Montag, 9. März 2020

Wie ich mich gegen den Druck wehre ... ein Update

Diese Woche sollte in Leipzig wieder die Buchmesse stattfinden. Bekanntlich wurde sie abgesagt. Ausgerechnet dieses Mal hatte ich mich mit dem Gedanken getragen, mal wieder dabei zu sein, um mich weiterzubilden, Autorenkollegen, Leser und Interessenten zu treffen oder die Neuigkeiten aus dem Literaturbetrieb zu erkunden. Nun denn, die nächste LBM kommt bestimmt.

Die Absage der LBM ist sicherlich ärgerlich oder bedauerlich, je nachdem, für jene Autoren, die mit der Veranstaltung die Neuvorstellung ihrer Bücher verbinden. Die Messe ist eben eine ausgezeichnete Möglichkeit, das eigene Buch an den/die Leser*in zu bringen.
Ich persönlich wehre mich gegen den Druck, zu jeder Buchmesse ein neues Werk vorstellen zu müssen. Ich muss gar nichts, sondern gehe die Dinge lieber langsam an. Ich will mich nicht mehr selbst in Bedrängnis bringen. Das schafft nur unnötige Spannungen und macht unzufrieden.

"Zufriedenheit ist ein stiller Garten, in dem man sich ausruhen kann." (Ernst Ferstl)
Natürlich bin ich weit entfernt davon, mich auf den Lorbeeren auszuruhen. 

Wie ich mich gegen den Druck wehre ... ein Update - Blog Silke Boldt




Eigentlich ist ja die Winterzeit geradezu ideal, seine Projekte voranzutreiben, aber im Augenblick habe ich Schwierigkeiten, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Alle Wege scheinen von Dornen besetzt. Zudem schwirrt mir der Kopf um Themen, die nicht das Schreiben betreffen. Deshalb komme ich nur sehr mühsam voran mit meinen Projekten, viel mehr arbeite ich an meinem Blog, der Homepage, beschäftige mich mit Social Media und anderen Dingen.





Wenn ich schreibe, dann an meinem 3. Krimi. Der List 3 lässt mich nicht los. Der 2. steckt immer noch in der Korrektur. Das laute Vorlesen unterlasse ich weiterhin, da ich meine Stimmbänder seit der Kehlkopfentzündung Ende letzten Jahres schonen muss. Ich denke über andere Korrekturmöglichkeiten nach. Immer wieder werfen mich irgendwelche Angelegenheiten im Tagesgeschäft zurück, bremsen mich ein und am Ende habe ich mein Tagesziel verfehlt. Unter die Enttäuschung mischt sich mitunter das Gefühl der Überforderung. Ich kämpfe dagegen an und stecke mir kürzere Ziele. Die Einteilung in kleinere Abschnitte macht mir Mut an gewissen Abläufen festzuhalten.

"Die größten Enttäuschungen haben ihren Ursprung in zu großen Erwartungen." (Ernst Ferstl)

Ich setze mich also gerade mit einigen Widersprüchlichkeiten auseinander, brüte über meine Ausrichtung und arbeite an einer Strategie, meine Bücher zu veröffentlichen. Ich weiß noch nicht, wie die Sache ausgeht, aber eines ist gewiss, ich schreibe weiter und lasse mir die Zuversicht nicht nehmen.





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