Montag, 27. Januar 2020

Warum schreibst du nicht deine Autobiografie?

Erst vor Kurzem traf mich zum wiederholten Mal diese Frage eines gut meinenden Ahnungslosen nach meiner Autobiografie. Es folgte der nachstehende Wortwechsel.

"Warum sollte ich?"
"Dein Leben ist doch interessant, und du hast schon so viel erlebt und gesehen."
"Ja und?"
"Viele Leute schreiben ein Buch über sich selbst."
Seufz: " ... Ich habe keinen Promistatus."
"Die Sache kommt doch von allein ins Rollen."
"Das glaube ich kaum."
"Aber deine Reiseerlebnisse in all diese Länder?"
"Moment mal ... es gibt genug Reiseführer."
"Du kannst ja Details und Erinnerungen mit einfügen."
"Danke für deinen Rat. Aber wer bitte will das lesen?"
"Ich - zum Beispiel."
Spätestens an dieser Stelle des Gesprächs verkniff ich mir ein Schmunzeln und nickte dem hartnäckigen Unschuldslamm gegenüber freundlich zu.
"Das ist sehr nett von dir. Ich halte mein Leben auch nicht für uninteressant, aber ich käme nie auf die Idee darüber eine Autobiografie zu schreiben."

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"Wieso?
"... weil ich gar nicht alles autobiografisch darlegen möchte."

Es traf mich ein erstaunter Blick, und ich sah mich genötigt, noch einen Satz hinterher zu schieben.
"Ich binde ohnehin Teile meiner Erlebnisse in meinen Büchern ein, mal mehr, mal weniger, lasse verblasste Erinnerungen neu oder abgeändert aufleben und schaffe Protagonisten, die zufällig den einen oder anderen Charakterzug von real existierenden Personen mit sich bringen."

"Ach so? Das inspiriert dich?"

"Natürlich. Ich beobachte Menschen und ihre Verhaltensweisen. Täglich ergeben sich neue Situationen und weitere Personen kommen hinzu. Das ist ein Fundus, der niemals endet." 

Übrigens - woher ich noch die Inspirationen für meine Bücher nehme, habe ich einst meiner Autorenkollegin Ella Larssen in einem Interview verraten: Autoreninterview mit Silke.

Viele Kleinigkeiten des Alltags bergen interessante Schreibideen und sorgen für Überraschungen.  Du musst sie nur einsammeln. #autorenleben

"Also, wenn das so ist, verstehe ich dich."
"Lieben Dank."

Man möge mir bitte verzeihen. Jeder handelt nach seiner Fasson. Egal wie alt du bist, wenn du dich berufen fühlst, die eigene Lebensgeschichte aufzuschreiben, solltest du dich durch nichts und niemanden davon abhalten lassen. Ich selbst lese gern das eine oder andere autobiografische Werk. Das habe ich hier
in meinem Blogbeitrag 3 beeindruckende Biografien, 3 starke Persönlichkeiten bereits erwähnt.

Nur zum Schreiben meiner Autobiografie fühle ich mich nicht berufen. Aber vielleicht du?











Montag, 20. Januar 2020

Wie Harry Potter mich verzaubert hat

Es gibt Bücher, die den/die Leser*in verzaubern. Unsinn? Nein wirklich.

"Wer nicht an Zauber und Wunder glaubt, hat noch nie ein Buch gelesen." (unbekannt)

Obwohl ich viel lese, wusste ich bis vor einiger Zeit selbst nicht, dass ich mich für das Genre Fantasy derart begeistern kann. Begonnen hat es mit der Tintenherz-Trilogie von Cornelia Funke. Schon die vermochte ich kaum aus der Hand zu legen.

Aber wirklich verzaubert hat mich Harry Potter, und ich stehe erst mittendrin im Lesevergnügen um den jungen Zauberer. Joanne K. Rowling versteht es, mich in die Welt von Hogwarts hineinzuziehen. Da freue, fühle und leide ich mit Harry und seinen Freunden und kann das Lesen des nächsten Teils kaum abwarten.
Eine Szene aus dem 2. Teil - Harry Potter und die Kammer des Schreckens hat mir besonders gut gefallen. Doch dazu später.

