Dienstag, 28. Mai 2013

Blumenbotschaft im Mai


Land unter im Mai muss ich wohl sagen. Es schüttet und schüttet und schüttet. Bloß gut, dass ich schnell noch ein paar Blumengrüße festgehalten habe. An denen und dem folgenden Gedicht erfreue ich mich in trüben Stunden.


Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
im goldenen Sonnenschein.
Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
das Bächlein rauscht zu Tal,
es grünt die Saat, es blinkt der See
im Frühlingssonnenstrahl.
Die Lerchen singen überall,
die Amsel schlägt im Wald!
Nun kommt die liebe Nachtigall
und auch der Kuckuck bald.
Nun jauchzet alles weit und breit,
da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
                                                                                                     (Annette von Droste-Hülshoff)



Ich habe den Azaleenbusch in meinem Garten fotografiert, bevor der Regen ihn zerzaust.


Freuen Sie sich mit mir!
Suchen Sie in Ihrer Umgebung nach Blumen-, oder Frühlingsgrüßen. Sie werden bestimmt fündig.
Viel Glück!

Freitag, 24. Mai 2013

Träume und die Realität ... Wo siehst du dich?

Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Eine Frage, welche häufig in Vorstellungsgesprächen den Bewerbern gestellt wird. Manche Kandidaten suchen in ihren Antworten nach Ausflüchten, manche Details klingen zurechtgelegt, andere Antworten sind unvollständig und so mancher Redner sinniert sogar stumm, denn diese Frage erkundigt sich letzten Endes nach den ureigensten Träumen.

Wo sehe ich mich in fünf Jahren?
  • Ich sitze inmitten meiner Bücher in zahlreichen Lesungen und bin umzingelt von interessierten Lesern, die um eine Widmung bitten.
  • Die Nachfrage nach meinen Werken steigt rasant. Die Druckerei muss Sonderschichten für den Druck einlegen.
  • Ich verschicke Autogrammpostkarten in ganz Deutschland herum. Die Nachfrage aus dem Ausland weist eine steigende Tendenz auf.
  • Ich jage von einem Fernseh-Interviewtermin zum nächsten und werde zu Gastbeiträgen eingeladen.
  • Meine Bücher werden verfilmt und vertont. Die Schauspieler und Sprecher reißen sich um die Hauptrollen.
  • Weite Plakatflächen im In- und Ausland sind mit meinem Konterfei und den Büchern gebucht.
  • Ich verdiene jede Menge Geld.
So oder ähnlich könnte ich mir die Frage beantworten.
Mit der Realität hat das sicherlich wenig zu tun, doch träumen darf ich.

Nach meinem Erkenntnisstand sehe ich mich realistisch in fünf Jahren so:
  • Ich sitze täglich begeistert an meinem Schreibtisch.
  • Ich schreibe erfolgreich für meine Leser Krimis und (Liebesromane?).
  • Ich habe mir eine stabile Fanbase aufgebaut, die sehnsüchtig auf meinen nächsten Titel wartet.
  • Ich schalte Werbung auf Plakaten und vernetze mich weiterhin aktiv im Sozialen Netzwerk.
  • Meine Titel sind in allen Buchhandlungen und Online erhältlich.
  • Ich lese vor einem interessierten Publikum.
  • Meine Werke sind regelmäßig auf Buchmessen ausgestellt.
  • Ich schreibe Autogrammkarten und verschicke sie auf Wunsch.
  • In regelmäßigen Abständen wird über mich in der regionalen Presse berichtet.
  • Ich bin präsent auf YouTube und mein Video wird weiter verbreitet.
  • Ich gestalte meine Homepage und meinen Blog stets informativ.
Stück für Stück arbeite ich an der Verwirklichung meiner Träume. (Click-to-Tweet)

Ganz klar, das passiert keinesfalls im Selbstlauf und alle Unternehmungen bedürfen harter Anstrengungen. Für einige Träume muss ich mich in Geduld üben. Doch die fehlt mir mitunter.

