Montag, 21. Januar 2019

Wie du 4 Schreibregeln korrekt anwendest

Obwohl ich viel lese und selbst schreibe, also Bücher einen Mittelpunkt meines Alltags bilden, gibt es Regeln und Wörter, bei denen ich immer wieder ins Grübeln gerate und mir mein Schreibprogramm die falsch geschriebene Weise anzeigt.





Bis zur Rechtschreibreform meinte ich, die deutsche Sprache recht gut zu beherrschen. Ab dem Zeitpunkt der Änderungen schlage ich öfter als vorher im Wörterbuch nach.





  • Wörtern mit ss oder ß 

Ich versuche, die kurze Regel zu beherrschen:

Nach einem langen Vokal wie z.B. in Fuß, Maß, Ruß ... und Doppelvokalen wie eu, au oder ei wie z.B. in Schweiß, genießen, außer ... steht immer ß.

Nach einem kurzen Vokal wie z.B. bei Kuss, Hass, Schluss ... steht ss.

Dennoch muss ich bei Wörtern wie Reißverschluss, Spaß, Genuss oder Spießbürger immer mal wieder die korrekte Schreibweise nachschlagen.


  • Apostroph oder nicht
Mit zunehmendem Einfluss der englischen Sprache auf das Deutsche schleichen sich auch immer wieder Fehler mit ein. Doch was im Englischen normal ist, gilt im Deutschen als Ausnahme.

Das Apostroph entfällt beim Aufzeigen von Besitztümer. An den Namen wird einfach ein "s" angefügt. Beispiel: Dort liegt Toms Uhr.

Die Ausnahme bilden Namen, die am Ende ein "s" haben. Beispiel: Dort liegt Thomas' Uhr.


  • anscheinend oder scheinbar

Zwei Wörter, die zwar ähnlich aussehen, dennoch unterschiedliche Bedeutung haben. Ich kann mir die Regel einfach nicht merken. Dabei ist sie so einfach.

Bei "anscheinend" äußert man eine Vermutung, aufgrund tatsächlicher Gegebenheiten. "Vermutlich" ist ein Synonym für "anscheinend".
Beispiel: Karin kommt zu spät, anscheinend (vermutlich) ist ihr Fahrrad wieder kaputt.

Bei "scheinbar" äußert man eine Vermutung, die sich nicht bewahrheitet.
Hier ist "angeblich/nur zum Schein" das Synonym für "scheinbar".
Beispiel: Scheinbar (Angeblich/nur zum Schein) hörte Tom den Ausführungen seines Vorgesetzten zu, doch er dachte an seinen gestrigen Abend mit Lissy.


  • Superlative bilden - der Unterschied zwischen erfolgreichste und meist gelesene

Hier unterscheidet die Regel ganz klar nach der Wortart - Adjektiv oder Verb.
Das Adjektiv erfolgreich lässt sich ganz klar steigern.
Beispiele: Sie ist die erfolgreichste Sportlerin des Jahres 2018. / Der aktivste Vulkan Europas ... / Die schönsten Bilder des Jahres ...

Das Verb lesen lässt sich konjugieren (beugen), aber nicht steigern. Es steht in Verbindung mit Wörtern, die bereits auf einen Höchstzustand hinweisen.
Beispiele: Das gelesenste Buch ist falsch. Es hört sich auch so an. Richtig: Das meist gelesene (lesen) Buch des Jahres 2018 ... / Die höchst gelegene (liegen) Berghütte ... / Das meist verkaufte (kaufen) Album ...


Bringe ich meine Überlegungen auf den Punkt erscheinen mir die Regeln auf einmal logisch.
Niemand ist eben perfekt! 😄 Die Internetseite Mein Deutschbuch hilft mir, die deutsche Sprache korrekt anzuwenden. Stöbern lohnt sich!

Übrigens ist es keine Schande, Fehler zu machen oder hin und wieder zu stolpern. Das Entscheidende ist doch, aus Fehlern zu lernen, und genau daran arbeite ich.

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