Montag, 24. Februar 2020

Was Leser fragen zum Zauber der Madonna und zum Schreiben

Immer wieder gern stelle ich mich den Fragen meiner Leser*innen. Ich freue mich über das große Interesse an meiner Arbeit und bedanke mich bei allen Unterstützern.

Woher kam die Idee für den Krimi IM ZAUBER DER MADONNA?
Mich inspirierte mein damaliger Wohnort mit seinen facettenreichen Charakteren. Es genügte, mit offenen Augen durch die Straßen zu gehen.

Welchen Schritt hast du für die Umsetzung des Kriminalromans zuerst in Angriff genommen?
Ich notierte mir in groben Zügen das Handlungsgerüst und legte stichpunktartig die Eigenschaften meines Titelhelden fest?

Gibt es ein Exposé?
Zuerst glaubte ich, ohne auskommen zu können. Meine Meinung änderte ich zügig. Ja, es gibt ein Exposé.


Wie lautet die Zusammenfassung deines Buches?
Im Mittelpunkt steht der Mord an einem vermögenden Kunstsammler. 
Die Story wird durch mehrere Wendungen, der bewegenden Vergangenheit des Opfers sowie der Entwicklung des zuständigen Hauptkommissars und seiner Konfrontation mit privaten Unzulänglichkeiten inszeniert.

Sind weitere Teile der List-Reihe geplant?
Ja. Der zweite, komplett überarbeitete Teil steckt in der Korrektur. Warum der 2. Krimi bisher nicht erschien und welche Schwierigkeiten ich mit dem Schreiben hatte, lest ihr hier: Warum mein 2. Krimi mich selbst verfolgte, und wie ich damit umging. Für den 3. Krimi steht das Handlungsgerüst und die ersten 30 Seiten sind geschrieben.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Vom Tagebuch, über Kurzgeschichten und nach einem Fernstudium fühlte ich mich zum Bücherschreiben berufen.

Wie sieht dein Schreib-Alltag aus?
Unspektakulär, aber diszipliniert, arbeite ich vormittags in meinem Büro an der Umsetzung meiner Ideen. Neben dem Schreiben, recherchiere ich und sichte News und E-Mails. Dazu überlege ich mir sinnvolle Marketingmaßnahmen und Strategien, um mein Buch und mich als Autorin bekannter zu machen.

Welcher Teil des Schreibprozesses ist der schönste?
Den letzten Satz eines Manuskriptes zu schreiben.

Welcher Teil ist der schwierigste?
Der erste Satz. An dem kann ich mir schon mal die Zähne ausbeißen.

Was tust du gegen Schreibblockaden?
Die kenne ich nicht. Sollte es einmal weniger gut laufen, bietet mein Garten stets eine willkommene Abwechslung, oder ich unternehme einen ausgedehnten Spaziergang am Meer.

Welches Genre liest du am liebsten?
Thriller und Kriminalromane, in denen der Held nicht mit actionreichem Draufgängertum, sondern mit dem Einsatz seiner ‚grauen‘ Zellen besticht, denn:

"Schreiben heißt, sich selber lesen." (Max Frisch) #zitat

Wie stellst du dir deine Zukunft als Autorin vor?
Ich schreibe Bücher und Bücher und Bücher. Diese sind von den Lesern begehrt und in allen Buchhandlungen sowie Online-Shops erhältlich.

Wo finden dich die Leser im Internet?
Auf meiner Homepage: www.silkeboldt.de und meinem Blog: http://silkesblog0803.blogspot.de  

Welchen Tipp gibst du anderen Autoren?
Schreiben und Schreiben, immer weiter, und nie den Glauben an sich selbst verlieren ...

"Glauben - das heißt: nicht zweifeln!" (Dag Hammarskjöld) #zitat

... auch dann nicht, wenn es schwerfällt, denn irgendwann werden Disziplin, Fleiß und Durchhaltevermögen belohnt. 


Montag, 10. Februar 2020

Warum diese 10 Bücher so lesenswert sind ...