Ich möchte alles, am besten sofort und in ausgezeichneter Qualität. (Click-to-Tweet)

Fazit: Meine Träume sind viel weiter weg als in die Realität, und mit der kämpfe ich immer noch jeden Tag 😉 Und du? Wovon träumst du? Wo siehst du dich in fünf Jahren?

Nimm dir Zeit, über deine Träume nachzudenken. Es lohnt sich! (Click-to-Tweet)

Träume und die Realität ... Wo siehst du dich? | Blog Silke schreibt ...
Träume oder Realität?

Montag, 13. Mai 2013

Der Charakter meiner Hauptfigur - Heinrich List -


Ich wurde des öfteren gefragt, warum ich meinem Haupthelden einen altmodischen Namen verliehen habe.
Die Antwort ist ganz einfach - er ist altmodisch.

Mein Krimi - Im Zauber der Madonna - ist ein typischer Detektivroman. (Click-to-Tweet)


Ein Detektiv/ein Ermittler untersucht die Umstände des Verbrechens. Er zieht Schlussfolgerungen und entlarvt den oder die Täter. Meinen Krimi kann ich durchaus auch als WHODUNIT oder WHODUNNIT oder WHO-DONE-IT bezeichnen, denn seine Spannung bezieht sich aus dem Aufspüren des Täters, der Täterin oder der Täter. Vorwegnehmen möchte ich an dieser Stelle nichts.
Kurz, mein Krimi ist kein HARDBOILED DICK, in dem ein hartgesottener Profi-Detektiv sich weniger durch den Gebrauch seiner "grauen Zellen" als durch den körperlichen Einsatz auszeichnet.

Entsprechend habe ich meinen List charakterisiert:

  • Kriminalhauptkommissar im Polizeipräsidium Potsdam
  • steht kurz vor seiner Beförderung zum 1.KHK
  • Anfang 50
  • dünner Schnauzbart
  • kleine Statue - eher ein Männlein
  • mit ungewöhnlich tiefer Stimme
  • geschieden
  • keine Kinder
  • lebt in eheähnlicher Gemeinschaft
  • starker Kaffeetrinker
  • liebt seinen dunkelblauen Trenchcoat
  • mag kein Handy und keine Computer
  • schnell aufbrausend und ungeduldig, flucht
  • nennt Kollegen meist nur beim Nachnamen
  • arbeitet viel und lange
  • vergisst dabei das Privatleben
  • karriereorientiert
  • verlässt sich nur auf den eigenen Spürsinn
  • traut seinen Kollegen wenig bis gar nichts zu
  • glaubt nicht mehr an Humanität, desillusioniert
  • beziehungsunfähig
Nach diesen Angaben hat man List nicht unbedingt gern.
Aber soviel sei vorausgesagt: er ist wandlungsfähig. Zwar mutiert er nicht zum Engel aller Herzen, aber er zeigt eine Linie auf, die liebenswürdige und junge Ansätze verbirgt. Niemand vermag schnell aus seiner Haut zu schlüpfen. 

Ich habe meinem Protagonisten Zeit gegeben, sich zu wandeln. (Click-to-Tweet)

Helden dürfen Schwächen haben. (Click-to-Tweet)

Helden leben in einer Tag- und einer Nachtwelt. (Click-to-Tweet)

Glauben Sie nicht?

Finden Sie es heraus: KHK Heinrich List ermittelt.
Die Welten meines Helden zeige ich ein anderes Mal auf.

Übrigens - nicht alles was alt aussieht, ist alt. (Click-to-Tweet)

Das gilt für Gegenstände, Menschen und Bücher!
Sehen Sie selbst, wie man Änderungen vornehmen kann!







Donnerstag, 2. Mai 2013

Was tun gegen eine Schreibblockade?

