Montag, 25. Mai 2020

Wohin der Wind dich treibt ...

Die Aussichten auf den Urlaub sind in diesem Jahr anders. Lang gehegte Wünsche müssen verlegt oder gar begraben werden. Von einigen Leuten hat man den Eindruck, sie würden nur von Urlaub zu Urlaub leben. Mir persönlich wäre das zu wenig. Es gibt mehr, als nur diese paar freien Tage im Jahr. Ich lege großen Wert darauf, auch die riesige Lücke zwischen den Urlauben mit Leben und Glück zu füllen.

"Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten."
(Pearl S. Buck)

Natürlich drängt einen alles nach draußen, jetzt in dieser Zeit, in der die Tage länger und auch wärmer werden. Aber, warum in die Ferne schweifen, wenn es 1. so wie so nicht möglich ist und 2. man seinen Lieblingsbeschäftigungen wie schreiben, lesen und und und ...😀 ganz in der Nähe nachkommen kann.

Kennst du schon (M)Eine sommerliche Reise an meine Lieblings-Lese-Orte?

An diesen Orten lässt sich vorzüglich abschalten. Hier kannst du deine Seele baumeln lassen. Manchmal genügen auch nur ein paar Stunden in der Stille, um zur Ruhe zu kommen.

Ich selbst habe noch keine Vorstellung davon, was dieses Jahr im Sommerurlaub ansteht. Irgendwie ist der angesichts der Gesamtsituation aus dem Fokus gerückt. 

Wohin der Wind dich treibt ... Blogbeitrag Silke Boldt



Ich habe das Glück, dort zu leben, wo andere Urlaub machen. Die Ostsee ist immer eine Reise wert, und vielleicht oder nur deshalb werde ich endlich mal wieder meine Zeit in der heimischen Gegend verbringen. Mal sehen, wohin der Wind mich treibt. 
Einmal Meer ... immer Meer 🌊💙


"Der Sinn des Reisens besteht darin, die Vorstellungen mit der Wirklichkeit auszugleichen, und anstatt zu denken, wie die Dinge sein könnten, sie so zu sehen, wie sie sind." (Samuel Johnson)



Wo geht für dich diesen Sommer oder bereits zu Pfingsten die Reise hin?

Ich wünsche dir jedenfalls ein paar unvergessliche Feiertage.

Montag, 18. Mai 2020

Welcher Klassiker ist dein Favorit?

Es gibt einige Klassiker, die ich gelesen habe.

In besonderer Erinnerung sind mir dabei die Werke von Victor Hugo Der Glöckner von Notre-Dame oder Die Elenden (Teil 1 bis 3), welche auch erfolgreich verfilmt wurden.
Auch Thomas Manns Buddenbrooks, Charlotte Brontës Jane Eyre sowie Margaret Michells Vom Winde verweht habe ich gern gelesen. Die Abenteuer des Tom Sawyer & Huckleberry Finn habe ich als Kind geliebt und auch später immer wieder hervorgeholt. Es gibt noch ein paar weitere Klassiker, die es zu lesen lohnt.

Einer sollte nicht unerwähnt bleiben, denn dieser Klassiker ist mein persönlicher Favorit.

Wer kennt QUO VADIS von Henryk Sienkiewicz?
Dieses Buch habe ich verschlungen, wenn es auch nicht immer einfach zu lesen war.

Frage & Antwort - Welcher Klassiker ist dein Favorit? - Blogbeitrag Silke Boldt




Die Szene des brennenden Roms spult sich wieder lebendig vor meinem geistigen Auge ab, wenn ich nur an das Werk denke. Dabei ist es schon einige Zeit, dass ich es gelesen habe. Der Autor hat das schwierige Thema der Christenverfolgung fesselnd und anschaulich erzählt.







"Daneben sind die Hauptpersonen so lebensnah gezeichnet, dass sie sich vor dem historischen Hintergrund wirksam abheben und echte Anteilnahme erwecken. - Quo Vadis gehört zu dem Bestand an klassischen Hausbüchern, die jeder lesen und besitzen sollte." (Quelle Klappentext)

Vielleicht sollte ich es mal wieder lesen ... wenn es da nicht die vielen, vielen anderen Bücher gäbe.
Jedenfalls wartet mit Stolz und Vorurteil von Jane Austen ein weiterer Klassiker auf meinem SuB. 

Welcher Klassiker ist dein Favorit? Warum? Was zeichnet das Werk aus und macht es besonders?





Montag, 11. Mai 2020

Wenn ein Buch dich zum Weinen bringt ...