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Für alle, denen Harry Potter noch fremd ist, hier mal eine kurze Inhaltsangabe zum 2. Teil.


Harry ist im 2. Schuljahr auf Hogwarts.
"Doch wie im Vorjahr stehen nicht nur Zaubertrankunterricht und Verwandlung auf dem Programm. Ein grauenhaftes Etwas treibt sein Unwesen in den Gemäuern der Schule - ein Ungeheuer, für das niemand, nicht einmal der mächtigste Zauberer, eine Erklärung findet. Wird Harry mit Hilfe seiner Freunde Ron und Hermine das Rätsel lösen und Hogwarts aus der Umklammerung durch die dunklen Mächte befreien können?" 
(Quelle: Klappentext Carlsen Verlag)


Ich will nicht spoilern und euch den Genuss an diesem Werk verderben, aber ich lege euch das Kapitel Der Erbe Slytherins ans Herz. Ich wusste nicht, welche Gefühle mich zuerst übermannten. Die Spannung war gnadenlos, fesselnde Überraschungen inklusive. Mehr Worte braucht es nicht. Schuld war eine Szene aus eben diesem Kapitel: Harrys Kampf mit einer riesigen Schlange in der Kammer des Schreckens.

Drei Sätze verdeutlichen die Bandbreite an Emotionen, die ich als Leserin durchgemacht habe.

... "Helft mir, helft mir", flüsterte Harry fiebrig, "jemand - irgendwer -" ...
... "Harry stand auf, bereit zum Kampf. "...
... "Harry glitt an der Mauer herunter ..., sah noch, wie sein eigenes Blut den Umhang durchnässte "...
(Quelle: Harry Potter und die Kammer des Schreckens Seite 328 - 330)

Mehr Vorgeschmack gibt es nicht. Ich habe diese Seiten bereits mehrfach gelesen und bin jedes Mal erneut begeistert. Mit dem 1. Teil - Harry Potter und der Stein der Weisen begann mein Entzücken, doch mit Lesen des 2. Teils, insbesondere seit dieser Szene, bin ich wahrlich ein Harry Potter Fan. Das muss ich wohl so oft kundgetan haben, dass ich Teil 6 und 7 zu Weihnachten geschenkt bekam 😊

Nun habe ich die Bände vollständig und fiebere den Abenteuern entgegen, die noch alle auf Harry warten. Ich bin mir sicher, es gibt noch einige Szenen, die mich verzaubern werden 📚

Kennst du schon Harry Potters Zauberwelt?










Montag, 13. Januar 2020

Worüber willst du schreiben?

Du liebst das Schreiben? Du hast richtig Lust loszulegen? Die Vorstellung, eines Tages dein eigenes Buch in den Händen zu halten, treibt dich an? Aber du hast keine Vorstellung, worüber du eigentlich schreiben oder wie du deine Geschichte erzählen willst?

Schreiben ist ein Handwerk. Es steckt harte Arbeit hinter jeder Story. #autorenleben

Das weißt du und möchtest es trotzdem probieren?
Dann los!

Wenn man schreiben will, gibt es zwei Hauptgefahren:
- nicht zu schreiben, weil die Berufung dahin schmilzt noch ehe du loslegst oder
- schlecht zu schreiben. Das sollte dich keinesfalls abhalten, denn:

Schreiben ist wie das Proben eines Theaterstücks. Kontinuierliches Üben verbessert das Ergebnis. #schreiben

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Also, wenn du nicht weißt, worüber du schreiben sollst oder nicht den richtigen Einstieg findest, konzentriere dich auf deine Biografie und deine Erlebnisse. Dort liegen mit Sicherheit Erinnerungen und Geheimnisse verborgen, sind Szenen in deinem Gedächtnis gespeichert, die du für dein Schreiben nutzen kannst.

