Montag, 25. November 2019

Wieso ich ihre Bücher mag: Lucy Clarke - Zeit für Autorinnen

Der Autorenblogger und Schriftsteller Sven Hensel hatte vor einiger Zeit eine tolle Aktion ins Leben gerufen, #Autorinnenzeit. Deren Aktualität hat nicht abgenommen, im Gegenteil, Autorinnen sollte wesentlich mehr Beachtung im Literaturbereich geschenkt werden.

"Frauen im Literaturbetrieb werden, trotz der vielen Artikel und Fingerzeige auf das Problem, zu oft belächelt, ihr Schreiben „mit Anspruchslosigkeit gleichgesetzt“ (Autorin Zoë Beck in einem Beitrag der Welt), bei Preisverleihungen übergangen, sofern sie überhaupt einmal nominiert/vorgeschlagen werden, und sie haben weiterhin mit einer gläsernen Decke zu kämpfen, die sie daran hindert, zu ihren männlichen Pendants aufzuschließen, sei es in der gesellschaftlichen Wertschätzung oder auch ihrer Stellung im Literaturbetrieb." (Zitat Autor Sven Hensel)

Die Aktion #Autorinnenzeit ist zwar längst ausgelaufen, doch Autorinnen weiterhin in den Focus der sozialen Netzwerke zu rücken, ist auch mein persönliches Anliegen. So nehme ich den Anstoß zur Überlegung auf und weise in loser Folge explizit auf das Buch/die Bücher einer Autorin aus meinem Bücherregal hin.
Die Reihenfolge der Publikationen entsprechen keiner Wertung. Auch verzichte ich auf die Veröffentlichung von Rezensionen. Diese sind in meiner persönlichen Online-Bibliothek abgelegt.

Wenn ich mich begrifflich auch nicht festlegen mag, weil das Feld meiner Lieblingsautorinnen mehrere umfasst, gehört sie definitiv dazu - Lucy ClarkeIhre Bücher habe ich verschlungen.  







  • Die Bucht, die im Mondlicht versank
  • Das Haus, das in den Wellen verschwand
  • Der Sommer, in dem es zu schneien begann





Die Landkarte der Liebe liegt auf meinem SuB.

Die Geschichten in ihren Romanen entwickeln sich langsam mit stetig steigender Spannung. Die wechselnden Erzählperspektiven bezüglich Personen und Zeiten versetzen den Leser in eine Stimmung mit anhaltendem Atem. Ich liebe diesen Schreibstil, weil der mich durch ein Buch fliegen lässt. Die Spannung  steigt bis ins Unmögliche und wird getragen durch einen Sog, der mich als Leser in die Story hineinzieht. Die Handlungen um Vergangenheit und Gegenwart, um Lügen und Wahrheiten, Liebe und Freundschaft schrauben sich im Handlungsverlauf in die Höhe und verschmelzen schließlich im Finale mit überraschenden Wendungen, die sprachlos machen. 

Nicht zuletzt spiegeln die wunderbaren bildhaften Beschreibungen der Lokalitäten die Verbundenheit und Liebe der Autorin zum Meer wider. Für eine derartige Schreibe bin ich sowieso empfänglich. Als Leser fühlt man sich in die Ferne versetzt und träumt und leidet mit den sympathischen Protagonistinnen. Da schaue ich auch mal großzügig über deren eine oder andere nicht nachvollziehbare Handlung hinweg. Dem Faktor der Unterhaltung tut das keinen Abbruch. 

Mit anhaltender Spannung und dichter Atmosphäre hat es die Autorin geschafft, mich bis zum Ende jedes einzelnen Buches zu fesseln. 

Das erste gelesene Buch von Lucy Clarke (Die Bucht, ...) kaufte ich aufgrund meiner Neugier. Sowohl Klappentext als auch das Cover mit dem wunderschönen Seesternchenmotiv am Beschnitt haben mir sofort gefallen. Der Inhalt war später die Grundlage für den Kauf der beiden anderen. Die Stories der Bücher bilden in Verbindung mit Cover und Titel eine perfekte Einheit. Die ungewöhnlichen Buchtitel erschließen sich für den Leser jeweils aus dem Inhalt.

Heute sind die Bücher der Autorin Lucy Clarke feste Bestandteile meiner heimischen Bibliothek. Sie laden zum mehrfachen Lesen ein. Dieser Aufforderung komme ich zu gegebener Zeit gerne nach 📚


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