Der Autorenblogger und Schriftsteller Sven Hensel hatte vor einiger Zeit eine tolle Aktion ins Leben gerufen - #Autorinnenzeit. Deren Aktualität hat nicht abgenommen, im Gegenteil, Autorinnen sollte wesentlich mehr Beachtung im Literaturbereich geschenkt werden.

Die Aktion #Autorinnenzeit ist zwar längst ausgelaufen, doch Autorinnen weiterhin in den Focus der sozialen Netzwerke zu rücken, ist auch mein persönliches Anliegen. So nehme ich den Anstoß zur Überlegung auf und weise in loser Folge explizit auf das Buch/die Bücher einer Autorin aus meinem Bücherregal hin. Die Reihenfolge der Publikationen entsprechen keiner Wertung. Auch verzichte ich auf die Veröffentlichung von Rezensionen. Diese sind in meiner persönlichen Online-Bibliothek abgelegt.

Es gibt ein Buch, welches mir sehr nah ging. Es ist für mich eines der besten persönlichen Entdeckungen der letzten Monate - Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes.

Wenn ein Buch dich zum Weinen bringt - Blogbeitrag Silke Boldt

Beim Lesen des Buches sind meine Gefühle emotionale Achterbahn gefahren.




Wie hat die Autorin das geschafft?




Ich erkläre das mit der einfühlsamen Geschichte dieses Romans, die traurig und zugleich komisch erzählt wird und den Leser nachdenklich zurücklässt. 

Kurzer Inhalt:

Es ist die Liebesgeschichte zweier verschiedener Menschen, die Lovestory von Louisa und Will.
Louisa Clark, etwas schräg im Modegeschmack, verliert ihren Job in einem kleinen Café. Sie fällt in ein tiefes Loch, das ihr Freund Patrick nicht ausfüllen kann. Ihre Jobsuche leitet sie zu Will.
Will Traynor führt seit seinem Unfall ein komplett anderes Leben, das er so nicht möchte. Er ist stets auf die Hilfe anderer angewiesen, denn Will sitzt im Rollstuhl. Ab dem Tag, an dem sich die beiden das erste Mal begegnen, ändert sich für sie alles.

Die Story wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Dadurch kann man die Entwicklung der Charaktere wunderbar nachvollziehen. Moyes hat es geschafft, den Protagonisten viel Authentizität zu verleihen. Als Leser fühlt man sich ganz nah bei ihnen, ihren Gefühlen und Beweggründen für die eine oder andere Handlung. 
Im Gegensatz zu dem traurigen Grundtenor des Werkes stehen die spritzigen, zum Teil komisch anmutenden Dialoge zwischen den Hauptfiguren. Ich habe ihren Umgang miteinander, vom Fremdsein bis zu ihrer Vertrautheit sehr genossen. 
Das schwierige Thema dieses Buches - ich schreibe an dieser Stelle nicht worum es geht, um die Spannung für euch aufrecht zu erhalten - hat die Autorin ausgezeichnet recherchiert und stilistisch so verpackt, dass ein mächtiger Lesesog den Leser fesselt. Das Ende des Buches ist der Höhepunkt eines atemlosen Auf und Ab, und auf einmal weißt du, warum das Buch dich so begeistert, aber auch gleichzeitig zum Weinen bringt.

"Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können." (Jean Jaurès)

Natürlich kann eine solche Gefühlsregung nicht abrupt enden. Darum freue ich mich auf die Fortsetzung der Geschichte - Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes wartet bereits auf meinem SuB.

Welches Buch hat bei dir eine emotionale Achterbahn ausgelöst? Warum? 📚



Montag, 4. Mai 2020

Hast du schon einmal von einem Buch geträumt?

Ich träume viel und bunt jede Nacht.
Direkt bis in den Schlaf verfolgt, hat mich ZERBRECHLICH von Jodi Picoult.

Frage und Antworten - Hast du schon einmal von einem Buch geträumt? - Blog Silke Boldt


Der bewegende Roman ließ mich weder ein- noch durchschlafen. 
Noch im Traum beschäftigte mich die Frage nach der richtigen Entscheidung. Mal durchlebte ich die Seiten aus der Sicht Charlottes, dann sah ich mich in der Rolle Willows - ein Wechselbad der Gefühle. Ohne es vorwegzunehmen, hat mich das Ende der Geschichte derart erschüttert, dass ich schweißgebadet erwachte, weil ein gläserner Käfig zerbrochen war. 
Meine Nacht jedenfalls endete genau an dieser Stelle, und ich setzte mich an meinen Schreibtisch.

