Montag, 6. Juli 2020

5 Fehler, die du als Autor*in vermeiden solltest

Ein Buch zu schreiben und es anschließend selbst zu publizieren, heißt: gewinnen oder verlieren. Egal wie das endet, es ist einen Versuch wert, und natürlich visiert man den Sieg an. 
Mein erstes Buch - IM ZAUBER DER MADONNA - habe ich in die Welt geschickt und bin prompt einigen Anfänger-Fehlern im Selfpublishing aufgesessen. Noch einmal passiert mir das nicht. Im Gegensatz zu damals weiß ich heute, dass mein nächstes Buch neben all der Konkurrenz einen starken Auftritt hinlegen muss. Es hilft enorm, wenn man sich über ein paar Dinge im Klaren ist.

5 Fehler, die du als Autor*in vermeiden solltest - Blog Silke Boldt


"Was nicht auf einer einzigen Manuskriptseite zusammengefasst werden kann, ist weder durchdacht noch entscheidungsreif." 
(Dwight D. Eisenhower)




1. Fehler: Du glaubst, jemand da draußen wartet auf dein Buch. 

Da irrst du dich gewaltig. Im Gewimmel der Veröffentlichungen ist dein Buch eines von sehr vielen pro Jahr. Dein Werk schwimmt mit dem Strom in der Masse. Da kannst du stolz sein, wie du willst. Nur, wenn es sich heraushebt, hat es vielleicht eine Chance. Tief in deinem Inneren weißt du um die Schwierigkeit, ein herausragendes Ranking zu erzielen. Das sollte dich nicht entmutigen. Matthias Matting von der Self-Publisher-Bibel hat Die sieben häufigsten Irrtümer im Selfpublishing veröffentlichender Autoren aufgelistet.
Schreibe weiter, auch wenn (vorerst) niemand auf dein Werk wartet. Du tust es, weil es dir Spaß macht und du deine Träume zäh verfolgst.

2. Fehler: Du veröffentlichst dein Buch viel zu schnell, obendrein zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Diesen Fehler habe ich selbst gespürt. Nach gutem Zureden durch Freunde und Familie habe ich mein 1. Buch vorschnell veröffentlicht. Ich dachte, mein 2. Krimi folgt auf dem Fuße. Selbst für den 3. hatte ich bereits das Handlungsgerüst festgehalten. Wie schwierig sich mein Arbeiten gestaltete, habe ich in einem anderen Blogbeitrag festgehalten: Warum mein 2. Krimi mich selbst verfolgte, und wie ich damit umging.
Im Nachhinein weiß ich, dieser Fehler warf mich und meine Motivation um Jahre zurück.

3. Fehler: Dein Buch wirkt nicht professionell.

Cover, Titel, Klappentext, Preis - sei ehrlich, stimmt die Einheit? Kannst du die Kernaussage deines Buches in einem einzigen Satz wiedergeben? Es gibt einige Dinge, die man, erst recht als Selfpublisher, beachten muss. Natürlich passieren Fehler, gerade als Einsteiger, doch aus Fehlern zu lernen, ist die Grundvoraussetzung, damit es beim nächsten Mal besser klappt. Auch hierzu fand ich einen nützlichen Beitrag in der Self-Publisher-Bibel: Die sieben häufigsten Anfänger-Fehler im Selfpublishing

4. Fehler: Du übertreibst es mit Social Media.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wenn du dich auf zu vielen Social Media Kanälen tummelst, bleibt kaum Zeit zum Schreiben. Natürlich macht das Spaß, hier ein Bild und dort ein Spruch und zwischendurch die Kommunikation mit einem Follower. Schwupp sind zwei Stunden um, in denen du doch schreiben wolltest. Am Ende ärgerst du dich über dich selbst, die verplemperte Zeit, im schlimmsten Fall sinkt deine Motivation. Ich habe die Reißleine gezogen und meine Präsenz genau überdacht. Neben Social Media halten dich weitere Störfaktoren vom Schreiben ab - wenn du es zulässt.
Lies mal: Die Wahrheit über 6 Gründe und mehr, die mich vom Schreiben ablenken.

5. Fehler: Du nimmst 1* Rezensionen als persönliche Kränkung wahr.

Ja, wenn du dein Buch der Öffentlichkeit preisgibst, machst du dich angreifbar.

"Schreiben ist gefährlich, weil man nicht sicher sein kann, dass die eigenen Worte so gelesen werden, wie man sie gemeint hat." 
(Verfasser unbekannt)

Da gibt es nette Äußerungen und solche, die dein Werk zerreißen und dir als Autor Unfähigkeit bescheinigen. Das tut weh, aber er/sie darf seine/ihre Meinung frei äußern, selbst wenn du sie ungerechtfertigt findest. Es ist ein Lernprozess - mal länger, mal kürzer - damit umzugehen. Das Schlimmste ist, wenn dich so eine Kritik entmutigt weiter zu schreiben, du gar alles infrage stellst. 
Das Literaturcafe gibt nützliche Tipps zum Umgang mit Kritik und Kritikern
Arbeite an deiner Profession und gib sie nicht auf, nur wegen eines negativen Kommentars. 

Es liegt an dir, dich mit einem erstklassigen Werk ins Gedächtnis der LeserInnen zu schreiben. Auch Autoreninterviews: Autoreninterview mit Silke und Zeitungsmeldungen: Was die Presse über mich und meinen Krimi berichtete und Mein Buch und ich in der Zeitung helfen dir, nachhaltig in Erinnerung zu bleiben.

Ich wünsche dir maximale Erfolge bei der Verwirklichung deines Traumes und hoffe, eines Tages dein Buch lesen zu dürfen. Ich freue mich darauf. 





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