kann ich auch Lesungen mit meiner Lösung durchziehen? Gibt es steuerliche Konsequenzen?

"Social Media für Autorinnen und Autoren"

Gleich zu Beginn der Runde stellte Silke Buttgereit klar. Gehst du ins Internet brauchst du klare Ziele. Was willst du im Netzwerk? Vernetzen? Verkaufen? Kommunizieren? Ohne Zielstellung und Zielgruppendefinition geht gar nichts. Und sehr wichtig, ihr Hinweis: Bediene nur einige ausgewählte Netzwerke. Allen gerecht zu werden, führt schnell zum Kraft- und Zeitdefizit mit nachfolgender Unzufriedenheit. Nur die Netzwerke bedienen, die dir Spaß machen, dich in deiner Arbeit vorwärts bringen, hieß das Credo der Expertin für Webkonzepte und Zeitlimits setzen.

"Selbstlektorat für Selfpublisher"

Die freie Lektorin Susanne Pavlovic war mir bereits aus der Facebookgruppe "Buchstabenjunkies" ein Begriff. Doch Facebookleute live zu treffen, ist noch einmal ein besonderes Erlebnis. Susanne machte uns Autoren auf das "10 Punkte Textlektorat", einem Kontrollmechanismus des Autors Andreas Eschbach aufmerksam, welches, angewandt durch den Autor selbst, Text-, Stil- und Sprachdefizite weitestgehend abdeckt. Auch lobte sie das Programm "Papyrus", das dieselben Punkte professionell für den Autor kontrolliert. Ich kann das nur empfehlen, schreibe meine Bücher auch mit Papyrus. Es ist eine Erleichterung und spart Kosten, weil der Lektor weit weniger beschäftigt wird. Allerdings ist "Papyrus" nicht kostenlos zu erwerben.
Susannes Credo:
Erst wenn du dein Buch in einem Satz zusammenfassen kannst, um einem Außenstehenden zu erklären worum es inhaltlich geht, bist du auf einem guten Weg.

"Vermarktung des eigenen eBooks"

Matthias Matting, erfolgreicher eBook-Autor und Blogger-Kopf der Selfpublisher-Bibel, hat eindeutig auf die Bedeutung der preislichen Komponente im eBook Verkauf hingewiesen. Auf 30 verschenkte eBooks kommt ein verkauftes. Angesichts dieser Zahlen mussten wir Teilnehmer der Tischrunde erst einmal schlucken. Soviel Herzblut liegt in unseren Büchern und dann sollen wir sie vielfach verschenken? Aber der Mann hat Recht. Nur Preisaktionen steigern die Verkaufschancen. Nun denn auf zu neuen Marketingstrategien.

Zwischen den einzelnen Runden haben wir diskutiert, unsere Erfahrungen ausgetauscht und die Möglichkeit zum Autorenporträt genutzt. Ich freue mich schon auf mein professionelles Foto von der Fotografin Birgit-Cathrin Duval. Bei ihr herrschte verständlicherweise ein riesiger Andrang.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, zu der ich auf der LBM15 gern wiederkomme.
Ein besonderes Dankeschön an Leander Wattig und alle anderen Organisatoren der Tischrunden-Gespräche.
Bis zum nächsten Jahr!









Freitag, 14. März 2014

lbm14 - Ein Ereignis steht bevor


Gestern startete die Leipziger Buchmesse 2014.
In diesem Jahr bin ich morgen, am Samstag, wieder bei der Autorenrunde vertreten. Ich freue mich auf interessante Tischrunden-Gespräche mit den anderen Teilnehmern.

Ein Blick auf das vollständige Programm bestätigt mir meine Qual der Wahl. Genau wie im letzten Jahr gibt es wieder Runden, an denen ich gleichzeitig teilnehmen könnte. Wieder und wieder sondiere ich meine Prioritäten. Es bereitet mir Kopfzerbrechen, mich zu entscheiden und immer das Ziel, viel Wissen und Erfahrungen mitzunehmen, im Auge zu behalten.




Anhand der Teilnehmerliste habe ich einige namhafte Kollegen ausgemacht. Die eigenen Erfahrungen über den Literaturbetrieb mit anderen zu teilen, halte ich nicht nur für sinnvoll, sondern auch für lehrreich. Gerade als Autor/-in sitzt man in der Regel allein im Kämmerlein, fasst kreative Gedanken in Worte.
Die LBM bietet eine wunderbare Gelegenheit zum Austausch.