Es ist durchaus legitim, mit Hilfe deiner eigenen Bilder, Personen zu schaffen und Welten entstehen zu lassen, deren Ursprünge auf dein Unterbewusstsein zurückzuführen sind.



Es sind die Geschichten des Lebens, die dir die Vorlage liefern. #autorenleben

Die Geschichte ist also in deinem Kopf bereits vorhanden. Die Kunst ist es, sie zu finden und verschiedene Erlebnisse und Ereignisse deines Lebens miteinander zu verbinden, zu kombinieren und neu zu gestalten. Du musst einfach wissen, was du willst oder nicht willst und zwar v o r dem Schreiben. Vielleicht hilft dir die Website testedich bei der Selbstfindung, oder du liest mal den Autoren-Tipp:Worüber soll ich schreiben? von Stephan Waldscheidt in der Self-Publisher-Bibel.

Deine Erfahrungen und Gefühle kannst du nicht auf andere Leute übertragen. Aber:

Du kannst Erfahrungen und Gefühle mit deinem Text in einer anderen Person erzeugen. #autorenleben #schreiben

Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und vielleicht stellt sich dir bald nicht mehr die Frage:
Worüber willst du schreiben?, sondern Wann willst du das alles schreiben? 📚
Dann geht es dir wie mir - willkommen im Klub 😊

Ich jedenfalls wünsche dir viel Glück und Erfolg beim Auffinden und Sortieren deiner Ideen. 🍀🍀
Schreibe deine Geschichte! Wenn nicht jetzt, wann dann?








Montag, 6. Januar 2020

8 Wahrheiten, die ich sofort umsetze

Du kennst das sicher. Ein neues Jahr hat begonnen, die Euphorie trägt Blüten, die guten Vorsätze sprießen und hopp ... nach einer Woche kippt die Chose. Du neigst zu Ausflüchten, es gibt äußere Umstände oder sonstige Widrigkeiten, die dich blockieren.
Ich selbst habe längst keine Lust mehr, Jahr für Jahr von meinen eigenen Vorsätzen ein- oder gar überholt zu werden.

Alles im Leben kommt wie es kommen soll. (Click-to-Tweet)

Darum habe ich mir am Jahresanfang gar nicht erst die Fragen nach den guten Vorsätzen gestellt, sondern mir überlegt, welche von den Gegenwärtigkeiten ich sofort abstelle oder einschränke. In der Vergangenheit habe ich bereits daran gearbeitet, aber da geht noch etwas.

Grundsätze, Glauben an die eigene Kraft, Energie, Blog - Silke Boldt








"Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft."
(Marie von Ebner-Eschenbach) #zitat


Worüber ich hier eigentlich schreibe? Von 8 Wahrheiten, die ich sofort umsetze, oder von 8 Szenarien, die mir nicht gut tun und von denen ich sofort Abstand nehme.

1. Ich mag meine Vergangenheit mit allen guten und weniger guten Seiten. Aber ich mag nur mit ihr leben nicht in ihr. Ständig nach hinten zu sehen, bringt mich nicht voran.

2. Ich will mir nicht mehr den Kopf zerbrechen über die Zukunft. Diese Denkweise lähmt mich, weil überall Negatives lauern könnte.

3. Ich treffe keine Menschen mehr, die mich runterziehen und deren grundsätzliche Lebenseinstellung negativ ist.

"Halte dich von negativen Menschen fern. Sie haben ein Problem für jede Lösung."
(Albert Einstein) #zitat

4. Ich zähle nicht mehr, was ich alles noch schaffen will, sondern sondiere für mich, was ich alles bisher geschafft habe.

5. Ich rechtfertige mich für keine Entscheidung mehr, die ich treffe. Ich stehe zu mir selbst und verteidige mein Ich.

6. Ich will nicht mehr perfekt sein und mich mit anderen messen. Ich setze die Messlatte auf meine eigenen Maßstäbe und bin bereit, meine Ecken und Kanten zuzulassen.

