Montag, 10. September 2018

Die Wahrheit über 6 Gründe und mehr, die mich vom Schreiben ablenken

Mit den Ablenkungen ist das so eine Sache.
Schreiben kannst du doch jederzeit. Du kannst es dir ja einteilen. Diese Aussagen flogen mir schon des Öfteren um die Ohren.
Im Grunde ist es auch so, doch habe ich festgestellt, dass ich abends nicht gerade meine kreativste Phase habe. Also integriere ich meine Schreibgewohnheiten gütlich in meinen Tagesablauf. Doch genau daran scheitert es mitunter. Zwar versuche ich Störfaktoren auszublenden, doch klappt das nicht immer. Treten die Ablenkungen, ob notwendige und/oder selbstgemachte, an mehreren Tagen hintereinander auf, werde ich schon mal ungeduldig bis unzufrieden und manchmal sogar ungehalten meinen Mitmenschen gegenüber.
Man möge mir das verzeihen☺

Termine
Es gibt so Tage, an denen lässt sich beispielsweise ein Arzttermin nicht umgehen oder ein notwendiger Handwerker kündigt sich an. Diese Spezialisten arbeiten meistens vormittags und manchmal mit einem langen Atem. Der Tag trödelt so dahin, es wird Nachmittag, und ich habe gefühlt nichts geschafft, schon gar nicht am Schreibtisch. Ehe ich mich versehe, kündigt sich die nächste Ablenkung an.

Familie und Freunde
Das Problem mit dem Home-Office sind die Erwartungen meiner Lieben. Da komme ich zurück auf meine Eingangssätze. Alle sind der Meinung, wenn du schon zu Hause arbeitest, kannst du noch Dies und Das erledigen, besorgen und einkaufen und der Haushalt macht sich fast von allein. Mit Hilfe von Maschinen, Putzroboter & Co ist alles kein Thema. Ach ja, wir müssten uns mal wieder zum Kaffee, Essen oder Bummeln treffen.
Mal bin ich mit Freude dabei, ein anderes Mal lehne ich freundlich, aber diszipliniert ab. Meine Familie kennt zudem das Schild der wenigen Worte. Es hängt fast täglich an der Arbeitszimmertür: BITTE NICHT STÖREN! Mit dieser Situation umzugehen, ist für alle Beteiligten nicht immer einfach.




Soziales Netzwerk
Wer überall dabei ist, sollte sein Netzwerk auch pflegen. An sich eine schöne Sache, zu schön, denn sie verbraucht einen Teil meiner Zeit und lädt ständig zur Ablenkung ein. Nur eben ein Blick aufs Handy, weil doch schon wieder etliche Icons angezeigt werden.
Was ist los bei Facebook? Und ja, ein paar Tweets, die paar Zeichen sind schnell geschrieben. Auf Instagram die neuesten Likes und Abonnenten checken und ... hängenbleiben. Es gab so manche Stunde, die ich so zugebracht habe. Hinterher ärgere ich mich schon mal ob der vergangenen Zeit. Ich schalte daher seit Neuestem öfter mein Telefon auf stumm und lege es bewusst außerhalb meines Sichtfeldes.

Bilder, Homepage, Blog und Planung
Natürlich müssen viele Dinge auch vorbereitet werden. Nur leider verzettele ich mich manchmal dabei. Da bleibe ich an meinen Bildern für die Netzwerke kleben, bereite sie vor, probiere Filter aus, bearbeite sie und und und ... eine oder mehr Stunden sind um. Oder noch schnell die Homepage aktualisieren, bevor ich beginne zu schreiben. Nur, dass das manchmal eben nicht so schnell funktioniert, wie ich es mir vorstelle, wieder ist wertvolle Zeit um.
Die Arbeit an meinem Blog betrachte ich da als Ausnahme. Hierfür schreibe ich schließlich Beiträge, und die nicht minder gern, als das Schreiben an meinen Projekten.
Die Planung aller Posts für mein Netzwerk nehme ich anhand einer Excel-Tabelle vor. Das bedeutet viel Arbeit, aber nur so behalte ich den Überblick. Seitdem die Tabelle steht, geht es wenigstens zügiger von der Hand. Einen großen Teil bilden überhaupt die Überlegungen, was stelle ich wann, wo und wie ein. Ohne meine Planung läuft eben nichts. Dafür ist sie ständig aktuell.

Garten & Spaziergänge
Besonders an sonnigen Tagen lasse ich mich gern hinreißen, den Schreibtisch zu ignorieren. Im Garten gibt es schließlich immer etwas zu tun, und wenn die Sonne lacht, und das blaue Meer ruft ... bin ich weg.
Diese Art der Ablenkung sehe ich aber positiv. Immerhin tanke ich meine kreativen Speicher auf, lasse meinen Gedanken freien Lauf, entwickele an der frischen Luft Ideen oder power mich schon mal richtig aus, um den Kopf frei zu bekommen. Die Zeit draußen in der Natur vergeht immer zügig. Ehe ich mich versehe, sind ein paar Stunden um, ohne eine einzige Zeile geschrieben zu haben. Das Schreiben am Abend kann ich dann auch vergessen, weil zu Hause aufgestaute Dinge abgearbeitet werden müssen. Mein schlechtes Gewissen kompensiere ich mit dem guten Gefühl, an diesem Tag etwas für meine Gesundheit getan zu haben.

Banken, E-Mail-Check, Google
Last but not least, der tägliche Banken- und E-Mail-Check, weil man ja immer den Überblick behalten will. Das sollte zügig erledigt sein, wären da nicht diese E-Mails, deren Bearbeitungen sofort erforderlich sind. Nun ja, müssen manche Antworten tatsächlich sofort erledigt werden? Kommt es wirklich auf 2-3 Stunden an? Wenn es nur dabei bliebe, ginge es noch. Hinzu gesellt sich oft ein Ich-muss-mal-eben-Dies-und Das-googeln. Ja, und das kann schon mal länger dauern. Von einem Detail google ich ins nächste und schon ist eine Stunde um. Na sowas!

Und mein Fazit?
Da verfahre ich seit Jahren nach dem Motto: Alles ist eine Frage der Organisation.
Doch wie ihr seht, gibt es Tage, da hebele ich das aus und verzettele mich. Selbst schuld! Das mir das nicht allein so ergeht, habe ich bereits von Kollegen gehört, tröstet mich jedoch wenig. Letzten Endes ist es also eher eine Frage der Disziplin, die jeder für sich selbst beantworten muss.
Aber tut es nicht manchmal gut, dem inneren Teufelchen einfach nachzugeben? 😈

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