Meine Favoriten der Tischrunden-Gespräche sind folgende Themen:
  • "Über die Gestaltung des Bösewichts im Spannungsroman" - Referent: David Gray
  • "E-Books: Lasst uns mal über den Preis reden" - Referent: Andreas Artmann
  • "Buch-PR für Profis" - Referent: Gabriele Borgmann
  • "Schreiben unter Pseudonym" - Referent: Zoé Beck
  • "Blick in die Werkstatt einer Hybridautorin" - Referent: Katja Piel
  • "Social Media für Autorinnen und Autoren" - Referent: Silke Buttgereit
  • "Selbstlektorat für Selfpublisher" - Referent: Susanne Pavlovic
  • "Das perfekte Autorenporträt" - Referent: Birgit-Cathrin Duval
Für das Autorenporträt habe ich mich bereits angemeldet. Mal sehen, ob es damit klappt. Darüber hinaus habe ich die anderen vielfältigen Themen noch nicht beiseite gelegt. Meine endgültigen Entscheidungen treffe ich kurzfristig. Über den Ausgang und meine Eindrücke berichte ich nach der Runde.
Jetzt treffe ich weitere Vorbereitungen für die Buchmesse.

Vielleicht begegnen wir uns dort?

Dienstag, 11. März 2014

Ein paar Worte ...


Die Geburtstagsgäste sind fort, die Torte gegessen, die Party vorüber. Was bleibt, ist die Erinnerung an einen traumhaften Tag und das, nicht nur angesichts des fantastischen Wetters.

Ich bedanke mich bei allen Freunden, Kollegen und Gratulanten für die lieben Glückwünsche zu meinem Geburtstag. An der Zahl waren es derer so viele, dass ich es nicht vermochte, auf jeden Hochruf einzugehen.
Doch eines ist sicher, jeder einzelne Gruß hat mich mit seiner Individualität berührt.  

Danke!!



Ich verbrachte glückliche Stunden am malerischen Zernsee, denn ein bisschen Wasser muss sein.
Sonnige Grüße für Euch/Sie alle.





Mittwoch, 5. März 2014

Stille


Ich bin am Strand entlang gelaufen, genau wie damals - einmal links und einmal rechts.

Dort, wo der Sand am weichsten war und die schönsten Muscheln lagen, habe ich angehalten und auf´s Meer geblickt. Ich habe dorthin geschaut, wo das Wasser dunkelblau schimmert, wo sich die Wellen am Bug der Schiffe brechen und wo die Wolken treiben, weil der Wind unaufhörlich weht.
Dort ... bist Du.




Heute lebe ich, im Hier und Jetzt, in einer anderen Zeit mit anderen Bildern, mit anderen Büchern und mit anderen Liedern ... Du fehlst.

"Doch die Liebe überdauert alle Zeiten." (Joseph Victor von Scheffel)

Donnerstag, 20. Februar 2014

Vom Suchen und Schaffen besonderer Textstellen


Geht es Ihnen ebenso?
Sie lesen ein Buch und stoßen auf eine beeindruckende Textstelle, die Sie nicht mehr vergessen wollen.
So eine schreibe ich sofort auf. Beim Lesen habe ich deshalb immer in greifbarer Nähe Zettel und Stift dabei. Im Laufe vieler gelesener Bücher sammelte ich etliche  Textstellen, die mich inspirieren. Sie geben mir Anstöße zum Nachdenken über das eigene Erleben, lassen neue Gedankenstränge für mein schreibendes Schaffen entstehen oder erfreuen mich eben zwischendurch mit ihrer besonderen Ausdrucksweise.
Leider habe ich es versäumt, im Laufe der Jahre die zitierten Bücher und Autoren zu vermerken. Sehen Sie mir bitte diesen Lapsus nach und erfreuen sich mit mir an einigen meiner gefundenen Textstellen.

"Sie stieg den Hügel hinauf, vorbei an der alten Highschool, und fand eine Stelle, wo sie sich hinsetzen und die Aussicht genießen konnte: die schmale Orca-Bucht, ... , von der sinkenden Sonne in orange, rote und knallrosa Töne getaucht."

"Ich stand an der Mole und sah die Fähre nach Dänemark, wie sie mit offenem Ladebug die Warnow-Mündung verließ."

"Er lehnte sich an ihre Seite, ein warmes, solides und beruhigendes Gewicht."

"Wenn ich an den Warnemünder Ostseestrand wollte, durfte ich nur bis zum Sonnenuntergang eine Luftmatratze dabei haben ... und ein Lagerfeuer am Strand wurde als 'Signalgebung an den Feind' betrachtet."

"Drei Töne hallten in der stillen Abendluft wider, eine klare, absteigende Reihenfolge."

"Ein Eichhörnchen lag still und einsam in seinem Kobel, hoch oben in dem Geäst eines Baumes. Als eine Krähe sich auf der Spitze der Baumkrone niederließ, seufzte es: "Ach, wäre das schön, könnte sie eine Freundin für mich sein."
Die Krähe putzte sich sorgfältig. Ihr Gefieder glänzte blau schwarz in der warmen Abendsonne. Vorsichtig hüpfte das Eichhörnchen von Ast zu Ast bis es die Baumspitze erreichte, wo die Krähe saß. Groß und stolz wiegte die sich in den Wipfeln ..."

Ich könnte noch eine ganze Reihe solcher Fundstücke zitieren. Etliche Notizseiten habe ich damit gefüllt. Sie auch? Nein? Nur zu, holen Sie das nach.
Diese Niederschriften bringen unentdeckte Seiten in Ihnen zum Klingen und am besten ... Sie erstellen eigene besondere Textstellen.


Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Suchen und Schaffen.







Donnerstag, 23. Januar 2014

Eine Frage des Ausdrucks


Jeder Autor eines Textes gelangt bei der Überarbeitung desselben an die folgenden Fragen:

Gibt es vermeidbare Wiederholungen?
- Manchmal sind diese unumgänglich, sogar notwendig.

Haben sich Ausdrucksfehler eingeschlichen?
- Nach besonderen Ausdrücken zu suchen, lohnt sich.

Drücken die Sätze meine Gedanken genau aus?
- Faustregel: Ein Gedanke in einem Satz formulieren.
Aber ein Text, der nur aus einfachen Sätzen besteht, wird schnell langweilig. Die richtige Abwechslung steigert den Ausdruckswert.

Müssen Modewörter gestrichen werden?
- "Grand Finale" ist ein typisches Beispiel.

Erschweren eingefügte Klischees das Verständnis?
- "lässige Jeans" , "in den Griff bekommen", "schick"
Diese und viele weitere Phrasen klingen abgedroschen, sollte ein Autor vermeiden.

Sind Fremd- oder Fachwörter notwendig und richtig eingesetzt?
-Mit diesen Begrifflichkeiten sorgsam umgehen. Ein Text muss für den Leser verständlich sein.

Wie steht es mit Füllwörtern?
-"Irgendwie" kann ich "doch" "wohl" "eigentlich" auf diese Wörter "völlig" verzichten "sozusagen".
Ich kann auf diese Wörter verzichten.

... und so überarbeite ich meinen 2. Krimi um Kriminalhauptkommissar Heinrich List unter Berücksichtigung der vorgenannten Fragen. Letzen Endes vermag nur ein ansprechendes Ergebnis, meine Leser zu fesseln.
Wer nicht so lange warten will, schmökert in meinem 1. Krimi "Im Zauber der Madonna".
Das Buch ist als Hardcover, Taschenbuch und E-Book im Buchhandel oder online erhältlich.




Viel Vergnügen!



Montag, 13. Januar 2014

Das Gefühl der Gelassenheit


Es ist nur kurze Zeit her, dass ich zurück bin aus meinem Urlaub. Ich verbrachte die Weihnachtsfeiertage sowie den Jahreswechsel in Florida. Gern wäre ich länger dort geblieben. Stattdessen rief mich die Pflicht zurück nach Deutschland. Neben einigen bleibenden Erinnerungen versuchte ich, ein glückliches Gefühl mit nach Hause zu bringen.

Das Gefühl der Gelassenheit. 

Dieses zu bewahren, hatte ich mir einfacher vorgestellt.
Die an Oberflächlichkeit grenzende Gelassenheit der Amerikaner fasziniert mich jedes Mal, wenn ich die Vereinigten Staaten besuche. Dabei ist das Leben der Menschen dort keineswegs einfacher. Doch scheinen sie um ein Vielfaches glücklicher. Woran mag das liegen?
Sie müssen ebenso ihren Alltag organisieren, definieren, umdisponieren und, und, und ...
Dabei bleiben sie freundlich mit einem offenen Ohr für ihre Mitmenschen, mit einem wachsamen Blick für ihre Umgebung und netten Worten für ihre Nächsten. Ehrlich gesagt, mir ist ein oberflächlich freundlicher Mensch viel lieber als ein tiefgründiger Miesepeter.

Es gibt sicher verschiedenste Gründe, nicht dauernd mit einem strahlenden Lächeln herumzulaufen. Doch sind diese Gründe oft unbegründet. Vermeintliche Dinge, die gegen uns stoßen, ziehen die Ecken unserer Mundwinkel nach unten. Statt gelassen fühlen wir uns schnell groggy, zerschlagen oder gar ausgepowert und unser Gesicht gleicht trübem Regenwetter.

Übrigens der Begriff groggy stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie angeschlagen oder wackelig auf den Beinen sein. Hintergrund des Wortes ist ein winterliches Aufwärmgetränk namens Grog, ursprünglich ein Matrosengetränk. Und als groggy wurde derjenige bezeichnet, der zu viel davon genossen hatte, folglich also betrunken war.

Dann doch lieber gelassen.
Dieser Zustand gefällt mir eindeutig besser. Aber wie erhalte ich mir diesen?
Zwischendurch schaue ich mir die Urlaubsbilder auf meinem PC an, erinnere mich an das Rauschen des Meeres, sehe vor meinem geistigen Auge die Delfine im Wasser vorüberschwimmen, dekoriere den feinsandigen, weißen Strandsand von Clearwater in mein winterliches Windlicht oder versuche, vermeintlich kniffligen Dingen mit einer gehörigen Portion Humor zu begegnen. Bis jetzt klappt das.
Ich will sie mir bewahren - die Gelassenheit und sei es nur ... für einige Momente.



Die sind es wert, um glücklicher zu leben. Versuchen Sie es selbst!