7. Ich möchte nicht mehr achtlos an den kleinen Dingen im Leben, im Alltag vorbeigehen. Sie geben dem Tag erst seine Würze.

8. Ich möchte nie mehr das Gefühl der Gelassenheit verlieren. Ich habe es schon besessen. Du kannst davon lesen.

Warum ich das alles nicht mehr will?

"Das Leben ist zu kurz für irgendwann. Gestern ist Vergangenheit, Morgen ein Geheimnis. Heute ist das Leben." (Verfasser unbekannt)

Ich glaube an meine Kraft und lege meine Energie besser in Projekte, die mich voranbringen, in Menschen, die Freude und Glückseligkeit ausstrahlen, in den hellen Tag und nicht die dunkle Nacht.

Montag, 23. Dezember 2019

Wie das so ist mit den Weihnachtswünschen ...

Es ist mitten in der Adventszeit und vor uns liegen (hoffentlich) ein paar ruhige und besinnliche Feiertage. Weihnachten - das Fest der Liebe, der Familie, der Geborgenheit, und vielleicht dürfen wir ein paar Geschenke auspacken.

Aber sind die wirklich wichtig?
Es gibt Geschenke, die kann man nicht verpacken. Die gibt es gratis und bereits vor Weihnachten.

Die Geschenke des Lebens brauchen keine Schleife. (Click-to-Tweet)


Wie das so ist mit den Weihnachtswünschen ... Silke Boldt




Zwischen Aufstehen und Frühstück fragte mich der zerstreut wirkende Siebzehnjährige, der vordergründig alles im Kopf hat, nur nicht seine Mutter: "Was wünschst du dir zu Weihnachten?"


Ich machte ein ernsthaftes Gesicht, als sei ich am Überlegen. Dabei wusste ich die Antwort schon im Voraus, zögerte noch ein wenig und sagte: "Ein Lächeln, Zufriedenheit, Zeit und Liebe."



Vor mir stand der hochgewachsene Teenager, unschlüssig mit sich ringend, ob er mich nun unter seinem morgendlichen Sprich-mich-nicht-an-Blick schrumpfen und noch kleiner werden lässt, als ich ohnehin schon bin, oder ... und nun folgte mein innerlicher Triumph yes, denn ... sein Blick löste sich unter seinem Lächeln!
Er beugte sich zu mir hinab, umarmte mich kurz und seufzte: "Ach, Mama."Überwältigt von meinem Gefühl hob ich einen Arm, meine Hand wollte sein Gesicht streicheln. Ich besann mich im letzten Moment, noch ehe es ihm peinlich würde und freute mich über das plötzliche vorweihnachtliche Geschenk.

Die Zeit voller Liebe, die uns begegnet, ist kostbar. (Click-to-Tweet)

Schon im nächsten Augenblick wandte sich der junge Mann ab und verschwand in seinem Zimmer. Ich hörte ihn noch murmeln: "Ich überlege mir selbst eine Kleinigkeit für dich zu Weihnachten."

Ich blieb zufrieden zurück, hatte bereits alles, was ich wollte, denn für einen Moment war ich dem Zeichen seiner Liebe begegnet und hatte sein Lächeln aufgefangen. Was soll ich mir denn da noch wünschen?

Es sind die winzigen Gesten im Alltag, die große Gefühle auslösen. (Click-to-Tweet)

Natürlich macht es glücklich, ein mit Liebe verpacktes Geschenk am Weihnachtsabend auswickeln zu dürfen. Aber im Laufe der Zeit ist mir das Leuchten in den Augen der anderen wichtiger geworden. Und am schönsten leuchten die voller Liebe.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten sowie einen guten Rutsch ins Jahr 2025!

Passt bitte gut auf euch auf, bleibt gesund und meinem Blog treu 😃 Ich bedanke mich für euer Interesse und freue mich auf euch. Wir lesen uns wieder im neuen Jahr.