Montag, 11. Mai 2020

Wenn ein Buch dich zum Weinen bringt ...

Der Autorenblogger und Schriftsteller Sven Hensel hatte vor einiger Zeit eine tolle Aktion ins Leben gerufen - #Autorinnenzeit. Deren Aktualität hat nicht abgenommen, im Gegenteil, Autorinnen sollte wesentlich mehr Beachtung im Literaturbereich geschenkt werden.

Die Aktion #Autorinnenzeit ist zwar längst ausgelaufen, doch Autorinnen weiterhin in den Focus der sozialen Netzwerke zu rücken, ist auch mein persönliches Anliegen. So nehme ich den Anstoß zur Überlegung auf und weise in loser Folge explizit auf das Buch/die Bücher einer Autorin aus meinem Bücherregal hin. Die Reihenfolge der Publikationen entsprechen keiner Wertung. Auch verzichte ich auf die Veröffentlichung von Rezensionen. Diese sind in meiner persönlichen Online-Bibliothek abgelegt.

Es gibt ein Buch, welches mir sehr nah ging. Es ist für mich eines der besten persönlichen Entdeckungen der letzten Monate - Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes.

Wenn ein Buch dich zum Weinen bringt - Blogbeitrag Silke Boldt

Beim Lesen des Buches sind meine Gefühle emotionale Achterbahn gefahren.




Wie hat die Autorin das geschafft?




Ich erkläre das mit der einfühlsamen Geschichte dieses Romans, die traurig und zugleich komisch erzählt wird und den Leser nachdenklich zurücklässt. 

Kurzer Inhalt:

Es ist die Liebesgeschichte zweier verschiedener Menschen, die Lovestory von Louisa und Will.
Louisa Clark, etwas schräg im Modegeschmack, verliert ihren Job in einem kleinen Café. Sie fällt in ein tiefes Loch, das ihr Freund Patrick nicht ausfüllen kann. Ihre Jobsuche leitet sie zu Will.
Will Traynor führt seit seinem Unfall ein komplett anderes Leben, das er so nicht möchte. Er ist stets auf die Hilfe anderer angewiesen, denn Will sitzt im Rollstuhl. Ab dem Tag, an dem sich die beiden das erste Mal begegnen, ändert sich für sie alles.

Die Story wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Dadurch kann man die Entwicklung der Charaktere wunderbar nachvollziehen. Moyes hat es geschafft, den Protagonisten viel Authentizität zu verleihen. Als Leser fühlt man sich ganz nah bei ihnen, ihren Gefühlen und Beweggründen für die eine oder andere Handlung. 
Im Gegensatz zu dem traurigen Grundtenor des Werkes stehen die spritzigen, zum Teil komisch anmutenden Dialoge zwischen den Hauptfiguren. Ich habe ihren Umgang miteinander, vom Fremdsein bis zu ihrer Vertrautheit sehr genossen. 
Das schwierige Thema dieses Buches - ich schreibe an dieser Stelle nicht worum es geht, um die Spannung für euch aufrecht zu erhalten - hat die Autorin ausgezeichnet recherchiert und stilistisch so verpackt, dass ein mächtiger Lesesog den Leser fesselt. Das Ende des Buches ist der Höhepunkt eines atemlosen Auf und Ab, und auf einmal weißt du, warum das Buch dich so begeistert, aber auch gleichzeitig zum Weinen bringt.

"Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können." (Jean Jaurès)

Natürlich kann eine solche Gefühlsregung nicht abrupt enden. Darum freue ich mich auf die Fortsetzung der Geschichte - Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes wartet bereits auf meinem SuB.

Welches Buch hat bei dir eine emotionale Achterbahn ausgelöst? Warum? 📚



Keine Kommentare:

Kommentar posten