Dienstag, 11. November 2014

Gänsehaut wie vor 25 Jahren

Vor einem Vierteljahrhundert fiel die Mauer.

Jedes Jahr im November denke ich zurück an jene schicksalhafte Stunden, die mein Leben grundlegend veränderten. Damals bildete der CHECKPOINT CHARLIE meine erste Anlaufstation und der herzliche Empfang der umstehenden Leute übertraf meine kühnsten Erwartungen - ein überwältigender Gänsehautmoment.

Den erlebte ich wieder in diesen geschichtsträchtigen Tagen. Die Lichtgrenze entlang der ehemaligen Mauer erstrahlte bei Nacht wie die Gesichter der Leute und war auch am Tag imposant anzusehen. Das starke Gefühl der Freiheit erlebte ich allgegenwärtig.
Schauen Sie selbst!


Ich - an der Bornholmer Straße.

Bornholmer Straße

Lichtgrenze zwischen Bornholmer und Bernauer Straße

Lichtgrenze in Kreuzberg

Lichtgrenze am Engelbecken

Selbst dieser Baum schmückte sich mit schwarz-rot-goldenen Farben an der Lichtgrenze.

Checkpoint Charlie

Ich freue mich, dabei gewesen zu sein - damals und in diesen Tagen - und bin sicher, Sie erinnern sich ebenso gern jener Zeit mit unvergesslichen Momenten.





Montag, 22. September 2014

Wie du in nur 5 Schritten deinen Text verdichtest

Im Zusammenhang mit der Korrektur meiner Texte steht immer jener eng geführte Aufbau, der alles auf die Spitze treibt, was gesagt werden muss.
Die Übung an dichten Dialogen feuert neben meiner Sprache - meine Arbeit, meine Beobachtungen, aber auch die Wahrnehmung meiner eigenen Persönlichkeit an.

Fünf Schritte zur Verdichtung eines Textes:

Streiche dich durch deinen Text. Diesem Vorgang fallen sämtliche Abläufe und Worte zum Opfer, die nichts zu sagen haben.


Schaffe Lücken, produktive Leerstellen, die der Leser/ die Leserin ausfüllen darf.


Verdichte Informationen, indem du Nebensätze kürzt oder diese umwandelst. (Click-to-Tweet)

z.B. Eine Frage, die sie sich schon öfters gestellt hat ... wird zu Eine ewige Frage für sie ... oder noch kürzer Ihre Urfrage ...
Achte darauf, eine Sache konkret und nicht mehrfach hintereinander darzustellen. 

Das Konkrete reicht (Sie musste sich übergeben ...). Das noch einmal wenig später im Text abstrakt darzulegen, ist unnötig (Sie konnte sich nicht länger beherrschen ...).
Bringe besondere Wörter und sprachliche Wendungen in deinen Text ein. Achte auf deinen persönlichen Ton, deinen eigenen Stil.

Vom Suchen und Finden besonderer Textstellen ist ein vorangegangener Blogartikel.

Ganz gleich, wie die Vorgehensweise zur Verdichtung deines  Textes aussieht:

Fasse mit wenigen Worten möglichst viele Informationen, deine Aussage und die Atmosphäre in einem Satz zusammen.


Ich wünsche gutes Gelingen!

Samstag, 6. September 2014

Für einen Seemann

Tiefblau und seiden -
so schimmert das Meer.
Ich weiß Dich dort draußen,
Du kommst nie wieder her.
Einst gingen wir im Leben-
gemeinsam ein Stück.
Du hast mir gegeben -
viel mehr als nur Glück.
Was bleibt, sind Gedanken -
die Erinnerung an Dich.
Ich sehe immer nach vorn -
Du wärest stolz auf mich.



Und Alban Stolz sagte einmal:
"Siehe jeden Tag an wie ein Blatt im Wanderbuch deines Lebens. Sorge dann dafür, dass auf jedem Blatt etwas Gutes aufgezeigt wird."

Ich gebe mein Bestes - jeden Tag.
 