Immer wieder fallen mir beim Neu- oder Umsortieren meiner Bücherregale meine Lieblingswerke in die Hände. Und immer wieder könnte ich mich darin verlieren. Von all diesen Büchern war/ bin ich noch immer so begeistert, dass ich ihnen entweder einen eigenen Beitrag gewidmet oder sie im thematischen Zusammenhang mit anderen erwähnt habe. Lest mal, warum diese 10 Bücher so lesenswert sind:

Bücher lesen, Blog schreiben, Buchempfehlung, Blog - Silke Boldt

Der Sommer, in dem es zu schneien begann von Lucy Clarke
Die Spannung  steigt bis ins Unmögliche und wird getragen durch einen Sog, der mich als Leser*in in die Story hineinzieht ... Wieso ich ihre Bücher mag: Lucy Clarke - Zeit für Autorinnen

Signora Pia und das Lächeln des Meeres von Roberta Gregorio
Das Buch liest sich mit der Leichtigkeit eines Sommers in Italien. 

Paradies neu zu vermieten von Ephraim Kishon
Das Buch zeichnet sich durch spritzige Dialoge und mitreißende Stories mit interessanten Hintergründen aus. Ein fantastischer Lesespaß ... Empfehlenswerte Lesefavoriten

Solange du da bist von Marc Levy 
Ist man bereit, sich fallen zu lassen in eine fantasievolle Story, wird man als Leser nicht nur in ein Abenteuer mit Sogwirkung entführt, sondern bekommt reichlich Kost an besonderen Buchzitaten serviert ... 

Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón
Inhaltlich und sprachlich ist das Buch eine wunderbare Hommage an Bücher und das Lesen und ein Juwel in meinem Bücherregal ... 3 Bücher mit verblüffenden Zitaten, die dich garantiert nicht loslassen

Die Reise ans Ende der Welt von Henning Mankell
Das lesenswerte Jugendbuch besticht durch die gefühlvolle Story um einen sympathischen Protagonisten ...
Was eine aufregende Reise ans Ende der Welt auslöst

Septagon von Richard Montanari
Das Buch entwickelt eine enorme Sogwirkung. Was anfangs verwirrt, klärt sich im Verlauf der Handlung ...
Kurz und knapp - Wieso diese Ein-Wort-Titel mir dauerhaft im Gedächtnis blieben

Harry Potter und die Kammer des Schreckens von Joanne K. Rowling
Ich wusste bis vor einiger Zeit selbst nicht, dass ich mich für das Genre Fantasy derart begeistern kann. Harry Potter hat mich verzaubert. Ich freue, fühle und leide mit ihm und seinen Freunden und kann das Lesen des nächsten Teils kaum abwarten ... Wie Harry Potter mich verzaubert hat

Ich gestehe alles von Johannes Mario Simmel
Meine Buchlieblinge sind Bösewichte mit dem Hang zum Psychopathen. Einer dieser Schurken  hat es geschafft, dass ich ihn trotz seiner verbrecherischen Handlungsweise auch noch sympathisch finde -  James Elroy Chandler ... Das Geheimnis um meinen literarischen Lieblingsverbrecher

Die andere Seite des Himmels von Jeannette Walls
Das Buch ist die bewegende Story um eine Kindheit. Die sympathische Protagonistin zieht immer wieder Parallelen zu dem Werk Wer die Nachtigall stört ... von Harper Lee. Es gibt tatsächlich inhaltliche Parallelen zwischen beiden Büchern ... 

Alle erwähnten Bücher sind für mich besondere Exemplare, und es stehen noch viele andere in meinem Bücherregal.

"I do not want to just read books. I want to climb inside them and live there." 
(Unbekannt) #zitat

So ist das mit der Liebe zu Büchern. Hast du sie erst für dich entdeckt, hört sie niemals auf 📚 💓

Hoffentlich konnte ich euch für eines meiner Lieblingsbücher begeistern. 
Nun sind Winterferien in MeckPomm. Diese paar freien Tage widme ich größtenteils meiner Familie. Natürlich nutze ich die Zeit auch kreativ und arbeite an der Umsetzung meiner Projekte, neuen Blogideen sowie an der Vervollständigung meiner Homepage. Hier lesen wir uns wieder in KW 9 👀

Bis dahin habt eine spannende Lesezeit und passt bitte gut auf euch auf.





Montag, 3. Februar 2020

Wieso Forrest Gump nicht mein Leseheld ist

Bücher und ihre Verfilmungen bilden manchmal ein heikles Gespann. Mal kann das gut gehen und mal eben nicht. Zum einen liest man ein Buch, an das reicht der Film nicht heran oder umgekehrt. Der Film ist so gut gelungen, dass er das Buch in den Schatten stellen, und schon bin ich beim Thema.