Ich habe viel von Schreibblockaden einiger Kollegen gehört. Blockade, ein unschönes Wort, wenn es einen selbst betrifft. Sie lähmt den Autoren in seinem Schaffen. Ihm/ihr fällt vermutlich nichts Sinnvolles zum aktuellen Werk oder zu einem neuen ein.
Eine echte Schreibblockade hat mich zum Glück noch nie erwischt. (Click-to-Tweet)

Fehlende Themen oder Worte rund um das Schreiben kenne ich nicht. Oft geistern Diskussionen um dieses Thema durch die Gruppen im weiten Netz. Ich unterliege eher einer Zeitblockade. Diesen Ausdruck habe ich für mich kreiert. Was ist das? ZEITBLOCKADE. Die Erklärung mit einfachen Worten: Mir fehlt schlichtweg die Zeit zum Schreiben, leider.
Das drückt sich bei mir immer mit Unzufriedenheit aus. Und nun die lange Version der Erklärung.

Ich versuche täglich, mein Schreibpensum einzuhalten. (Click-to-Tweet)

Schaffe ich das nicht, weil die Zeit mich blockiert, überlege ich, wie ich mich neu organisiere.
Immer wieder nach dem Motto: 

Alles ist eine Frage der Organisation! (Click-to-Tweet)

Mehr und mehr mache ich diese Erfahrung nach der Fertigstellung eines Werkes. Das erfordert viel Organisationsgeschick und Kraft. Als publizierende Autorin muss ich Marketingfachfrau, Werbeexpertin, Managerin, Büroangestellte, Forumsgesprächspartnerin, Bloggerin und, und, und...nicht zuletzt Leserin (+Mama, Ehefrau, Familienmitglied) in einer Person sein. Es gilt, das eigene Buch schlagkräftig zu vermarkten, ein anderes eventuell zu korrigieren, für ein weiteres die Idee zu entwickeln, jeden Tag einen Text zu schreiben (denn nur Übung macht den Meister) sowie die Werke der Konkurrenz zu lesen und analysieren. 

Aber wie schaffe ich das alles, wenn mir die Zeit davonläuft und anstehende artfremde Tätigkeiten mein kreatives Schaffen blockieren. Schlimmer noch, bin ich erst an dem Punkt angekommen, das zu erkennen, habe ich das Gefühl, ich blockiere mich selbst. Spätestens dann wird es Zeit für die Reißleine!

Was tun gegen eine Schreibblockade? Silke Boldt
Und ich koordiniere und dirigiere alle zu bewältigenden Aufgaben gründlich. Ein Versuch, mich von Zeitdieben zu befreien. Die zu ermitteln, ist nicht immer einfach. Für meine Überlegungen nutze ich auch Spaziergänge, zu jeder Jahreszeit und am liebsten am Meer, oder erfreue mich an meiner BSZ (Blaue-Schafe-Zucht im  Frühjahr/Sommer) im eigenen Garten. Die waren erst weiß, nun sind sie blau, vielleicht im nächsten Jahr gelb.
Was tun gegen eine Schreibblockade? Silke Boldt                                                                             
So sammele kreative Denkansätze und wirke aufkommenden SZB (Schreib-Zeit-Blockaden) entgegen. Die blauen Tierchen in meinem Garten sind meine ureigene Oase. Sie inspirieren mich, meine Aufgaben gelegentlich zu überdenken. 




Dann dokumentiere ich alle anfallenden Arbeiten genau, lege neue Zeitpunkte fest, lege Termine zusammen, führe keine unnötig langen Telefonate mehr und engagiere mir tatkräftige Helfer. Die allabendliche Zeit zum Lesen reserviere ich mir zusätzlich. Fernsehen habe ich längst auf ein Minimum beschränkt. Zudem zeigt mein Redaktionsplan täglich, ob ich im Zeitplan liege oder eine Korrektur vonnöten ist. Schließlich habe ich Ziele! Dafür lege ich abends den Ablauf für den nächsten und übernächsten Tag fest. So habe ich alle Termine im Überblick und schaffe nötige Freiräume für meine eigentliche Tätigkeit, dem Schreiben.

Was tust du gegen eine Schreibblockade? Schaffst du dir eine kleine Oase? Welche hast du für dich entdeckt?
Ich wünsche dir viel Freude bei der Überlegung oder besser: Niemals eine Schreibblockade!