Mittwoch, 3. September 2014

Kultursommertag in Mahlow

Nun ist er vorbei - der 1. Mahlower Kultursommertag, der zukünftig einen dauerhaften Platz in der Kulturszene meines Wohnortes einnehmen soll.

Aufbau im Lesezelt
Mit meinem Buch konnte auch ich ein paar kulturelle Zeichen setzen. Von unserer Ortvorsteherin angekündigt und interviewt freute ich mich über den Andrang der Leute und das rege Interesse.

Im Interview mit unserer Ortsvorsteherin
Die positive Resonanz auf mein Werk war überwältigend. Auch überraschte mich die Vielzahl der Personen, die das Gespräch mit mir suchten, weil sie mich und mein Buch bereits kannten. 

Jeder Leser bestärkt mich, meinen Weg weiter zu gehen. (Click-to-Tweet)

An dieser Stelle möchte ich anmerken: mein Hauptkommissar hat in seinem 2. Fall ermittelt und ist dem 3. bereits auf der Spur. Lieben Dank den vielen Interessenten für die Geduld.
Ich hatte mich bewusst entschieden, öffentlich weniger aktiv zu sein. Einerseits haderte ich mit gesundheitlichen Problemen, andererseits nutzte ich die Ruhe, um künftige Strategien meines Protagonisten sowie meine eigenen zu überdenken. Jetzt gehe ich die anstehenden Aufgaben mit vollem Elan an. Meine Leserinnen und Leser danken es mir, wie man sieht.

Im Lesezelt herrschte Spannung.

Ausschnitt meiner Lesung
Ein besonderes Gefühl ist es, wenn Leser an Leser mein Buch weiterempfehlen. Das bemerkte ich sofort im Abverkauf. Jeder Interessent, der es wollte - und es wollte jeder - bekam eine persönliche Widmung in das Kaufexemplar geschrieben. Ein Lesezeichen vergab ich gratis dazu.

Buchverkauf
Ein gelungener kultureller Höhepunkt in unserer Gemeinde. Gern bin ich im nächsten Jahr wieder dabei - Krimiautorin Silke Boldt und ihr Werk "Im Zauber der Madonna".

Konnten auch Sie in Ihrer Gemeinde bereits Ihr Buch präsentieren? Noch nicht? - Regen Sie doch einmal den Kultursommertag (Kulturwintertag tut es auch) an Ihrem Wohnort an!

Der bringt Spaß und nette Begegnungen. Viel Glück!


Dienstag, 26. August 2014

Wenn Sternschnuppen vom Himmel fallen ...

... verbinden wir diese Ereignisse gern mit unseren Wünschen. Ich bilde da keine Ausnahme. Im Gegenteil, jedes Jahr im August, wenn der so genannte Perseiden-Strom auftritt, hoffe ich darauf, besonders viele Exemplare beobachten zu können.

In diesem Jahr hatte ich Glück!
Von meiner wunderbaren Urlaubsterrasse aus bot sich mir ein bemerkenswerter Blick auf den nächtlichen Sternenhimmel über Teneriffa. Am frühen Abend schon hatte ich mich in Position gesetzt und ... wurde belohnt.

Zwei Sternschnuppen sah ich verglühen in einer Nacht - in der vom 09. auf den 10. August.

Die Perseiden werden übrigens auch Laurentius-Tränen genannt. Jener Märtyrer soll am 10. August 258 nach Christus in Rom auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert worden sein. Tragisch oder? Wie dem auch sei: während Fachleute einhundert Sternschnuppen pro Stunde erwarteten, gab ich mich mit den beiden zufrieden.
Die müssten meine Wünsche aushalten.
Stürzten sie deshalb so rasant unserem Planeten entgegen?




Zurück aus dem Urlaub arbeite ich an der Umsetzung meiner Träume. Schließlich sollen diese wahr werden und nicht mit den Perseiden in der Finsternis verglühen.

Sind auch für Sie diesen Sommer Sternschnuppen vom Himmel gefallen? Und haben Sie denen Ihre Wünsche mitgegeben? Viel Glück!