Es gibt ein Buch, das stand bereits viele Jahre in meinem Bücherregal, und immer habe ich gezögert, es zu lesen bis jetzt - FORREST GUMP von Winston Groom.

Blog schreiben. lesen, Buchverfilmung, Blog - Silke Boldt

Den Film mit dem wunderbaren Tom Hanks habe ich schon etliche Male gesehen. Alle paar Monate läuft er bei mir über den Bildschirm. Er gehört zu jenen Lieblingsfilmen, von denen ich nie genug bekomme.

Und nun also habe ich das Buch gelesen, welches die Vorlage für das Drehbuch lieferte. Obwohl die Ahnung, meine Illusion würde zerstört, überwog doch die Neugier. Ich hätte besser die Finger vom Roman lassen sollen, denn er unterscheidet sich erheblich von dem grandiosen Film.
Dabei liest sich der Klappentext ganz viel versprechend:

"Forrest Gump ist die fantastische Lebensgeschichte eines ganz und gar ungewöhnlichen Menschen. Für die einen ist er ein naiver Schwachkopf, für die anderen ein Held. Was er auch anpackt, es geht schief. In Wirklichkeit zählt aber für Forrest nur Jenny, die große Liebe seines Lebens." (Quelle Klappentext Heyne)

Das war es aber auch schon. Den Film im Hinterkopf war es schwer vorstellbar, dass dieses Buch die Vorlage für den Film lieferte. Die Abweichungen waren stellenweise elementar. Innerlich habe ich den Filmemachern zu ihrem Ergebnis beglückwünscht. Das muss man erstmal hinbekommen. Was der Film an Gefühl und Emotionen mitbringt, fehlt mir in dem Buch. Dafür ging mit dem Autor die Fantasie derart durch, dass es mir schon wieder übertrieben vorkam.

Ehrlich, wenn Forrest zur NASA nach Houston geht und zusammen mit einem Affen in einem Raumschiff ins Weltall geschossen wird, passt das mit meiner Vorstellung nicht zusammen.

Nicht nur, dass die Handlung und viele Szenen komplett abwichen vom Drehbuch, war mir der Protagonist selbst anfangs nicht sonderlich sympathisch. Überhaupt schwebte mir immer der nette Tom Hanks vor Augen. Der Held im Buch hatte gar nichts mit ihm gemeinsam.
"Und dann bin ich in die Breite gegangen. Mit sechzehn hab ich's dann auf 1,95 gebracht und auf 110 Kilo." (Quelle: Buch S. 12)

Wenigstens stieß ich auf Bekannte wie Bubba und Lieutenant Dan. Es tröstete mich fast, dass Forrest und Bubba auch im Buch gemeinsame Pläne für die Zeit nach der Army schmiedeten und ins Krabbengeschäft einsteigen wollten. Unsensibel wird es, als Forrest mit Jenny zusammentrifft. Von der zarten Liebe im Hinterkopf musste ich mich lösen und den rabiaten Buchschilderungen stellen.
"Forrest, ich will, dass du mich bumst." (Quelle: Buch S. 110) Na sowas.

Spätestens als Forrest im Buch auch noch kiffte, seinen Tapferkeitsorden dem Senatspräsidenten an den Kopf warf, im Gefängnis und der Nervenheilanstalt landete, bei Kannibalen auf der Speisekarte stand, klappte ich innerlich zu. Ich wehrte mich auch gegen die Vorstellung, dass Jenny nach einem Gefängnisaufenthalt kahlköpfig daherkam. Ich wollte mir meine Illusion nicht zerstören zu lassen 😰
„Man soll sich nicht über Dinge ärgern. Denn das ist ihnen völlig egal.“ (Euripides)

Trotzdem las ich das Buch bis zum Ende. Ich wollte ja wissen, wie das Ganze ausging und nein, ich werde es euch nicht verraten. Immerhin wurde mir der Buch-Forrest im Laufe der Geschichte sympathischer, wenn er auch dem Vergleich zum Film-Forrest unterlag. Bloß gut, dass jeder Leser sein eigenes Buchempfinden durchlebt.