Welches Buch hat dich schon einmal bis in deine Träume verfolgt? Bist du dem/der Protagonist*in begegnet oder gar selbst an seine/ihre Stelle getreten?


Montag, 27. April 2020

Wieso es für ein Lächeln keine Ausreden gibt ...

Seit ein paar Wochen schon hat sich unser Leben durch Corona verändert. Ich hoffe, ihr seid alle gesund und wohlauf. Den Kranken wünsche ich an dieser Stelle: Gute Besserung. Ein Stück des Weges haben wir geschafft, doch ist er längst nicht zu Ende.

So langsam habe ich den Eindruck, der Corona-Koller greift nun um sich.
Die einen fordern extreme Lockerungen der Maßnahmen, andere sind dagegen. Die einen halten sich an die Vorschriften, andere nicht. Zu der Sorge um die Gesundheit gesellen sich die Sorgen um Schulabschlüsse, die Wirtschaft, die Arbeitsstelle und das Gefühl des Eingeengtseins. Die Bedenken sind durchaus berechtigt und schlagen mitunter aufs Gemüt. Aber Du, ich ... wir sind damit nicht allein. Es geht vielen so.
Ein Lächeln scheint manchem in diesen Tagen undenkbar.
Da streiten sich Paare lauthals im Supermarkt um unwichtige Dinge. Durch das Telefon zieht der Hauch depressiver Stimmung beim Versuch, die nächsten Verwandten vom Notwendigen zu überzeugen und der Lage etwas Heiterkeit abzuringen. Die eigenen vier Wände ziehen sich zusammen und scheinen dem einen oder anderen auf den Kopf zu fallen.
Also her mit den zahlreichen Kleinigkeiten des Lebens, die bunt sind und glücklich machen - Sonne, Meer, Frühling, ein gutes Buch und und und ... ein Lächeln im Gesicht. Das sorgt in diesen Tagen für Aufmunterung.

Also nimm dir Zeit für ein Lächeln! Dafür gibt es keine Ausreden.

Ja, unter anderen Umständen hätte ich Ostern nicht zu Hause verbracht. Ich hatte die Zeit in Wien genießen wollen, in der Sonne sitzen, im Café Törtchen essen, spazieren im Schlossgarten von Schönbrunn. Es sollte nicht sein. Aber Wien läuft nicht weg, steht auch morgen noch. Ich besuche es eben später.

Auch die Sicht auf manche Dinge ändert sich in diesen Zeiten. Da kann eine Erledigung online statt außer Haus getan werden, Bildbearbeitungen können warten, Zeitpläne dürfen verschoben und aktualisiert werden. Die eigene Gesundheit rückt ernsthaft in den Fokus. Floskeln - Wie geht es dir? und Bleib gesund! - stoßen auf ehrliches Interesse. Das ist ein wirklich positiver Effekt der Corona-Krise. Man rückt zusammen, hilft sich.

Wieso es für ein Lächeln keine Ausreden gibt - Blogbeitrag Silke Boldt

"Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Konfuzius)

Und obwohl alle meine Lieben daheim im Homeoffice sind, und ich immer Ruhe zum Arbeiten brauche, profitiere ich auch von der Situation. Ich schreibe viel regelmäßiger, widme mich täglich meinen Projekten und schaffe mein Tagesziel an Wörtern. Ich bin so stolz auf mich. Das gebe ich jetzt einfach mal so an euch weiter. Ich aktualisiere meine Homepage, denn ich möchte euch bald einen Überblick über meine anstehenden Werke geben. Woran ich arbeite ... Worum es in meinen Büchern geht ... Wie weit ich mit dem Stand der einzelnen bin ...

Jeden Abend finde ich zudem Zeit zum Lesen, sortiere meine hauseigene Bibliothek, lese Artikel und Fachzeitschriften oder bastele an meinen Plänen. Mit der eingekehrten Ruhe habe ich nicht mehr das Gefühl, ein eigenes Rennen auf der Überholspur des Lebens zu fahren. Eine Änderung auf die Sicht der Dinge muss also nicht zum Nachteil sein. Sie tut sogar gut: Warum ich ab und zu die Sicht auf die Dinge verändere?

Nicht zuletzt blieb in diesen Tagen der Veränderung Zeit zum Nachdenken über die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Ist das nicht ein positiver Nebeneffekt?

"Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt." (Albert Einstein)

Wie wahr. Doch muss man die Dinge sehen wollen und an sich heranlassen. Ich jedenfalls versuche, das auch zukünftig ein Stück weit umzusetzen, damit die Schlagzahl des Lebens zumindest etwas abgebremst wird.